Qu-Bit meldet sich mit Stardust zurück – einem Stereo-Tape-Looper-Modul, das dein Modularsystem in neue Klanggalaxien katapultieren will. Im offiziellen Überblicksvideo führt das Team durch Stardusts eigenwilligen Ansatz, Audiolayer einzufangen und zu manipulieren, wobei klassische Tape-Techniken mit digitaler Flexibilität verschmelzen. Wie bei früheren Qu-Bit-Releases steht die performative, haptische Kontrolle und ein ausgeprägt experimenteller Workflow im Mittelpunkt. Wer wissen will, wie Stardust sich im Patch schlägt, welche Looping-Tricks es draufhat und welche kosmischen Effekte warten, bekommt hier die wichtigsten Fakten – und ein paar Überraschungen – für Tape-Fans im Modularbereich.

14. November 2024
MILES
Qu-Bit Stardust: Kosmische Tape-Looping-Power für Eurorack
Stardust betritt das modulare Universum
Qu-Bit präsentiert Stardust als neuestes Abenteuer im Bereich des modularen Tape-Loopings und positioniert das Modul als Stereo-Looper mit kosmischem Anspruch. Das Gerät ist darauf ausgelegt, Audiolayer einzufangen und wiederzugeben, sodass Nutzer aus einfachen Aufnahmen komplexe Klangtexturen bauen können. Hier geht es nicht nur um einen funktionalen Looper – Stardust wird als kreatives Werkzeug für die Konstruktion von Klangkonstellationen inszeniert, ähnlich wie man aus einzelnen Sternen ein Sternbild zusammensetzt.
Von Anfang an wird Stardust als Gerät für klangliche Entdeckungsreisen präsentiert, wobei Qu-Bit eine Vielzahl von Manipulationsmöglichkeiten verspricht, die weit über klassisches Looping hinausgehen. Das Video bereitet auf einen tiefen Einblick in die haptischen Bedienelemente und die eher esoterischen Features vor und deutet an, dass dieses Modul mindestens so sehr zum Experimentieren wie zum traditionellen Loopen einlädt.

"Stardust is a stereo tape looper of cosmic proportions."
© Screenshot/Zitat: Qubitelectronix (YouTube)
Frontpanel: Hands-on Loop-Bastelei

"Turning the knob to the right from center introduces a warm tape saturation to the incoming signal, which gets more extreme as the knob reaches the far right position."
© Screenshot/Zitat: Qubitelectronix (YouTube)
Das Frontpanel von Stardust wird von den leuchtenden Galaxy-LEDs dominiert – einem visuellen Feedbacksystem, das an Qu-Bits Mojave und Aurora erinnert. Diese LEDs sind nicht nur optischer Hingucker, sondern zeigen auch den Status verschiedener Funktionen an und erleichtern so die Orientierung beim Patchen und Performen.
Im Zentrum stehen die Regler In Level und Mix. In Level bestimmt nicht nur den Gain des Eingangssignals, sondern fügt ab der Mittelstellung auch eine Tape-typische Sättigung hinzu – ein klarer Verweis auf klassische Bandmaschinen. Der Mix-Regler mischt zwischen trockenem und bearbeitetem Signal, wobei sich die Kurve über Qu-Bits Narwhal-Webapp anpassen lässt – praktisch für unterschiedliche Mixing-Vorlieben.
Aufnahmen werden per eigenem Button gestartet, das Playback lässt sich über Play/Pause und Reset steuern. Der Workflow ist direkt: Pegel einstellen, aufnehmen, loopen. Das Video zeigt, wie einfach sich ein Loop anlegen, der Mix anpassen und das Playback steuern lässt – die Galaxy-LEDs liefern dabei stets visuelles Feedback. Dieses Hands-on-Konzept richtet sich klar an Performer, die unmittelbare Kontrolle über ihre Loops wollen.
Manipulation: Reverse, Undo, Erase, Size und Varispeed
Stardust gibt sich nicht mit einfachem Looping zufrieden. Das Modul bietet eine Reihe von Manipulationswerkzeugen, die zu kreativen Experimenten einladen. Die Wiedergaberichtung lässt sich per Knopfdruck umkehren – klassische Tape-Tricks sind so sofort abrufbar. Undo und Erase bieten eine Sicherheitsebene: Layers lassen sich entfernen oder wiederherstellen, ohne dass man Angst haben muss, alles zu verlieren – erst mit einer neuen Aufnahme werden Änderungen endgültig.
Die Loop-Grenzen werden mit Start- und Size-Reglern gesetzt, sodass sich exakt bestimmen lässt, welcher Teil des Buffers geloopt wird. Size kann das Loop auf bis zu fünf Millisekunden verkürzen – von langen Ambient-Flächen bis zu rasanten Microloops ist alles drin. Diese Flexibilität ist essenziell für alle, die mehr als starre, sich wiederholende Loops wollen.
Varispeed ist das Herzstück für Geschwindigkeit und Pitch – ganz im Tape-Stil. Der Bereich reicht von 1/16 bis zum Achtfachen der Originalgeschwindigkeit, mit vier Oktaven nach unten und drei nach oben. Ein 1V/Okt-Eingang erlaubt melodisches Sequencing, während der Inertia-Regler Tape-Lag für organischere Geschwindigkeitsänderungen einführt. Zusammen wird Stardust so zur Spielwiese für präzise wie chaotische Loop-Manipulationen.

