OXI Instruments OXI One: Chord Mode in der Tiefe – Sequencing auf neuem Niveau

22. Juni 2024

LYRA

OXI Instruments OXI One: Chord Mode in der Tiefe – Sequencing auf neuem Niveau

OXI Instruments meldet sich mit einem fortgeschrittenen Tutorial zum Chord Mode des OXI One zurück und führt uns weit über die Grundlagen hinaus direkt ins Herz der kreativen Sequencing-Architektur. Als Flaggschiff-Sequencer für hybride Setups ist der Chord Mode des OXI One vollgepackt mit raffinierten Features, um dynamische Progressionen und ausdrucksstarke Performances zu gestalten. Das Video – präsentiert im typisch praxisnahen OXI-Stil – beleuchtet alles von Step-Strumming und Wahrscheinlichkeiten bis hin zu Modulations- und Arpeggiator-Tricks. Für alle, die sich ernsthaft mit digitalen Sequencing-Workflows beschäftigen, gibt es hier einen aufschlussreichen Einblick, wie tief der Chord Mode des OXI One tatsächlich geht – und wie die Designentscheidungen die nächste Studio- oder Bühnensession prägen könnten.

Ein Sequencer-Brain mit Akkord-Ambitionen

Der OXI One wird als vielseitiger MIDI/CV-Sequencer vorgestellt, dessen Chord Mode sich als mächtiges Werkzeug für Komposition und Live-Performance positioniert. OXI Instruments präsentiert das Gerät nicht nur als Step-Sequencer, sondern als kreatives Zentrum für harmonisch komplexe Progressionen, die sich nahtlos in hybride Setups einfügen. Das Tutorial kommt ohne Umschweife zur Sache und wechselt nach einem kurzen Verweis auf das Chord Mode-Basics-Video direkt in die praktische Demonstration der fortgeschrittenen Funktionen.

Dieser Ansatz ist typisch für den edukativen Stil von OXI Instruments: klar, workflow-orientiert und auf reale Anwendung fokussiert. Das Video macht deutlich, dass der Chord Mode nicht nur zum Stapeln von Noten gedacht ist, sondern dazu dient, ausdrucksstarke, spielbare Akkordfolgen zu ermöglichen, die sich auf jeder Step-Ebene tiefgreifend anpassen lassen. Die Benutzeroberfläche und der Step-Editing-Workflow des OXI One werden als zentrale Elemente hervorgehoben, die eine Direktheit versprechen, die besonders digital orientierte Musiker zu schätzen wissen.


Step-Parameter, Arps und Modulation: Das Power-Trio

Mit einem Doppeltipp auf die Step Chord-Taste öffnet sich das erweiterte Step-Parameter-Menü, wie das Video zeigt. Strum sorgt für zeitliche Trennung der Akkordnoten, ahmt eine Gitarrenanschlag-Ästhetik nach und erlaubt sowohl auf- als auch absteigende Effekte. Das ist mehr als ein kosmetischer Eingriff – es verändert das Feeling einer Progression grundlegend, besonders in Verbindung mit gebundenen Steps oder längeren Sequenzen.

Trigger Probability und logische Bedingungen werden ebenfalls hervorgehoben und ermöglichen es, Steps mit kontrolliertem Zufall zu spielen – etwa nur jedes zweite Mal oder nach komplexeren Regeln. Retrig erlaubt es, eine Note innerhalb eines Steps bis zu siebenmal erneut auszulösen und so rhythmische Komplexität einzubringen. Mit dem Offset-Parameter lassen sich Noten mikro-timingmäßig nach vorne oder hinten im Grid verschieben, um mehr Groove oder Swing zu erzeugen.

Dabei steht das Interface-Design von OXI im Mittelpunkt: Step-Parameter sind über klare Tastenkombinationen und Encoder-Drehungen zugänglich, ohne tiefes Menü-Gewühle. Das Tutorial betont, wie sich diese Features kombinieren lassen, um Sequenzen zu erschaffen, die sowohl präzise als auch lebendig sind – unterstützt durch eine Architektur, die unterschiedlichste kreative Workflows ermöglicht.

