UDO Audio meldet sich mit einer Patchwork-Challenge zurück und stellt Hazel Mills vor die Aufgabe, die markanten Synth-Sounds von CARIBOUs ‚Honey‘ auf dem Super 8 nachzubauen. Ganz im Sinne von UDOs Hands-on-Philosophie und dem Hang zu räumlichem, sattem Klang taucht das Video tief in die Kunst der Sound-Rekonstruktion ein – analysierend, schraubend und schichtend, um den Geist des Originals einzufangen. Hazels methodisches Vorgehen, von Sägezahn-Stabs bis zum Squarewave-Bass, zeigt die Stärken des Super 8 als kreatives und analytisches Werkzeug. Wer sich für Hüllkurven und Filterfahrten begeistert, bekommt hier eine Lehrstunde im zielgerichteten Patchen.

21. November 2024
MILES
UDO Audio Super 8: Patchwork-Präzision mit CARIBOUs ‚Honey‘
Patchwork-Start: Super 8 trifft CARIBOU
Das Video beginnt mit Hazel, die ihre Mission vorstellt: die wichtigsten Synth-Sounds aus CARIBOUs ‚Honey‘ mit dem UDO Super 8 nachzubauen. Mit zwei Layern zur Verfügung macht sich Hazel daran, sowohl die synkopierten Akkord-Stabs als auch den markanten Bass einzufangen und demonstriert dabei die Vielseitigkeit des Super 8 als Sounddesign-Instrument.
Der UDO Super 8 wird nicht nur als Polysynth, sondern als Werkzeug für klangliche Experimente präsentiert. Im Mittelpunkt steht das genaue Hinhören, Analysieren und iterative Feinjustieren – ein Prozess, der jedem vertraut ist, der schon einmal versucht hat, einen Lieblingstrack nachzubauen. Dieser Ansatz unterstreicht die Eignung des Super 8 für Performance und forensisches Patchwork gleichermaßen.

"The chord stabs, the syncopated chord stabs and also the synth bass sound."
© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Chord Stabs: Sägezahn-Formung und Filterkunst

"I'm also gonna give it a little bit of instability in terms of its tuning and just have it slightly detuned."
© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Hazel beginnt mit den Akkord-Stabs und startet mit einem initiierten Patch auf dem oberen Layer. Sie entscheidet sich für Sägezahnwellen auf beiden Oszillatoren und fügt eine Prise Detune für mehr Breite hinzu. Der Filter wird geschlossen, um die Brillanz zu zähmen, und die erste Hüllkurve moduliert den Filter – ohne Sustain und mit kurzer Decay-Zeit, um den perkussiven Charakter zu formen.
Auch die Amp-Hüllkurve wird für Kürze getrimmt, mit nur einem Hauch Release, um harte Abschaltungen zu vermeiden. Hazel merkt an, dass die Attack-Zeit kurz und das Sustain minimal ist, aber die eigentliche Formung durch die Filterhüllkurve entsteht. Dieses Zusammenspiel von Filter- und Amp-Hüllkurve verleiht den Stabs ihren knackigen, aber organischen Charakter.
Um noch mehr Authentizität zu erzielen, fügt Hazel langsame Tonhöhenmodulation und etwas mehr Detune hinzu – ganz wie im Originaltrack. Das Ergebnis ist schon nah dran, aber noch nicht ganz fertig – was zeigt, dass Sounddesign oft im Detail und in kleinen Anpassungen liegt.
Sequencing & Variation: Präzision mit Menschlichkeit
Beim Programmieren der Akkord-Stabs als Sequenz zeigt Hazel, wie wichtig rhythmische Präzision für den Charakter des Originals ist. Sie beobachtet, dass das Timing und das Verhalten der Hüllkurven maßgeblich zum typischen Sound beitragen, auch wenn sich manche Effekte – wie das Ratcheting – nicht eins zu eins mit dem Super 8-Sequencer umsetzen lassen.
Hazel empfiehlt, mit Loop-Modi und Hüllkurvenvariationen zu experimentieren, um Spontaneität und Ausdruck einzubringen. Dieser Workflow zeigt, wie Präzision und Verspieltheit beim Patchen Hand in Hand gehen und lädt dazu ein, sowohl Genauigkeit als auch glückliche Zufälle zuzulassen.

"If you listen to the track these variations do have an element of spontaneity in them."
© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Bass-Grundlagen: Squarewaves & Hüllkurven-Feinschliff

"It's just really subtle. A tiny bit of release just so that it's not completely off."
© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Beim Bass beginnt Hazel mit einem initiierten Patch auf dem unteren Layer und konzentriert sich auf eine klassische Squarewave für Oszillator eins. Der Filter ist anfangs zu offen, wird dann aber zurückgenommen und mit einer Hüllkurve geformt – so nähert sie sich schnell dem Originalklang.
Der Bass wird mit subtilen Hüllkurvenanpassungen weiter verfeinert: Sustain wird entfernt, die Attack-Zeit leicht verlängert für einen sanften ‚Wha‘-Effekt, und ein Hauch Resonanz sorgt für Charakter, ohne ins Squelchige abzudriften. Ein wenig Release verhindert, dass die Noten zu abrupt enden – ein simpler, aber effektiver Bass-Sound.
Patchwork-Community: Die nächste Challenge wartet
Am Ende lädt das Video die Zuschauer ein, Vorschläge für zukünftige Patch-Challenges einzureichen und unterstreicht damit UDO Audios Community-Gedanken. So wird der Super 8 nicht nur als Synthesizer, sondern als Plattform für kollektive Entdeckung und gemeinsames Lernen positioniert.
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