SoulBrix Music packt das Teenage Engineering EP-40 aus: Riddim-Maschine oder Plastik-Enttäuschung?

18. Dezember 2025

SPARKY

SoulBrix Music packt das Teenage Engineering EP-40 aus: Riddim-Maschine oder Plastik-Enttäuschung?

SoulBrix Music stürzt sich kopfüber ins Teenage Engineering EP-40 Riddim – samt seinem schrägen Sidekick, dem TingFX-Mikro. Das hier ist kein gewöhnliches Unboxing: Erwartet ehrliche Ersteindrücke, bissige Kommentare und eine gesunde Portion Skepsis beim Thema Verarbeitungsqualität. Wer keine weichgespülten Gear-Reviews will und wissen möchte, ob dieser Taschensampler ein Rave-Werkzeug oder doch nur Spielzeug ist, ist hier goldrichtig. Spoiler: Das Demo kommt erst in Teil zwei – also Batterien noch nicht einpacken.

Das EP-40: Partystarter im Taschenformat

SoulBrix Music legt direkt los mit dem Teenage Engineering EP-40 – ein Sampler, so kompakt, dass er in deiner Hoodie-Tasche verschwinden könnte. Das ist nicht einfach nur eine geschrumpfte Groovebox – das Teil ist für schnelle Jams und Sofort-Spaß gebaut, genau das, was man nach dem Main-Set auspackt, wenn das große Setup schon dunkel ist. Der Creator hatte das Gerät schon seit den EP-133-Tagen im Auge, aber zurückgehalten, weil der SP-404 einfach mehr kann als das alte Modell.

Doch das EP-40 verspricht mehr als nur ein Aufguss. Es hat diesen typischen Teenage-Engineering-Vibe – schräg, bunt und kompromisslos verspielt. SoulBrix macht klar: Hier geht’s nicht darum, die großen Maschinen zu ersetzen, sondern einfach Spaß zu haben und vielleicht spontan Inspiration zu finden. Wer Geräte liebt, die zum Rumprobieren einladen, wird hier schon hellhörig.


Upgrades, die wirklich zählen

Kommen wir zu den Upgrades. Das EP-40 verdoppelt den Speicher seines Vorgängers – von mickrigen 64 MB auf immerhin 128 MB. Für einen Taschensampler reicht das, um ordentlich abzuspacken, ohne mitten im Jam an die Speichergrenze zu stoßen. Das große Ding? Es gibt jetzt einen eingebauten Synth-Engine – endlich nicht mehr nur Sample-Player, sondern auch Soundmacher. Das ist mal ein echtes Upgrade, kein schnödes Firmware-Update.

SoulBrix merkt an, dass die reggae-lastigen Samples und das bunte Design nicht jedermanns Sache sind (vor allem, wenn man mit Skanks – den Reggae-Sounds, nicht den Dancefloor-Typen – nichts anfangen kann). Aber das Schöne: Man kann die Werksounds einfach gegen eigene austauschen. Das EP-40 entwickelt sich zum flexiblen kleinen Biest, bereit für jedes Genre.

Es verdoppelt im Grunde den Speicher des ursprünglichen EP-133, der 64 hatte, jetzt sind es 128 Megabyte.

© Screenshot/Zitat: Soulbrixofficial (YouTube)

TingFX: Mikrofon oder Spielzeug?

Jetzt zum Joker: das TingFX-Mikrofon. Es kommt mit der EP-40-Launch-Edition und verspricht eingebaute Effekte, Sample-Trigger und sogar einen Bewegungssensor. Auf dem Papier klingt das wie das Karaoke-Gadget eines verrückten Professors. In echt? Beim Auspacken entpuppt sich das Teil eher als Fisher-Price denn als Pro-Audio. SoulBrix nimmt kein Blatt vor den Mund: Das Mikro fühlt sich leicht, billig und wenig vertrauenerweckend an.

Trotzdem gibt’s Hoffnungsschimmer. Das TingFX wird per normalem 3,5mm-Klinkenstecker angeschlossen und kann so an alles ran, was das akzeptiert – vielleicht sogar ans Handy, wenn man mutig ist. Einen Sturz wird es wohl kaum überleben, aber für ein bisschen Chaos im nächsten Jam könnte es taugen. Ob Gimmick oder Geheimwaffe, bleibt offen – Neugier weckt es allemal.


Erster Eindruck: Solider Klotz trifft Plastik-Kumpel

Es ist tatsächlich etwas schwerer, als ich dachte, und auch stabiler.

© Screenshot/Zitat: Soulbrixofficial (YouTube)

Zurück zum Hauptdarsteller: das EP-40 selbst. SoulBrix ist positiv überrascht vom Gewicht und der Stabilität – viel robuster als erwartet, ganz anders als das federleichte TingFX. Das Layout erinnert an das EP-133, aber mit neuen Icons und etwas ernsterem Look. Die Hoffnung bleibt, dass die berüchtigten Fader-Probleme des Vorgängers hier nicht wieder auftauchen.

Das TingFX hingegen wirkt, als würde es schon beim ersten Sturz in den Müll wandern. Die Buttons sind billig, der Trigger wackelig, und insgesamt hat das Teil die Ernsthaftigkeit eines Spielzeugmikros aus der Grabbelkiste. Trotzdem: Beide Geräte stehen bereit für den Härtetest. Wer wissen will, wie sie sich im echten Jam schlagen (und ob das TingFX überlebt), muss auf die nächste Folge warten.

Neugier entfesselt: Das Demo kommt

SoulBrix schließt mit Batterien in der Hand ab – bereit, ins EP-40-Workflow-Chaos zu springen. Die Neugier ist echt: Wird das Teil zur Rave-Waffe im Taschenformat oder bleibt’s beim schrägen Gadget, das Staub sammelt? Die Vorfreude ist ansteckend, und das Versprechen eines Hands-on-Demos in Teil zwei macht Lust auf mehr.

Wer hören will, wie EP-40 und TingFX wirklich klingen, muss das Video schauen (und auf die Fortsetzung warten). Manche Dinge lassen sich eben nicht in Worte fassen – den Toaster-Fight muss man selbst sehen und hören.


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