Der UDO Audio Super 8 ist kein gewöhnlicher Polysynth – es handelt sich um eine bi-timbrale, modulationsreiche Maschine für alle, die nach sich stetig verändernden, vielschichtigen Texturen suchen. Im offiziellen Video führt Hazel Mills den Super 8 vor und zeigt, wie dessen dualer Sound-Engine, flexible Modulationsmatrix und intuitive Bedienelemente für selbst-evolving Patches genutzt werden können. Wie typisch für UDO Audio steht die Spielfreude und klangliche Tiefe im Mittelpunkt, mit einer klaren Einladung zum Experimentieren und Ausreizen der Möglichkeiten. Wer wissen will, wie Modulationsquellen und -ziele in einem modernen Hybridsynth zusammenspielen, sollte sich dieses Walkthrough nicht entgehen lassen.

10. September 2024
MILES
UDO Audio Super 8: Bi-Timbrale Abenteuer im sich entwickelnden Sound
Bi-Timbrale Grundlagen: Das Layer-Prinzip des Super 8
Der UDO Super 8 wird als bi-timbraler Synthesizer vorgestellt, der zwei eigenständige Klangschichten gleichzeitig spielen kann. Hazel Mills erklärt, dass jede Schicht als eigener Patch behandelt werden kann, beide aber zusammen ausgelöst werden – das eröffnet eine Welt komplexer, sich entwickelnder Texturen. Diese Dual-Layer-Architektur steht im Zentrum der Klanggestaltung des Super 8 und ermöglicht ein raffiniertes Zusammenspiel von Stimmen und Modulationsquellen.
Was diese Klänge wirklich „immerwährend entwickelnd“ macht, ist der Einsatz von Modulation mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Intensitäten über beide Layer hinweg. Da sich die Modulationszyklen selten decken, entstehen organisch driftende Patches, die offensichtliche Wiederholungen vermeiden. Dieser Ansatz ist ideal für alle, die wollen, dass ihre Sounds atmen und sich verändern, statt vorhersehbar zu loopen – ganz im Sinne von UDO Audios Philosophie für inspirierendes, hands-on Spiel.

"Es wird immer ein Element von rhythmischer Verschiebung oder Zeitverschiebung geben, was bedeutet, dass sich nichts wiederholt."
("There's always going to be an element of rhythmic displacement as it were or time displacement which means nothing is going to repeat.")© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Modulation in Bewegung: LFOs, Hüllkurven und Ziele

"Envelope 1 ist als Loop eingestellt, wirkt also ein bisschen wie ein LFO, und die Attack ist ziemlich langsam, ebenso wie das Decay."
("Envelope 1 which is set to loop so it's kind of acting a bit like an LFO in that sense and the attack is quite slow and the decay is quite slow as well.")© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Hazel zerlegt das zentrale Modulationswerkzeug des Super 8: Zwei LFOs und eine Hüllkurve, die jeweils auf wichtige Klangparameter geroutet werden können. LFO 1, LFO 2 und Envelope 1 bilden das Rückgrat der Bewegung im Patch und können Ziele wie Filter-Cutoff, Oszillatormix und Wellenform-Morphing ansteuern. Das Wechselspiel dieser Quellen verleiht dem Super 8 seinen sich entwickelnden Charakter.
Im unteren Layer des ersten Performances ist DDS1 auf Triangle und DDS2 auf Sägezahn gestellt, beide in derselben Oktave. Envelope 1, als Loop mit langsamer Attack und Decay, moduliert das Filter – wirkt also quasi wie ein langsam laufender LFO. LFO 1, mit schnellem Square-Wave, moduliert ebenfalls das Filter und bringt rhythmische Impulse ein. Das Besondere: LFO 2 moduliert die Intensität von LFO 1 auf das Filter, wodurch eine dynamische, sich ständig verändernde Modulationstiefe entsteht, die den Sound lebendig hält.
Im oberen Layer steht das langsame Morphing zwischen alternativen Wellenformen von DDS1 im Fokus, gesteuert von LFO 1 im Sinusmodus. LFO 2 moduliert den Mix zwischen DDS1 und DDS2, sodass das Klangverhältnis ständig im Fluss bleibt. Aftertouch ist clever auf die Geschwindigkeit von LFO 1 gelegt, was eine polyphone, expressive Echtzeitmanipulation des Morphings ermöglicht – ein weiteres Detail, das die Unvorhersehbarkeit jeder Note steigert.
Performance-Showcases: Zwei Wege zu sich entwickelnden Layers
Das Video präsentiert zwei unterschiedliche Performances, die jeweils verschiedene Modulationsstrategien hervorheben. In der ersten sorgt das Zusammenspiel aus geloopter Hüllkurve, mehreren LFOs und Aftertouch für eine üppige, langsam wandernde Klanglandschaft. Die Modulationsquellen interagieren so, dass keine Wiederholung gleich klingt – rhythmische und klangliche Veränderungen entfalten sich kontinuierlich.
Die zweite Performance setzt auf ausgeprägtere Stereobewegung und rhythmisches Pulsieren. Hier moduliert LFO 1 (Square) das Filter, während LFO 2 (Sinus) die Tiefe dieser Modulation steuert. Delay-Sync und Hüllkurven-gesteuerter Oszillatormix sorgen für zusätzliche Komplexität – das Ergebnis ist eine binaurale, fast hypnotische Textur, die zeigt, wie vielseitig der Super 8 in subtilen wie dramatischen Klangrollen agieren kann.

"Es ist wie auf See zu sein."
("It's like being out at sea.")© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Layering-Techniken: Aftertouch, Modulation und ständige Evolution
Hazel demonstriert, wie sich mehrere Klangschichten mit kreativer Modulation zu ständig wandelnden Sounds verbinden lassen. Im unteren Layer der zweiten Performance entsteht das rhythmische Pulsieren nicht durch Arpeggiator oder Sequencer, sondern durch LFO-gesteuerte Filtermodulation und Delay-Sync. Der Mix zwischen den Oszillatoren wird von einer geloopten Hüllkurve moduliert, wodurch Oktavsprünge und dynamische Mischungen entstehen.
Im oberen Layer läuft ein Arpeggiator, und zwei Modulationsquellen (LFO 1 und Envelope 1) steuern das Filter, jeweils mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. LFO 2 moduliert den Oszillatormix, sodass DDS2 gelegentlich durchscheint. Das Ergebnis ist ein Patch, bei dem Filterbewegung, Oszillatorblending und rhythmische Elemente permanent im Wandel sind – angetrieben von interner Modulation und Performance-Gesten wie Aftertouch.
Eine Einladung zum Experimentieren: Evolving Sounds in deinen Händen
Hazel schließt das Video mit der Einladung, diese Modulations- und Layering-Techniken selbst auszuprobieren. Die Architektur des Super 8 belohnt Neugier und Experimentierfreude und ist ein ideales Spielfeld für alle, die mehr als statische Patches wollen. Ob subtile Bewegung oder wilde, unvorhersehbare Texturen – die Werkzeuge sind vorhanden und warten auf das nächste Patch-Abenteuer.
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