Starsky Carr taucht kopfüber in den Sonicware ELZ_1 Core ein – ein massiver Desktop-Synth mit 18 Engines und null Gedöns. Vergiss Lautsprecher und Looper – diese Kiste ist pures Sound-Material, stapelt samtige Pads, dreckiges FM und Lo-Fi-Dreck in einem schweren Metallbrocken. Wer einen tragbaren Rave-Bunker sucht, ist hier falsch. Wer einen Synth will, der nur abliefert, ist bei Starsky richtig. Das Video ist vollgepackt mit Patch-Basteleien, schmutzigen Tricks und britischem Witz.

17. September 2026
SPARKY
Starsky Carr entfesselt den Sonicware ELZ_1 Core: 18 Engines, keine Kompromisse
Achtzehn Engines, ein Sound-Panzer
Starsky Carr verschwendet keine Zeit: Der ELZ_1 Core stopft 18 Synth-Engines in einen tischfreundlichen Klotz voller Attitüde. Schon die ersten Patch-Demos liefern alles von cremigen Pads bis zu fiesen Lo-Fi-Lärmwänden – kein Keyboard, kein Lautsprecher, nur Engines, die sofort loslegen. Bis zu drei Engines lassen sich gleichzeitig stapeln – für noch mehr Dreck oder Finesse, je nach Laune. Es ist die dritte ELZ_1-Generation, jetzt schwerer, böser und ohne Batterien oder eingebauten Lautsprecher – also kein Straßenmusiker-Spielzeug mehr.
Stattdessen gibt’s einen Metallbrocken, der sich eher wie eine Synth-Waffe als wie ein Spielzeug anfühlt. MIDI-In, USB-Host und Audio über USB machen ihn perfekt für moderne Studio- oder Live-Setups. Starsky ist sichtlich begeistert von der Vielseitigkeit – mal zaubert er samtige Pads, dann wieder experimentellen Noise. Wer alles will – von Rave-Hymnen bis Modular-Chaos – bekommt hier das volle Brett. Aber überzeugt euch selbst: Starskys Patch-Demos sind pures Ohrfutter und zeigen, wie weit man diese Kiste treiben kann.

"Das Teil hat 18 Synth-Engines und du kannst drei davon gleichzeitig layern."
© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)
Interface: Schnell, direkt, erstaunlich zugänglich
Trotz mehr Features als ein Schweizer Taschenmesser bleibt das Interface kinderleicht. Starsky führt durch die Mode-Buttons – Oszillator, Hüllkurven, Filter, Effekte, Sequencer – und macht klar: Für die Programmierung braucht man keinen Doktortitel. Fünf Hauptregler wechseln je nach Menü ihre Funktion: Oszillator-Typen, Filtermodulation oder Effekte? Einfach drehen. Alles ist so angeordnet, dass der kreative Flow nicht im Menü-Dschungel stecken bleibt.
Auch das Patch-Management ist angenehm simpel. 512 Speicherplätze, vier Bänke und ein cleveres Macro-System, mit dem sich drei Parameter gleichzeitig modulieren lassen. Starsky zeigt schnelles Browsen durch Kategorien und die drei Macros – jedes mit eigenen Modulationszielen. Sogar tiefes MIDI-CC-Mapping ist drin. Das ist eine Kiste für Einsteiger und Hardcore-Synth-Nerds. Komplexe, lebendige Patches sind in Minuten gebaut, ohne dass der Groove an endlosen Tastendrücken stirbt.
Bauqualität: Metall statt Plastik, Core statt Play
Vergiss das Plastik-Feeling des ELZ_1 Play – die Core-Version ist ein echter Brocken. Starsky hebt das Gewicht (1,3 kg), das massive Feeling und den klaren Schritt weg vom tragbaren Gadget hin zur ernsthaften Desktop-Hardware hervor. Keine Batterien, kein Lautsprecher, kein Sync In/Out. Dieses Teil will auf deine Tasten oder ins Studio, nicht in den Rucksack.
Eine bewusste Design-Entscheidung: Der Core ist für Spieler und Produzenten, die etwas Solides auf dem Tisch oder der Bühne wollen – nicht zum Herumklimpern im Bus. Die Fake-Holz-Seiten sind vielleicht Geschmackssache, aber Starsky zuckt mit den Schultern: Das Gehäuse fühlt sich einfach richtig an und das Metall verleiht ihm eine Robustheit, die dem Play fehlt. Wer einen Synth sucht, der auch einen Toaster-Fight im Club überlebt, ist hier richtig.
Klangspielplatz: Wavetables, FM und pures Chaos

"Alles klingt wirklich, wirklich gut."
© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)
Klangbeispiele? Starsky entfesselt das volle Arsenal des ELZ_1 Core: Waldorf-Wavetables, fieses FM, Low-Bit-Memory-Waves, Custom-Oszillatoren, DNA Explorer, SiGRINDER, Karplus–Strong und mehr. Jede Engine bringt ihren eigenen Charakter – von fetten Trance-Leads bis zu zerfallendem Granular-Irrsinn. Die Kiste kann sogar eigene Wellenformen samplen und als spielbare Sounds nutzen. Starsky baut Schritt für Schritt einen Patch und zeigt, wie schnell man von dicken PPG-Sweeps zu metallischen, experimentellen Texturen kommt.
Das Beste: Die Effekte sind genauso wild. Insert, Modulation, Delay und Master-Effekte stapeln Reverb, Chorus, Grain-Delays, Bitcrusher und Vinyl-Noise zu echtem Lo-Fi-Himmel oder satten Ambient-Flächen. Sequencer und Arpeggiator sorgen für noch mehr Chaos. Die Bandbreite ist erschöpfend – im besten Sinne. Wer jedes Detail will, sollte Starskys Patch-Runs anschauen. Kein Text kann das Sound-Gemetzel beschreiben, das er aus der Kiste holt.
Grenzen und das echte Urteil
Natürlich ist nichts perfekt – nicht mal ein Synth, der wie für Rave-Kommandos gebaut wirkt. Starsky nennt ein paar Schwächen: Der Sequencer ist wegen des kleinen Displays beim Editieren etwas fummelig, und manche Modulationen gehen nicht so tief wie man es sich wünschen würde (kein LFO-Rate-Mod per Hüllkurve – schade!). Ohne Looper und Lautsprecher ist das kein All-in-One-Jam-Gerät, aber das ist auch nicht die Zielgruppe.
Der Core setzt auf Qualität, Flexibilität und eine Bauweise, die auch im Live-Einsatz nicht schlappmacht. Starskys Fazit? Ein cleverer, inspirierender kleiner Synth für alle, die auf engem Raum ein riesiges Klangspektrum brauchen – ideal für Gigs, Studio-Layering oder einfach zum Ausprobieren. Wer den vollen Eindruck will, sollte das Video aufdrehen und selbst entscheiden, ob der Core einen Platz im eigenen Bunker verdient.
Zum YouTube Video:
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https://www.youtube.com/StarskyCarr
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