Der Super 8 von UDO Audio ist nicht einfach nur ein weiterer Hybrid-Polysynth – er ist ein Spielplatz für alle, die ihr Equipment gern über das Offensichtliche hinaus ausreizen. Im offiziellen Video zeigt Hazel Mills, wie sich der analoge Filter des Super 8 zur Selbstoszillation bringen lässt und so effektiv als dritter Oszillator dient. Die Präsentation reicht von Kalibrierungs-Kniffen bis zu Layering-Tricks und eröffnet eine Welt neuer Sounddesign-Möglichkeiten. Ganz im Sinne von UDO Audios „Power of Play“-Philosophie steht dabei das praktische, spielerische Ergebnis im Vordergrund – nicht das Menü-Gewühle. Wir schauen uns an, was wirklich möglich ist, wenn der Filter zur Klangquelle wird.

13. August 2024
MILES
UDO Audio Super 8: Filter-Selbstoszillation und klangliche Alchemie
Vom Filter zum Oszillator: Der UDO-Ansatz
Der Super 8 von UDO Audio wird nicht nur als leistungsstarker Hybrid-Polysynth präsentiert, sondern als Instrument, das kreatives Patchen belohnt. Hazel Mills demonstriert im Video, wie sich der Filter des Geräts als selbstoszillierender Oszillator zweckentfremden lässt – ein klassischer Analog-Trick, der hier besonders zugänglich gemacht wird. Durch das Stummschalten der Hauptoszillatoren und das Hochdrehen der Resonanz beginnt der Filter zu schwingen und eröffnet neue Wege im Sounddesign.
Diese Methode ist mehr als eine technische Spielerei; sie ist ein praktischer Weg, mehr Stimmen und Klangfarben aus einem einzigen Synth herauszuholen. Das Ganze wird als „Hack“ vorgestellt, der bei allen Super Series-Modellen von UDO funktioniert, doch gerade das Interface des Super 8 macht es besonders direkt. Das Video bereitet damit den Boden für Themen wie Tuning, Kalibrierung und Layering – alles aufbauend auf diesem grundlegenden Filter-Trick.

"Ich zeige euch, wie ihr den Filter in einen weiteren Oszillator verwandeln könnt."
("I'm gonna show you how you can turn the filter into another oscillator.")© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Resonanz, Key-Tracking und das Prinzip der Selbstoszillation

"Jetzt reagiert er auf die Tonhöhe der Tasten."
("You'll hear it is now responding to the pitch of the keys.")© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Hazel führt Schritt für Schritt durch den Prozess der Selbstoszillation. Mit hoher Resonanz beginnt der Filter zu singen, aber zunächst erklingt auf jeder Taste derselbe Ton – musikalisch wenig brauchbar. Der Clou ist das Aktivieren des Key-Trackings, wodurch die Filterfrequenz der Tastatur folgt und das Ganze spielbar wird.
Dabei geht es nicht nur um das Umlegen eines Schalters; das Video macht deutlich, dass das Verhalten des Filters durch und durch analog ist – mit allen Eigenheiten, die das mit sich bringt. So entsteht eine Klangquelle, die flexibel und charaktervoll ist, aber auch eine gewisse Unberechenbarkeit mitbringt – ideal für alle, die ein bisschen „Schräglage“ im Patch zu schätzen wissen.
Kalibrierung und Analog-Charakter: Den Filter musikalisch stimmen
Damit der Filter die Tonhöhe sauber verfolgt, ist eine kleine Kalibrierung nötig – ein Tribut an die analoge Schaltungstechnik. Hazel zeigt, wie es geht: Eine Tastenkombination startet eine Auto-Tune-Routine, begleitet von einer charmanten R2D2-artigen Sequenz. Danach ist das Pitch-Tracking des Filters deutlich zuverlässiger und für Melodien einsetzbar.
Selbst nach der Kalibrierung bleibt der Filter des Super 8 analog durch und durch. Die Stimmung kann per Cutoff-Regler entweder nach Gehör, mit einem Tuner oder durch Abgleich mit einem der Hauptoszillatoren erfolgen. So bleibt es dem Nutzer überlassen, ob er perfekte Stimmung will oder lieber die Eigenheiten und den Drift der Schaltung genießt.

"Das ist ein analoger Filter und der braucht ein bisschen Kalibrierung, wenn er wirklich genau stimmen soll."
("This is an analogue filter and does require a little bit of calibration if you want it to be quite accurate in its pitching.")© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Layering, Modulation und die Erweiterung des Klangspektrums
Mit dem Filter als drittem Oszillator zeigt Hazel verschiedene Sounddesign-Techniken. Sie demonstriert, wie sich durch Hüllkurvenformung und Effekte wie Chorus der selbstoszillierende Filter in E-Piano-artige Klänge verwandeln lässt. Pitch-Modulation erfolgt über LFOs auf den Filter-Cutoff, da dieser nun direkt die Tonhöhe steuert.
Richtig spannend wird es beim Layering mit DDS1 und DDS2. Durch geschicktes Stimmen der Quellen entstehen satte, schwebende Texturen, Orgel-artige Harmonien oder sogar Glockenklänge, wenn Intervalle wie Quinten oder Terzen eingestellt werden. Auch Crossmodulation ist möglich: DDS2 moduliert den Filter für metallische, ringmodulatorähnliche Effekte. Die Architektur des Super 8 lädt geradezu dazu ein, Oszillatoren zu stapeln und zu verbiegen.
Doppelte Layer und Panning: Das Super 8 ausreizen

"Stellt euch vor, was passiert, wenn ihr beide Layer kombiniert und zwei verschiedene Dinge laufen lasst."
("So, imagine what you can do if you combine the two layers and have two different things going on.")© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Das Dual-Layer-Design des Super 8 bietet noch mehr kreativen Spielraum. Hazel betont, dass alles Gezeigte bisher nur auf einer Ebene stattfand – mit zwei Layern lassen sich komplexe, sich entwickelnde Texturen erschaffen. Unterschiedliche Sounds oder Intervalle pro Layer und gezieltes Panning im Stereofeld ermöglichen detailreiche, räumliche Patches.
Dieser letzte Abschnitt ist ein Aufruf zum experimentellen Programmieren. Das Video ermutigt, Layers, Modulation und Filter-Tricks zu kombinieren, um weit über klassische Subtraktiv-Sounds hinauszugehen. Ein passendes Fazit, das UDO Audios Bekenntnis zu spielerischer, hands-on Synthese unterstreicht.
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