Du wolltest schon immer ein Modularsystem, das so einladend ist wie ein australisches BBQ und so wild wie ein Wallaby auf Koffein? Signal Sounds hat Tom Whitwell von Music Thing Modular in ihren Glasgower Showroom geholt, um das Workshop System zu zeigen – ein eigenständiges, herrlich hands-on Modular-Rig, das mehr Spaß macht als ein Staubsturm auf einem Outback-Rave. Toms Vision dreht sich um spielerische Kreativität statt Menü-Gewühle, und dieses System beweist, dass man weder Millionär noch Lötprofi sein muss, um mitzumischen. Von Community-gebauten Programmkarten bis zu Live-Workshops, bei denen alle – vom blutigen Anfänger bis zum erfahrenen Synth-Freak – dabei sind, fängt dieses Video ein Gear-Ökosystem ein, das auf Teilen, Lachen und einer guten Portion Klangchaos basiert. Wer denkt, Modular sei nur was für die Gatekeeper-Elite, irrt sich gewaltig, Kumpel.

6. Juni 2026
TAS
Signal Sounds x Music Thing Modular: Ein Workshop-System, das ordentlich reinhaut
Music Thing Modular Computer module, Music Thing Modular Workshop System
Ein Modularsystem, das in deinen Rucksack – und ins Budget – passt
Das Workshop System ist nicht das übliche Modular-Monster, das eine eigene Postleitzahl und einen zweiten Kredit braucht. Stattdessen wollte Tom Whitwell etwas Kompaktes, Bezahlbares und Einsatzbereites schaffen – mehr Hosentaschen-Chaos als einschüchternde Labor-Ausrüstung. Die Idee entstand bei einem Kneipengespräch, ausgelöst durch den Bedarf an einem Synth, den jeder bei einem Workshop nutzen kann, ohne ein Vermögen auszugeben oder ein Rack in Surfbrett-Größe zu schleppen. Zugänglichkeit war das Ziel, und Tom wollte, dass die Leute sofort loslegen können, ohne einen Doktortitel im Patchen zu brauchen.
Das Magische: Das Workshop System vereint alles Wesentliche – Oszillatoren, Filter, Slopes (Hüllkurvengeneratoren), Kontaktmikro, Stereo-Eingang und sogar ein Pedal-Interface – alles in einer Plastikbox, die genauso viel Gesprächsstoff liefert wie die Schaltungen darin. Es hat genug klassischen Flair, um die Synth-Nerds glücklich zu machen, ist aber so einfach, dass auch Einsteiger sofort einen Ton herausbekommen. Handy, Field Recorder oder was auch immer – einfach einstöpseln und loslegen. Ein richtiger Spielplatz für kreative Eskapaden.
Schnell, spaßig und ein bisschen verrückt: Toms verspielte Design-Philosophie
Tom Whitwell hat keinen Bock auf Gear, bei dem man erst das Handbuch lesen muss, bevor überhaupt ein Mucks rauskommt. Sein Design-Motto? Schnell, spielerisch und tiefgründig – aber niemals langweilig. Wenn du das Ding in die Hand nimmst und nach fünf Minuten schon lachst, hast du gewonnen. Er setzt auf Reduktion statt Schnickschnack: keine endlosen Encoder-Drehereien, keine Menü-Labyrinthe, sondern fette Regler und sofortige Belohnung. Tom meint: Wenn du nicht grinst oder komische Gesichter bei den Sounds ziehst, hast du was verpasst.
Deshalb widersteht das Workshop System der Versuchung, jeden erdenklichen Schnickschnack einzubauen. Stattdessen ist jedes Modul bewusst simpel gehalten, aber mit ordentlich Charakter – wie eine gute Aussie-Servo-Pie, zählt das Wesentliche. Es gibt genug Eigenheiten, damit es spannend bleibt, aber auch genug Tiefe, um richtig reinzusteigen. Und wer denkt, Modular sei ein Einzelsport: Toms Hang zum Teilen – etwa mit zwei Kopfhörerbuchsen – zeigt, dass er alle mit ins Boot holen will.

