Bereit, das Piano-Roll zu vergessen und in den vertikalen Strudel einzutauchen? The Unperson nimmt den Polyend Tracker+ unter die Lupe – komplett ohne Tracker-Erfahrung im Gepäck. Was als fremdes Terrain beginnt, wird schnell zum Spielplatz für brutale Beats, fiese Step-Effekte und Synth-Engine-Spielereien. Erwartet schnelle Moves, ehrliche Geständnisse und ein paar Momente, in denen das Handbuch böse angeschaut wird. Wer denkt, Tracker seien nur was für Chiptune-Nerds, bekommt hier vielleicht eine gescheuert. Das wird eine wilde Fahrt – und glaub mir, diese Groovebox wartet nicht auf Nachzügler.

1. Juni 2026
SPARKY
The Unperson im Härtetest: Polyend Tracker+ von Null auf Chaos
Vertikales Chaos: Tracker vs DAW
Der Polyend Tracker+ bringt nicht nur einen neuen Workflow – er schnappt sich deine linearen DAW-Gewohnheiten, schleudert sie herum und schickt sie in den Rave-Bunker. Statt dem üblichen Links-nach-Rechts-Scrollen läuft hier alles vertikal, stapelt Patterns so, dass dein Piano-Roll wie Steinzeit wirkt. Acht Sample-Tracks und acht MIDI-Tracks marschieren im Gleichschritt, und du kannst pro Step völlig unterschiedliche Samples, Noten und Effekte programmieren.
Wenn du genug hast vom Kästchenmalen in Ableton oder Logic, ist dieses Layout ein frischer Hauch Chaos. Tief in der UI versteckt, kann selbst ein einzelner Track wahnsinnig komplex werden. Ein echtes Straßenwerkzeug für alle, die ihre Beats dicht, randomisiert und ein bisschen unberechenbar mögen. Hier gibt’s kein Händchenhalten – nur Zahlen, Steps und sofortige Ergebnisse, mit gelegentlichen „Was hab ich da gerade gemacht?“-Momenten.
Erste Schritte: Sofortiger Groove, kein Netz
Obwohl The Unperson noch nie einen Tracker angefasst hat, springt er direkt rein und hämmert Beats raus – mit einer Mischung aus Naivität und Sturheit. Samples laden geht fix – einfach aus den internen Packs auswählen, Kicks, Hats und Snares ins Projekt werfen, und los geht’s. Der Workflow ist so direkt, dass du Mausgeklicke und endlose Menüs sofort vergisst.
Pattern aufnehmen, Swing hinzufügen, Sequenzen duplizieren – alles in Sekunden erledigt. Willst du von 32 auf 64 Steps verlängern? Ein Knopfdruck reicht. Der Tracker+ will, dass du dich austobst und schnell arbeitest – keine Zeit für Umwege. Wer eine Groovebox sucht, die Tracks aus dem Bauch heraus entstehen lässt, wird hier süchtig.

"Es ist bei weitem nicht so schwierig, wie ich dachte."
© Screenshot/Zitat: Theunperson (YouTube)
Tiefe Schnitte: Step-Effekte & Synth-Power

"Diese Synths sind wirklich tief. Im Patch-Edit gibt es unendlich viele Parameter zum Ausprobieren."
© Screenshot/Zitat: Theunperson (YouTube)
Hier zeigt der Tracker+, was er kann. Step-Effekte geben dir chirurgische Kontrolle – Rolls, Random Notes, Filter-Spielereien, alles pro Step und stapelbar. The Unperson zeigt, wie man damit aus simplen Patterns totales Chaos macht – mit ein paar Tweaks wird’s wild und glitchy. Die Master-Effekte sind ein weiteres Kaninchenloch: 12 verschiedene FX, Pitch-Shifts, Delays, Step-Repeater – alles drauf und ab dafür. Wer Beats mag, die sich ständig verdrehen und mutieren, kommt hier voll auf seine Kosten.
Und wenn du denkst, es geht nur um Samples, springen die internen Synth-Engines aus dem Schatten. Fünf Stück: Percussion, FM, virtuell-analoger Poly und Mono, plus eine ACID-Engine für die späten 303-Nächte. Jede Menge Parameter und Patch-Slots – das ist nicht nur ein Sampler, sondern ein ausgewachsener Sounddesign-Toaster-Fight.
Lernkurve: Von Ahnungslos zu Angefixt
The Unperson macht keinen Hehl daraus – einen Tracker zum ersten Mal zu benutzen fühlt sich an wie Fahrradfahren mit eckigen Rädern. Aber sobald das Muskelgedächtnis greift, entpuppt sich der Tracker+ als eines der spaßigsten und inspirierendsten Geräte auf dem Tisch. Klar, manchmal muss das Handbuch her (und vielleicht wird auch geflucht), aber die Belohnung ist Musik, die ganz anders klingt als der übliche DAW-Kram.
Es geht darum, Gewohnheiten zu brechen, kreative Mauern einzureißen und neue Workflows zu entdecken, die dich aus der Komfortzone holen. Die Begeisterung von The Unperson steckt an – man merkt, dass diese Groovebox schon jetzt die eigene Herangehensweise verändert. Wer bereit ist, sich mal zu verirren, wird mit neuen Ideen und echtem Spieltrieb belohnt.
Sehen, hören: Video schlägt Text
Mal ehrlich: Kein Artikel fängt das Quietschen, Chaos und die Geschwindigkeit einer Tracker+-Session ein. Wer sehen will, wie die Beats wirklich entstehen – und wie dreckig Step-Effekte und Synths klingen können – muss das Video schauen. Da gibt’s mehr als nur Button-Drücken und Menü-Geklicke; hier sieht man die echte Lernkurve, inklusive Fehler. Also, gönn dir!
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