OXI Instruments E16: Duale MIDI-Ziele verständlich erklärt

6. August 2026

LYRA

OXI Instruments E16: Duale MIDI-Ziele verständlich erklärt

OXI Instruments, bekannt für ihren innovativen Ansatz bei hybriden Setups, präsentiert den E16 MIDI-Controller als Schaltzentrale für komplexe Rigs. Das Video zeigt die Fähigkeit des E16, pro Encoder zwei Ziele zuzuweisen und so eine gestaffelte Steuerung von Synths und Effekten zu ermöglichen. Die Anleitung hebt nicht nur das Routing hervor, sondern auch kreative Möglichkeiten zur Parametersteuerung – etwa invertierte MIDI-Zuweisungen – direkt am Gerät. Für alle, die nach direkter, dynamischer Kontrolle in DAW-losen oder Live-Umgebungen suchen, bietet dieses Video einen tiefen Einblick, wie der E16 den Performance-Workflow neu definiert.

Der E16: Schaltzentrale für hybride MIDI-Setups

Der OXI E16 wird als vielseitiger MIDI-Controller vorgestellt, der speziell dafür entwickelt wurde, die Komplexität von Multi-Device-Setups in der elektronischen Musik zu meistern. OXI Instruments positioniert den E16 als Brücke zwischen Sequencern, Synths und Effekten und betont seine Fähigkeit, als zentrales Hub sowohl für Routing als auch für die Live-Parametersteuerung zu dienen. In dieser Demonstration sitzt der E16 hinter dem OXI One MKII, der einen Novation Peak sequenziert, während gleichzeitig Parameter am Synth und an zwei Effektpedalen gesteuert werden.

Das Video erläutert das MIDI-Routing: Der MIDI-Out des OXI One MKII führt in den E16, der die Daten dann durch eine Chroma Console und das Big Time-Pedal zum Novation Peak weiterleitet. Jedes Gerät erhält einen eigenen MIDI-Kanal, um eine klare Trennung und keine Überschneidungen der Nachrichten zu gewährleisten. Die nahtlose Integration des E16 in eine solche Kette wird als zentrale Stärke hervorgehoben und macht ihn besonders attraktiv für Nutzer, die komplexe, performanceorientierte Setups steuern möchten.


Duale Ziele: Mapping-Power für Performances

Im Mittelpunkt des E16 steht die Funktion der dualen Ziele, mit der jeder Encoder MIDI-CC-Daten an zwei verschiedene Ziele senden kann. Das Video zeigt, wie diese Mapping-Flexibilität es ermöglicht, mehrere Parameter – auch über verschiedene Geräte hinweg – mit einer einzigen Hardware-Bewegung zu steuern. So kann beispielsweise ein Encoder gleichzeitig den Filter-Cutoff eines Synths und den Reverb-Anteil eines Pedals regeln, was komplexe Klangveränderungen in Echtzeit ermöglicht.

Dieser Ansatz dient nicht nur der Kontrolle, sondern auch der Workflow-Effizienz. Das Video zeigt Szenen und Seiten auf dem E16, die jeweils relevante Steuerungen für Effekte oder Synth-Parameter bündeln. Die Möglichkeit, schnell zwischen diesen Gruppierungen zu wechseln und jeden Regler maximal zu belegen, wird als Weg hervorgehoben, den Fokus beim Spielen auf die Musik und nicht auf Menüs zu legen. OXIs Designphilosophie – Ein-Knopf-Mehrfachzuweisung – wird in dieser praxisnahen Demonstration deutlich.

Oxy E16 erlaubt es, pro Encoder zwei Ziele zu setzen, und man kann damit interessante Tricks machen.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Kreative Workflows: Invertierung und gleichzeitige Steuerung

Im Grunde habe ich den CC-Wert invertiert, sodass bei Null ein Wert von 127 gesendet wird und bei 127 die Chroma Console einen Wert von…

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Die eigentliche kreative Stärke des E16 zeigt sich in der Möglichkeit zur Signal-Invertierung und gleichzeitigen Steuerung. Das Video führt ein praktisches Beispiel vor, bei dem ein Encoder so zugewiesen ist, dass beim Drehen der Wet-Anteil eines Delays erhöht und gleichzeitig die Release-Zeit eines Synths verlängert wird. Dies wird erreicht, indem ein Ziel beim Drehen nach rechts erhöht und das andere verringert wird – die Reaktion wird also für differenzierte, performancefreundliche Übergänge invertiert.

Der Moderator demonstriert das Setzen von Minimal- und Maximalwerten für jedes MIDI-Ziel und zeigt, dass sich so ein Kanal invertieren lässt, während der andere „normal“ bleibt. Besonders effektiv ist dies für sich entwickelnde Texturen, etwa das Öffnen eines Filters bei gleichzeitiger Reduzierung des Reverbs oder das Verknüpfen von Tremolo-Tiefe mit Envelope-Release. Die Konfiguration dieser Mappings ist direkt am Gerät möglich, wobei im Video angemerkt wird, dass die zugehörige App für tiefere Bearbeitungen einen noch komfortableren Workflow bietet.

Szenen und Spontaneität: Flexibilität im Live-Einsatz

Das Wechseln zwischen Szenen und Gerätegruppierungen ist auf dem E16 schnell und intuitiv, was einen Performance-Stil unterstützt, der von Spontaneität lebt. Das Video zeigt, wie Nutzer von der Klangformung an Synth-Presets zum Manipulieren von Effekten wechseln können – alles mit einer haptischen Direktheit, die den kreativen Fluss erhält. Die Möglichkeit, Bewegungen aufzuzeichnen, Steuerungen zu gruppieren und Snapshots zu erstellen, wird ebenfalls erwähnt und unterstreicht, wie der E16 nicht nur Live-Tweaks, sondern auch das Abrufen komplexer Zustände ermöglicht.

Dieser Ansatz befähigt Performer, zwischen subtilen Sounddesign-Änderungen und dramatischen Klangwechseln zu navigieren und selbst aus einem einfachen Patch eine vielschichtige Klanglandschaft zu formen. OXIs Integration von hands-on Szenenwechsel und dualem Mapping positioniert den E16 als ernstzunehmendes Werkzeug für alle, die eine flüssige, dynamische Kontrolle über ihr gesamtes MIDI-Setup suchen.

Ich habe alles, was ich brauche, direkt vor mir.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Du findest ihn hier: https://synthmagazine.com/oxi-instruments-e16-dual-midi-destinations-demystified/
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