"Die Antwort, nach der ich immer suche, ist: Dinge sollten schnell sein, sodass du sie in die Hand nimmst und sofort etwas Eigenes, Interessantes und Persönliches damit machen kannst."
© Screenshot/Zitat: Signal Sounds (YouTube)
Das Computer-Modul: Karten, Code und Community-Power

"Wenn du es kaufst, bekommst du dieses Set: eine MIDI-Karte, einen Turing-Machine-Sequencer, einen Reverb und eine Blanko-Karte, die du mit allem programmieren kannst, was du willst."
© Screenshot/Zitat: Signal Sounds (YouTube)
Das Workshop System ist nicht nur eine Kiste mit Oldschool-Schaltungen – es hat ein digitales Ass im Ärmel: das Computer-Modul. Dieser clevere Teil setzt auf Programmkarten, mit denen du Funktionen schneller wechselst als ein Känguru die Richtung. Jede Karte bringt einen neuen Trick: vom Turing-Machine-Sequencer über Reverb und MIDI bis hin zu einem Looper, den angeblich niemand für möglich hielt – bis die Community das Gegenteil bewies. Das Beste: Jeder kann eigene Programme für diese Karten schreiben, und online gibt’s eine ganze Meute, die ihre neuesten Codes, Hacks und verrückten Ideen teilt.
Diese Offenheit sorgt dafür, dass sich das Workshop System ständig weiterentwickelt. Leute haben alles Mögliche gebaut – von Pixel-zu-Sound-Konvertern bis zu kompletten Patch-Emulatoren, die im Browser laufen. Es ist ein System, das genauso sehr von Zusammenarbeit lebt wie vom Sound – hast du eine Idee, kannst du sie umsetzen und der weltweiten Bastler-Gemeinde präsentieren. Echter DIY-Spirit, auf die nächste Stufe gehoben.
Von Einsteigern bis Noise-Wizards: Echtes Chaos und Kreativität
Du bist kein Synth-Head? Kein Problem – dieses System hat schon alle gesehen: vom absoluten Rookie bis zum Elektronik-Veteranen, die bei Workshops und Gigs loslegen. Toms größte Überraschung: Wie schnell selbst Leute, die noch nie ein Kabel gepatcht haben, den Dreh raus hatten und wilde Sounds machten. Das Schöne am Chaos: Manche Nutzer gehen präzise vor, finden versteckte Töne und Sweetspots, andere drehen voll auf und feiern das Monster-Noise. Es ist wie ein Haufen Kids, die zum ersten Mal alles auf den Grill werfen – chaotisch, unberechenbar und ein Riesenspaß.
Die Showreel der kreativen Anwendungen ist so bunt wie eine Melbourne-Gasse: Einer hat ein Random-Patch-Buch gemacht, ein anderer das System zum Mittelwellen-Radiosender umgebaut, wieder ein anderer hat Regen in Seattle als spielbare Karte umgesetzt. Es gibt Alben, die komplett auf dem System entstanden sind, und Live-Collabs, bei denen Leute Nylonfäden auf Kontaktmikros streichen oder alte Klaviere durch die Filter jagen. Wer denkt, er hätte schon alles gesehen, wird von der Workshop-System-Community jede Woche eines Besseren belehrt.
Community-Spirit: Lernen, Teilen und gemeinsam Grenzen verschieben
Wenn Tom und Signal Sounds eines richtig machen, dann ist es der Community-Gedanke. Die Workshops sind nicht nur Produktshows – sie sind Orte, an denen Leute Ideen austauschen, durch Ausprobieren lernen und merken: Es gibt kein Falsch beim Geräuschemachen. Tom hat kein Interesse am Gatekeeping oder daran, Modular als Geheimbund zu verkaufen; er meint, jeder kann mitmachen, wenn er neugierig ist und ein bisschen frech. Gemeinsames Lernen ist das Geheimrezept – Leute bringen sich gegenseitig was bei, tauschen Patches und denken sich neue Tricks aus.
Ob in Glasgow oder online auf Discord und beim Patch-Tausch: Hier geht’s nicht nur um einen Synth, sondern um eine Bewegung. Das Workshop System lebt davon, dass Leute experimentieren, Fehler machen und gemeinsam lachen. Wer das volle Feeling will, muss das Video sehen – die Energie, das Live-Chaos, die Gruppen-Entdeckungen und spontanen Ideen kann Text allein nicht einfangen. Es ist eine Modular-Szene, die sich mehr wie ein Hinterhof-Treffen anfühlt als wie ein elitärer Club.

"Leute haben auch gesagt, dass man eigentlich gar nicht wirklich mehr dazu kaufen kann."
© Screenshot/Zitat: Signal Sounds (YouTube)
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