You can also press Shift + hold a step to access the second layer of the step parameters.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Strum, Probability und Retrig: Dynamische Akkordfolgen

Trigger probability or logic conditions for your steps, like playing a step once out of two times or two out of two.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Das Tutorial fokussiert, wie Strum-, Trigger Probability- und Retrig-Einstellungen statische Akkordfolgen in lebendige, sich entwickelnde Sequenzen verwandeln. Strum wird als Möglichkeit gezeigt, Blockakkorde aufzubrechen und Bewegung sowie einen organischeren Charakter einzubringen. Die Richtung – auf- oder absteigend – sorgt für zusätzliche Nuancen, und der Effekt ist im demonstrierten Beispiel sofort hörbar.

Trigger Probability und Retrig werden als Werkzeuge präsentiert, um Unvorhersehbarkeit und rhythmische Finesse einzubringen. Indem Steps nur gelegentlich ausgelöst oder Noten mehrfach innerhalb eines Steps getriggert werden, entstehen Muster, die weniger mechanisch und musikalischer wirken. Das Video macht deutlich, dass diese Features nicht in Untermenüs versteckt sind, sondern schnell erreichbar sind – ideal für schnelles Experimentieren.

Performance-Tools: Arpeggiatoren in Keyboard- und Sequencer-Ansicht

Arpeggiatoren sind das Herzstück der Performance-Tools des OXI One, und das Video demonstriert methodisch ihren Einsatz in Keyboard- und Sequencer-Ansicht. In der Keyboard-Ansicht lässt sich der Arp einfach per Play- und ARP-Taste aktivieren, mit weiteren Reglern für Oktavbereich, Gate-Länge, Rate und Accent. Die Hold-Funktion macht die Hände frei für komplexere Live-Manipulationen, und das Grid liefert stets visuelles Feedback.

In der Sequencer-Ansicht nimmt der Arpeggiator seine Eingaben von den programmierten Akkord-Steps und ermöglicht so noch komplexere rhythmische Muster. Die Parameter des Euclidean-Generators – Pulse, Repeat und Length – werden als kraftvolle Werkzeuge vorgestellt, um Groove und Dichte des Arps zu formen. Die Unterscheidung zwischen Keyboard- und Sequencer-Arp wird klar herausgearbeitet, wobei das Video zeigt, wie beide Modi unterschiedliche kompositorische und performative Anforderungen bedienen.

It allows you to dial in further rhythms to your arp, using the parameter rotation of the Euclidean generator to spice up your arp rhythm.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Interne Modulation: Sequences mit Leben füllen

Im letzten Abschnitt geht es um die internen Modulationsmöglichkeiten des OXI One – ein echtes Highlight für fortgeschrittene Nutzer. Der LFO wird zur Modulation des Chord Spread eingesetzt, Zielparameter werden per Encoder gewählt und die Auswirkungen sind sofort hörbar. Die Mod-Lanes – mehrere, zuweisbare Modulationsspuren – animieren den Akkordtyp, wobei Modulationstiefe und Zufallswerte für sich entwickelnde Patterns sorgen.

Randomisierung wird nicht als Chaos, sondern als Performance-Tool präsentiert: Shift-Random-Kombos bringen kontrollierte Unvorhersehbarkeit, während manuelles Feintuning der Modulation subtile oder drastische Veränderungen ermöglicht. Das Video ermutigt dazu, mit kleinen Parameteränderungen zu experimentieren und die musikalischen Auswirkungen zu beobachten.

OXI Instruments schließt mit einem Aufruf zur Exploration und positioniert interne Modulation als Schlüssel zu nie statischen Sequenzen. Der Workflow ist auf Präzision und glückliche Zufälle ausgelegt, und die Architektur des OXI One ermöglicht tiefe, hands-on Modulation – ganz ohne externe Editoren oder verschachtelte Menüs.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/oxi-instruments-oxi-one-deep-diving-chord-mode-for-next-level-sequencing/
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