Starsky Carr entfesselt die Bullfrog Drums: Kein Kinderspielzeug, sondern ein Biest

19. Mai 2026

SPARKY

Starsky Carr entfesselt die Bullfrog Drums: Kein Kinderspielzeug, sondern ein Biest

Lass dich von den bunten Knöpfen und dem klobigen Plastik nicht täuschen – die Erica Synths Bullfrog Drums sind kein Spielzeug. In seinem unverwechselbaren Stil taucht Starsky Carr kopfüber in diese farbenfrohe Groovebox ein und legt Schicht für Schicht frei, was für ein tiefgründiges Gerät hier wirklich steckt. Vom Sampling direkt am Gerät bis zu Parameter-Locks, die selbst eine Digitakt ins Schwitzen bringen würden: Diese Kiste ist gemacht für Bedroom-Producer und Bühnen-Performer gleichermaßen. Wer eine Drum Machine sucht, die vom Kinderzimmer bis zum Rave-Bunker alles mitmacht, bekommt hier den vollen Durchblick. Spoiler: Sie kann weit mehr als nur gut aussehen.

Bunt wie Zuckerwatte, aber hart im Nehmen: Erste Eindrücke

Starsky Carr spricht gleich zu Beginn das Offensichtliche an: Die Bullfrog Drums sehen aus, als kämen sie direkt aus dem Spielwarenladen – aber lass dich nicht täuschen. Das Design ist klobig, farbenfroh und einladend – eindeutig für Einsteiger und jüngere Nutzer gedacht. Doch das hier ist kein billiger Plastikbomber. Die Zusammenarbeit mit Richie Hawtin hatte das Ziel, ein Gerät zu schaffen, das einfach genug für Kids, aber tiefgründig genug für Profis ist. Starsky macht klar: Erica Synths hat diesen Spagat gemeistert.

Hinter der verspielten Fassade steckt eine Maschine mit überraschender Power. Das Betriebssystem stammt von den Hex Drums, und die Cherry-Style Step-Tasten sind eine Hommage an die 909. Das Ergebnis? Ein Gerät, das sofort Spaß macht, aber genug Tiefe bietet, um selbst den abgebrühtesten Producer stundenlang zu beschäftigen. Wer hier nur eine Pfütze erwartet, wird schnell merken: Das Wasser ist tief.

Was wir am Ende bekommen haben, ist ein Gerät, das relativ einfach zu bedienen ist, aber in die Tiefe gehen kann.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Feature-Overkill: Sampling, Locks und Live-Tricks

Du kannst das hier als Sampler benutzen.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Starsky taucht direkt in das Arsenal der Bullfrog ein. Sampling ist hier kein Nebenschauplatz – egal ob mit eingebautem Mikro, Line-In oder per Drag-and-Drop via USB. Sieben Sample-Spuren und eine eigene CV/Gate-Spur bedeuten: Drums und Synths laufen komplett aus einer Box. Jede Spur bekommt ihre eigenen Parameter: Pitch, Decay, Loop Point, Cutoff, Resonance, Drive und Pan. Und ja, du kannst alles parameterlocken – sogar Sample-Start und -Ende.

Performance-Features sind kein Nachgedanke. Mutes, Solos, globale Filter-Sweeps und Echtzeit-Tweaks machen das Teil zum Traum für Live-Performer. Song-Modus? Fehlanzeige. Hier geht’s um Patterns und Kits, mit vier Bänken à 16 Patterns. Die Bullfrog Drums ist gebaut für Hands-on-Chaos, nicht für Excel-Tabellen. Wer es wild mag, wird hier glücklich.

Gebaut wie ein Panzer, bereit für den Clubkrieg

Starsky hebt die Verarbeitungsqualität früh hervor – klobig, massiv und bereit, einen Toaster-Fight im Club zu überstehen. Die Cherry-Tasten sind ein Genuss, und das ganze Gerät schreit förmlich „Profi-Gear“, trotz des verspielten Looks. Das hier ist kein Plastikspielzeug, sondern eine echte Maschine für Studio und Bühne. Wer genug von wackeligen Kisten hat, die beim ersten Bassdrum-Schlag einknicken, findet in den Bullfrog Drums einen echten Begleiter für die Nacht.


Microtiming-Wahnsinn und Wahrscheinlichkeits-Power

Jetzt wird’s spannend: kreative Sequencing-Tricks. Microtiming erlaubt es, Steps nach vorne oder hinten zu schieben – für Groove und Swing, die deine Beats atmen lassen. Ratchets und Rolls sorgen für glitchige Fills, und das Odds/Probability-System bringt Leben in die Patterns – Schluss mit langweiligen Loops. Starsky zeigt, wie man Hits nur jeden zweiten Takt oder einmal in acht Takten triggert. Die Bullfrog wird so zum Spielplatz für generative Rhythmen.

Parameter-Locks gehen tief: Sample-Start, -Ende und sogar Fake-Time-Stretching per Step-Slicing sind drin. Das Ergebnis? Aus sieben Spuren holst du viel mehr raus, als du denkst. Wer sehen will, wie wild das werden kann, muss das Video schauen – Starskys Hands-on-Demos zeigen, wie das Chaos wirklich klingt.

Schauen wir uns jetzt ein paar Performance-Funktionen an.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Das muss man hören, um es zu glauben

Egal wie viele Features Starsky aufzählt – die Magie steckt im Sound und im Workflow. Die Bullfrog Drums lebt in den Performance-Jams und Sample-Mangling-Sessions – das kann kein Text der Welt einfangen. Wer Punch, Swing und den echten Spaß erleben will, muss Starsky in Aktion sehen. Glaub mir, deine Lautsprecher werden es dir danken.


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