Hast du dich jemals gefragt, was ein für Blasinstrumente gebauter Synth zu bieten hat, wenn er in den Bereich des rauen Industrial Techno-Sounds geschoben wird? VultureCulture nimmt den Erica Synths Steampipe und stellt ihn auf den Kopf. Von metallischen Klängen bis zu erderschütternden Bässen zeigt dieses Video unerwartetes klangliches Chaos. Nicht nur eine weitere Synth-Bewertung, sondern eine Reise in die Welt des Sounddesigns, die womöglich deine Lautsprecher sprengen könnte.

12. April 2025
JET
VultureCultures Klangchaos: Die wilde Welt des Erica Synths Steampipe
Das Verborgene Potenzial des Steampipe
In diesem packenden Ausflug in die Klangmanipulation nimmt VultureCulture den Erica Synths Steampipe, einen Physical Modeling Synth, und demonstriert sein wildes Potenzial. Im Gegensatz zu deinem durchschnittlichen digitalen Synth, der traditionelle Wellenformen imitiert, emuliert der Steampipe die Bewegung des Klangs durch Röhren und Resonatoren—ein Verfahren, das das Konzept der Karplus-Strong-Synthese nahelegt. Typischerweise mit sanften Bläser- und Flötentönen verbunden, hat VultureCulture den Spieß mit seinem mutigen Einsatz umgedreht. Mit der praktischen Kontrolle erlaubt er den Nutzern, hübsche Klänge in raue, industrielle Tracks zu verwandeln.

"This synth was built to emulate wind instruments so naturally I used it to make industrial techno."
© Screenshot/Zitat: Vultureculture (YouTube)
Brummender Bass aus einer anderen Dimension

"You can hear we're sort of like have a bit of a tuba-like sound, but this is the saturation section, and this is where a lot of the magic is going to happen."
© Screenshot/Zitat: Vultureculture (YouTube)
Wie wird also ein Synth, der für sanfte Timbres entworfen wurde, zu einem bassbrummenden Monster? VultureCulture startet mit dieser Frage, indem er den Steampipe über die höflichen Grenzen von Blasimitaten hinaus in einen Bereich drängt, der viel roher und brummiger ist. Er beginnt mit einem Preset, reduziert Attack und Decay, während er die Modulationskontrollen so lange optimiert, bis Steampipe mit einem industriellen Bassbrummen daherkommt, das jedem Punk-Konzert finale donnernde Schlussakkorde entlocken könnte. Er balanciert geschickt das Verhältnis zwischen DC Noise und Filterabstimmungen aus, sodass der Sound wie eine mit einem Vorschlaghammer bearbeitete Tuba auf Steroiden wirkt. Der Sweet Spot entsteht im detuned Unison Mode, der dem Klang eine bedrohliche Tiefe verleiht, die es verdient, in einem düsteren Klubabend zu headlinen.
Klangvolle metallische Percussion
Als nächstes zeigt VultureCulture, wie der Steampipe Klänge erzeugen kann, die einem Kabelschlag eines elektrischen Turms im wildesten Sturm ähneln. Mit extremem DC Noise erzeugt der Synth Klangstrukturen, die metallischer Percussion gleichen, direkt von einem dystopischen Sci-Fi-Set. Der Trick besteht darin, Filter und Sättigungspegel so zu manipulieren, dass aggressive Harmonien hervorgehoben und gleichzeitig von chaotischen Ausuferungen abgehalten werden. Durch Modifikation der Enveloeeinstellungen und den Wechsel in verschiedene Synthese-Engines offenbart VultureCulture die Vielseitigkeit des Steampipe. Die Hinzufügung von Hall verstärkt diese organischen Klänge, die den marschierenden Beat für jeden Techno-Track bieten könnten, der mechanisierte Revolten heraufbeschwören will.

"Kind of sounds like slapping a cable holding up an electrical tower."
© Screenshot/Zitat: Vultureculture (YouTube)
Zerfetzende Leads: Ein akustischer Angriff
VultureCulture gibt sich keine Blöße und wechselt zu verzerrten Noise-Leads, die neu definieren, was ein Synthesizer leisten kann. Mithilfe des Symmetry Modes von Steampipe, gepaart mit hoher Resonanz und strategischer Sättigung, schafft er ein auditiv abrasives Erlebnis, das einem Cheeseboard ähnelt, aber auf überraschend angenehme Weise. Die Kraft dieser Destillation von Chaos und Ordnung liegt im Ausbalancieren von Feedback, Filtern und Envelopes. Eine so feine Steuerung der dissonanten Elemente zeigt das Potenzial für die Produktion einzigartig aggressiver Leads, die perfekt für klangliche Erkundungen sind, die traditionelle Schönheit ablehnen. Es geht weniger um Melodie und mehr um die Textur, die durch die Luft reißt.
Pads mit einem Twist: Nahezu impressionistische Klänge
In der Erkundung texturierter Klangfarben mit einem impressionistischen Twist nutzt VultureCulture den Steampipe, um modulierte Pads zu erzeugen, die verzaubern. Mit der Verwendung von fünf LFOs zur Emulation der Komplexität granularer Synthese schafft er ein Landschaft voller reichhaltiger, fließender Bewegungen. Durch geschickte Justierung der LFO-gesteuerten Cutoff-Modulation wird das Vorurteil, dass Pads lediglich als Hintergrundelemente fungieren, zerstört; stattdessen werden sie zu zentralen Figuren innerhalb einer akustischen Erzählung. Hier wird die Tiefe nicht nur durch die inhärenten Eigenschaften des Synthesizers hinzugefügt, sondern auch durch subtile, jedoch wirkungsvolle Manipulationen von Hall und Stereoaufbereitung. Jede kleine Anpassung liefert Breite und Komplexität, vergleichbar mit den Feinheiten einer orchestralen Bewegung, erzielt durch diese digitale Klangmeisterschaft.
Abschließende Gedanken: Das Wunder des Steampipe

"Every time you turn a knob, it interacts with all of the other elements to give you a brand new perspective or place."
© Screenshot/Zitat: Vultureculture (YouTube)
Zum Abschluss dieser klanglichen Entdeckungsreise reflektiert VultureCulture über die Vielseitigkeit und die pure Originalität des Steampipe. Er lobt Erica Synths und 112dB für die Schaffung eines so bahnbrechenden Instruments, das weiterhin mit jeder Drehung eines Knopfes überrascht. Der Steampipe glänzt als Werkzeug der Erkundung, das auf dem Grat zwischen Kontrolle und Chaos balanciert—eine Eigenschaft, die Produzenten mit Staunen erfüllt und ermutigt, in unerforschte akustische Territorien vorzustoßen. VultureCulture kündigt weitere Erkundungen in kommenden Inhalten an und lässt die Zuschauer gespannt darauf, die Tiefen dessen, was dieser Synth wirklich erreichen kann, weiter zu erkunden.
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https://www.youtube.com/VultureCulture
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