"Stardust is a tape inspired varus speed looper."
© Screenshot/Zitat: Qubitelectronix (YouTube)
Skip, Slice und Effekte: Klangdesign aus der Tiefe des Alls

"When slice is active, skip will begin referencing the splice points along the loop point for its manipulations."
© Screenshot/Zitat: Qubitelectronix (YouTube)
Mit Skip und Slice betritt Stardust experimentelles Terrain. Skip teilt das Loop in neun Transformationszonen, die jeweils neue Verhaltensweisen wie zufällige Richtungswechsel, Oktavsprüngen oder veränderte Stereobilder einführen. Slice erhöht exponentiell die Zahl der Splice-Punkte und ermöglicht so komplexe Re-Arrangements und glitchige Texturen. In Kombination lassen sich Loops in Echtzeit zerlegen und neu zusammensetzen, wobei die Galaxy-LEDs jede neue Zone oder Slice-Anzahl anzeigen.
Der Effektbereich bietet vier DSP-Modi: Tape-Emulation (mit Wow, Flutter und Hiss), digitale Artefakte (Sample-Rate- und Bit-Crushing), üppigen Reverb und ein Dual-Filter (High-Pass und Low-Pass). Jeder Effekt wird per eigenem Button gewählt, Flutter- und Hiss-Regler steuern je nach Modus unterschiedliche Parameter. Dieser Bereich ist klar für End-of-Chain-Processing gedacht und erlaubt alles von subtiler Bandsättigung bis zu radikaler digitaler Zerstörung.
Freeze – ein Qu-Bit-Markenzeichen – friert den Tape-Head ein und wiederholt einen winzigen Loop-Abschnitt, was Stutter- und Granular-Effekte ermöglicht. Die Kombination dieser Features macht Stardust zum Sounddesign-Instrument und weit mehr als nur zum klassischen Looper – von Ambient-Flächen bis zu aggressiven Glitches ist alles drin.
Nova-Output und Integration ins Modularsystem
Integration ist das Stichwort zum Abschluss. Stardust bietet einen Clock-Eingang, um Loop-Aktionen mit externen Clocks zu synchronisieren – ideal für komplexe Modular-Setups mit straffem Timing. Im Clock-Modus lassen sich Skip, Slice und Record synchron zum eingehenden Puls steuern, sodass das Modul sowohl für freie als auch für grid-basierte Workflows taugt.
Der Nova-Output ist eine Besonderheit: Er generiert Gatesignale, wann immer der Tape-Head einen Loop- oder Splice-Punkt passiert. Damit lassen sich gezielt Events im System triggern und neue Interaktionen zwischen Modulen schaffen. Qu-Bit deutet zudem weitere Anpassungsmöglichkeiten über die Narwhal-App an – Stardusts Rolle im Rack lässt sich also individuell zuschneiden.
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