tafony stürzt sich kopfüber in die Sonicware CyDrums und serviert digitale Drum-Zerstörung mit einer ordentlichen Portion scharfer Kritik. Erwartet anschlagdynamische Pads, ein labyrinthisches Projekt-System und einen Kompressor, der härter zuschlägt als ein Rave im Lagerhaus. Wer ungefilterte Meinungen zu schräger Hardware sucht, die mehr Tiefgang hat als ein Londoner Schlagloch, ist hier richtig. tafonys Stil? Meinungsstark, nicht gesponsert und garantiert kein Gear-Review von Mutti.

4D Drum Machine: Digitale Eskalation
tafony verschwendet keine Zeit und knallt uns die kompromisslos digitale Persönlichkeit der CyDrums um die Ohren. Vergiss analoge Nostalgie – diese Kiste setzt voll auf eine Soundpalette, die Sonicware selbstbewusst „4D“ nennt. Die Pads sind anschlagdynamisch, mit Aftertouch, und das ganze Konzept schreit nach modernem Mutanten statt Vintage-Kopie. Der Sound-Engine basiert auf Wavetables, Druckmodulation und Velocity-Tricks – alles darauf ausgelegt, dass deine Beats sich verwandeln und mutieren wie ein Sci-Fi-Bösewicht.
Was fehlt? LFOs, überraschenderweise. Wer von Elektron kommt und auf Modulationswahnsinn hofft, muss sich mit Hüllkurven und Velocity-Kurven begnügen. Trotzdem: Die Werkssounds knallen, und die Visuals auf dem Display lassen dich eher ein Raumschiff steuern als nur eine Kick eintippen. Wer statische One-Shots sucht, ist hier falsch – die CyDrums steht für Sounds, die reagieren, sich verändern und sich garantiert nicht still verhalten.

"Sie beschreiben die gesamte Klangwelt, die gesamte Soundpalette dieses Teils als 4D."
© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)
Projekt-Purgatorium: Macken und Wartezeiten

"Das Laden ist ziemlich langsam."
© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)
Bevor du zu euphorisch wirst, lass uns über das Projekt-System der CyDrums reden – ein Labyrinth, das selbst erfahrene Groovebox-Nerds ins Schwitzen bringt. tafony beschreibt das Zusammenspiel von Projekten, Patterns und Kits als „ein bisschen seltsam“ – und das ist noch freundlich formuliert. Mal werden Drum-Kits nicht geladen, mal nur Patterns; manchmal starrst du auf einen leeren Bildschirm und fragst dich, ob du das Ding gebrickt hast oder einfach ein Diagramm im Handbuch übersehen wurde. Das Speichern und Laden von Projekten fühlt sich an wie ein ewiger Ladebildschirm. Wer live ein Projekt laden will, sollte ein Buch dabeihaben – die Wartezeit reicht, um das Publikum und den Lebenswillen zu verlieren.
tafony gibt zu, dass das auch an ihm liegen könnte, aber Fakt bleibt: Die Speicher- und Projektstruktur der CyDrums ist unnötig kompliziert. Kein K.O.-Kriterium, aber definitiv kein Plug-and-Play. Wer auf Elektron-typische Geschmeidigkeit hofft, sollte seine Erwartungen anpassen. Die langsamen Ladezeiten und seltsamen Projektmacken gehören hier einfach dazu.
Hardware: Pads, Ports und die Game-Boy-Illusion
Physisch ist die CyDrums größer als sie in den meisten Videos wirkt – tafony entlarvt die YouTube-Optik-Lüge direkt. Es gibt anschlagdynamische Pads, ein D-Pad und vier fette Encoder, plus genug I/O, um Modular- und Desktop-Fans glücklich zu machen: Analog Sync In/Out, Audio In, eingebauter Lautsprecher und sogar ein Mikrofoneingang (laut tafony eher Relikt als Feature). Das Display? Nicht so winzig wie viele behaupten, aber Luxus ist das nicht.
Der Haken: Trotz Game-Boy-Optik ist das kein Handheld-Jam-Buddy. tafony merkt an, dass das Teil zu groß und unhandlich ist, um es wie einen Tracker zu halten – die meisten Bedienelemente laufen eh über die vier Encoder. Also: auf den Tisch damit, nicht in die Hand. Das D-Pad und die Extra-Buttons sind unterfordert, die Navigation manchmal ein Zwei-Hirnzellen-Job. Wer auf eine kompakte, einhändige Groovebox hofft, wird enttäuscht – das hier ist eher Desktop-Waffe als Taschenrakete.

"Und alle Videos, die ich dazu gesehen habe, sagten, sie sei viel kleiner als gedacht."
© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)
Kompression mit Attitüde

"Hier gibt es einfach diese absolut slammende Kompression."
© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)
Kommen wir zu den Effekten, denn hier haut die CyDrums einen echten Knaller raus: den eingebauten Kompressor. tafony nennt ihn „absolut slammend“ – und das stimmt. Damit kannst du deinen Mix aufpumpen, die Drums zerschmettern und die Boxen grillen, wenn du es drauf anlegst. Hier gibt’s Warehouse-Feeling statt höflichem Mastering-Kleber. Die Multi-Effekt-Sektion ist tief genug für Comb-Filter, Stutter und Beat-Repeat, aber der Kompressor ist das Highlight für Live-Mangling. Willst du, dass deine Kicks klingen, als würden sie von einem LKW überrollt? CyDrums liefert. So ein Feature sollte jede Drum-Machine haben – vor allem, wenn du es gerne dreckig und böse magst.
Jam anschauen, Tiefe fühlen
Ganz ehrlich: So viel 4D-Drum-Wahnsinn passt nicht in einen Artikel. tafonys Video ist vollgepackt mit Jams, Patch-Dives und Momenten, in denen die Sounddesign-Tiefe der CyDrums richtig glänzt. Wer hören will, wie metallische Snares, FM-Kicks und wilde Wavetables in freier Wildbahn klingen, sollte auf Play drücken und das Chaos genießen. Worte reichen nicht – manche Dinge muss man einfach hören und sehen.
Zum YouTube Video:
Latest articles
Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/TafonyYVR
Links von TafonyYVR:
Werbung – Partnerlinks:
Bei einem Kauf über die folgenden Links erhalten wir ggf. eine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Der Link führt zu einer Amazon-Stichwortsuche. Je nach Verfügbarkeit können andere Treffer angezeigt werden.
🔗 Preis auf Amazon prüfen

