Sam Gutman auf der NAMM 2026: Synths auf Abwegen

24. Januar 2026

TAS

Sam Gutman auf der NAMM 2026: Synths auf Abwegen

Schnall dich an, Kumpel – Sam Gutmans NAMM 2026-Rundgang ist eine wilde Fahrt durch den Synth-Dschungel, wo Tradition wie eine verkohlte Wurst beim Grillen rausfliegt. Mit seinem geschulten Blick als Pädagoge und einem Riecher für die schrägen Vögel stürzt sich Sam kopfüber in eine Ausstellung voller Geräte, die so unberechenbar sind wie das Wetter in Melbourne. Von Biofeedback-Gadgets, die Pilze zum Singen bringen, bis zu Synths, die wie Videospiele aussehen – das hier ist kein gewöhnlicher Spaziergang durch die Keyboard-Abteilung. Wer nach Gear sucht, das einen Staubsturm überlebt und trotzdem auf der nächsten Rave-Party auffällt, sollte sich anschauen, was Sam dieses Jahr ausgegraben hat.

NAMM 2026: Wo Synths ausflippen

Die NAMM 2026 ist nicht einfach nur eine weitere Messe – sie ist ein Spielplatz für klangliche Außenseiter und Keyboard-Kuriositäten, und Sam Gutman stürzt sich hinein wie ein Kind, das bei Toys R Us losgelassen wird. Die Energie steckt an, Sams Begeisterung gibt den Ton an für eine Tour, die alles andere als gewöhnlich ist. Von Anfang an ist klar: Hier gibt’s Gear, das eher eine Tanzfläche zum Beben bringt als im Studio Staub zu sammeln.

Dieses Jahr geht es darum, mit alten Mustern zu brechen. Von Synths, die die Grenze zwischen Akustik und Elektronik verwischen, bis zu Gadgets, die deine eigene Biologie in Beats verwandeln – wir betreten eine neue Ära. Sams Gespür für das Schräge und Wunderbare sorgt dafür, dass du nicht nur die neuesten Flaggschiff-Keyboards siehst, sondern die Zukunft des Sounds kennenlernst – mit allen Ecken und Kanten.

Ich fühle mich wie fünf Jahre alt und bin bei Toys R Us.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

Korg Phase 8: Stahlzungen und Klangchaos

Physikalische Klangerzeugung mit elektronischer Steuerung.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

Der Korg Phase 8 ist so ein Hybrid-Monster, dass man an der Realität zweifeln könnte – halb Synth, halb elektromechanische Kuriosität. Statt digitaler Oszillatoren gibt’s Stahlzungen, die man zupfen, klopfen oder physisch modulieren kann, wie ein Fender Rhodes nach einem Science-Experiment. Es ist ein haptischer, handfester Ansatz, bei dem das Spielgefühl genauso zählt wie der Sound. Wer etwas sucht, das einen Kneipengig überlebt und trotzdem frisch klingt, sollte hier mal reinschauen.

Pocket Scion: Pilze, Pflanzen und Biofeedback-Beats

Jetzt wird’s richtig wild – Pocket Scion ist ein tragbares Biofeedback-Instrument, das die Elektrizität lebender Organismen in Musik verwandelt. Sam spricht mit den Machern, die erklären, dass es um das Messen des elektrischen Widerstands in Pflanzen, Pilzen oder sogar Menschen geht – und diese Schwankungen werden in Noten und Rhythmen übersetzt. Egal ob du eine Pflanze besprühst oder einem Pilz Mut zusprichst, du machst buchstäblich Musik mit der Natur. Ein abgefahrenes Konzept, das eine ganz neue Welt organischer Performance eröffnet. Wer schon immer mal ein Duett mit seinen Zimmerpflanzen spielen wollte, ist hier richtig.

Wir nehmen elektrische Schwankungen in der lebenden Welt und machen daraus Klang.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

ASM Leviasynth: FM-Synthese ohne Kopfschmerzen

Das ist der einfachste FM-Synth, den ich je benutzt habe.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

FM-Synthese ist berüchtigt dafür, Köpfe schneller zu grillen als ein Sommergrill, aber der ASM Leviasynth dreht den Spieß um. Sam zeigt, wie dieses Biest FM zugänglich macht: Acht Oszillatoren, die man als Carrier nutzen kann, und ein super einfaches Zuweisungssystem – einfach drücken, drehen, fertig. Keine Menü-Albträume oder Algorithmus-Verwirrung mehr.

Das eigentliche Highlight ist die Morphing-Funktion, mit der man zwischen Algorithmen gleitet wie ein Känguru auf einer Wasserrutsche. Die klassischen FM-Sounds sind alle da, aber mit einem Twist, der zum Experimentieren einlädt. Das ist der Synth, bei dem man grinst statt stöhnt – und wer hören will, wie wild es wirklich wird, sollte sich das Video für das volle Klangchaos anschauen.

3D Physics Synthesizer: Gaming trifft Sounddesign

Gerade wenn man denkt, verrückter geht’s nicht mehr, kommt der 3D Physics Synthesizer von Anu Kari um die Ecke. Stell dir vor, du baust Patches in einer virtuellen Welt, arrangierst Körper, Federn und Anker wie in einem Game-Level. Das ist Physical Modeling auf Steroiden, mit einer 3D-Umgebung, in der du Spannung und Energie in Klang verwandelst.

Sams Bericht kratzt nur an der Oberfläche – das ist ein Synth, den man in Aktion sehen muss, um ihn wirklich zu begreifen. Die Möglichkeiten sind so endlos wie das Outback, und wer wissen will, wie tief das Kaninchenloch geht, sollte sich die Visuals im Video anschauen. Das ist eine neue Klang-Frontier, die garantiert zu ein paar langen Nächten am Patchfeld inspiriert.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/sam-gutman-at-namm-2026-synths-gone-walkabout/
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