ROLIs Expressiver Workflow: Gnarly flippt Naruto mit ROLI Piano und Equator2

23. August 2025

LYRA

ROLIs Expressiver Workflow: Gnarly flippt Naruto mit ROLI Piano und Equator2

In diesem Video tut sich ROLI mit dem Londoner Produzenten und Fingerdrummer Gnarly zusammen, um den ikonischen Naruto-Track „Grief and Sorrow“ mithilfe des ROLI Piano neu zu interpretieren. Die Session taucht tief ein in das Layering von cineastischen Streichern und gezupften Texturen aus Equator2, integriert Subbass in Ableton Live und formt den Groove mit Drums und geschnittenen Samples in Maschine. ROLIs Fokus auf ausdrucksstarke, touch-basierte Kontrolle steht dabei im Mittelpunkt, während Gnarly zeigt, wie Hardware und Software nahtlos interagieren, um Inspiration in einen vollwertigen Beat zu verwandeln. Wer wissen möchte, wie digitale Instrumente und DAW-Workflows Anime-Nostalgie mit moderner Produktion verschmelzen lassen, bekommt hier eine Masterclass in kreativer Architektur.

Vom Anime zu Ableton: ROLI Piano als kreativer Katalysator

Gnarly eröffnet die Session, indem er die emotionale Kraft von „Grief and Sorrow“ aus dem Naruto-Soundtrack kanalisiert und so die Bühne für eine Beatmaking-Reise bereitet, die Nostalgie und Innovation verbindet. Das ROLI Piano steht dabei als zentrales Werkzeug im Fokus, um die ikonische Melodie in eine spielbare, ausdrucksstarke Linie zu übersetzen und sofort die taktile, reaktionsschnelle Oberfläche des Instruments hervorzuheben. Anstatt einfach nur Samples zu triggern, entscheidet sich Gnarly dafür, die Melodie zu erlernen und zu performen und nutzt dabei die feinen Ausdrucksmöglichkeiten von ROLI, um die typische Stimmung des Animes einzufangen. Dieser Ansatz ehrt nicht nur das Ausgangsmaterial, sondern zeigt auch, wie ROLIs Designphilosophie zu einer praktischen Neuinterpretation anregt, statt bloßes Abspielen zu fördern.

I thought it would be cool to learn how to play that using Rollie piano.

© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)

Cineastische Layer: Equator2 und Ableton im Zusammenspiel

I've also added in a little bit of reverb with a low shelf and then EQ'd it so it's only got a high pass filter kind of going through there.

© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)

Nachdem das Hauptmotiv am Piano etabliert ist, erweitert Gnarly das Klangspektrum durch das Layern von cineastischen Streichern, die dem Arrangement Tiefe und Dramatik verleihen. Der Workflow bleibt dabei flüssig: Nach der Aufnahme der Keys werden die Streicher als harmonisches Rückgrat eingeführt, wobei gezielt Reverb und EQ eingesetzt werden, um sie nahtlos in den Mix einzubetten. Im Video wird die Nutzung des Equator2-Presets „Lotus Garden“ für perkussive, gezupfte Saitentexturen hervorgehoben, die als zusätzliche Layer aufgenommen werden. Diese Elemente werden nicht wahllos gestapelt, sondern gezielt mit Effekten wie Reverb, Low Shelf EQ und Highpass-Filter geformt, um Platz zu schaffen und Klarheit zu bewahren.

Mit Serum 2 wird ein Subbass ergänzt, der das Fundament verstärkt und das Frequenzspektrum abrundet. Gnarly zeigt, wie jede Ebene – Melodie, Harmonie, perkussive Akzente und Bass – in Ableton Live verwaltet werden kann, wobei Effektketten und subtile Mix-Anpassungen zu einem cineastischen, kohärenten Sound beitragen. Die Integration von ROLI-Hardware, Equator2-Soundengine und der flexiblen Ableton-Umgebung wird als intuitiv und direkt präsentiert und ermöglicht schnelle Iterationen und kreative Entscheidungen.

Groove-Konstruktion: Maschine, Drums und Sample-Chopping

Mit dem harmonischen und melodischen Fundament im Rücken richtet Gnarly den Fokus auf Rhythmus und Groove, lädt Drum-Sounds in Maschine und baut ein individuelles Kit auf. Das Layout ist durchdacht: Kicks, Snares, Hi-Hats, Toms und Crashes werden auf Pads gemappt, Ghost-Snares und geschichtete Percussion sorgen für dynamische Variationen. Im Video wird der Prozess der Integration von MIDI-Drums und sorgfältig ausgewählten Samples detailliert gezeigt, wobei das Warpen und das Anpassen der Tonhöhe in Ableton betont werden, damit alles sauber im Mix sitzt.

Sample-Chopping steht im Mittelpunkt: Gnarly demonstriert das Pitchen, Schneiden und Duplizieren von Audio, um neue Motive zu schaffen. Techniken wie EQ, Panning und Stem Separation werden genutzt, um gezielt Texturen wie Gitarre, harfenähnliche Sounds und Vinyl-Vocals zu isolieren und zu veredeln. Besonders hervorgehoben wird Maschines Stem Separator, mit dem Vocals aus dichten Samples extrahiert werden, um sie weiterzuverarbeiten und zu layern. Dieser Abschnitt zeigt, wie moderne Produktionstools nostalgische Samples mit präzisem, zeitgemäßem Sounddesign verschmelzen lassen.

One of my favourite ways to create stacks or loops for using in finger drumming is using this method of creating layers with a combination…

© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)

Nahtloser Hardware-Software-Flow: Modular gedacht

That means that the sample's not going to just keep playing over itself and layer and layer and get really loud and messy.

© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)

Der gezeigte Workflow ist ein Paradebeispiel für die Kraft eng verzahnter Hard- und Software. Das Exportieren von Stems aus Ableton, das Importieren in Maschine und das Anpassen der Polyphonie für sauberes Sample-Triggering laufen reibungslos ab. Gnarly demonstriert, wie Gruppieren, Muting und Solo-Schalten von Elementen flexible Arrangements und schnelle Edits ermöglichen und so kreative Optionen während des gesamten Prozesses offenhalten. Die Fähigkeit, ikonische Naruto-Vocal-Quotes zu isolieren und in den Beat einzubetten, unterstreicht, wie ausdrucksstarke Controller und DAW-Umgebungen nahtlos zusammenspielen und sowohl strukturierte Komposition als auch spontane Experimente unterstützen.

Von der Inspiration zum Beat: Das kreative Versprechen des ROLI Piano

Der finale Beat zeigt exemplarisch, wie das ROLI Piano – kombiniert mit moderner Software – einen Inspirationsfunken, wie etwa einen Anime-Soundtrack, in einen vollwertigen Track verwandeln kann. Das Video endet mit einer Ermutigung an die Zuschauer, eigene Ideen zu erforschen, und positioniert das ROLI-Ökosystem als Plattform für kreative Entdeckungen statt bloßer technischer Umsetzung. Es ist eine klare Einladung, über Presets hinauszugehen und sich auf praktische, ausdrucksstarke Workflows einzulassen.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/rolis-expressive-workflow-gnarly-flips-naruto-with-roli-piano-and-equator2/
Zum YouTube Video:


Zum YouTube Video: