Wavetable-Rumble: Metamyther lässt Osiris, Piston Honda MKIII & Four Seas antreten

16. April 2026

SPARKY

Wavetable-Rumble: Metamyther lässt Osiris, Piston Honda MKIII & Four Seas antreten

Metamyther holt drei Wavetable-Monster in den Bunker: Modbap Osiris, Piston Honda MKIII und Ferry Island Four Seas. Hier gibt’s keinen langweiligen Datenblatt-Vergleich – stattdessen Hands-on-Demo, brutale Ehrlichkeit und eine Prise Industrial-Grit. Wer auf glasige Leads, fiese Morphs oder einfach wissen will, welches Modul im Rack wirklich knallt, ist hier richtig. Metamythers cineastisch-industrieller Stil hält alles scharf – die Urteile noch schärfer. Bereit für ein Synth-Duell, das wirklich zählt? Es wird laut.

Die Wavetable-Schwergewichte steigen in den Ring

Metamyther macht keine Gefangenen: Drei Wavetable-Module, ein Video, keine Gnade. Modbap Osiris, Industrial Music Electronics Piston Honda MKIII und Ferry Island Four Seas treten zum echten Head-to-Head an. Kein endloses Vorgeplänkel, sondern direkt rein ins Geschehen – genau so mögen wir das.

Jedes Modul bringt seinen eigenen Geschmack mit, und Metamyther hält sich nicht mit Höflichkeiten auf. Wer einen höflichen, akademischen Vergleich erwartet, ist hier falsch. Es geht um echten Praxisnutzen, Macken und die Frage, welches Gerät seinen Platz im Rack wirklich verdient.

Die Ergebnisse könnten dich überraschen.

© Screenshot/Zitat: Metamyther (YouTube)

Feature-Fight & Klangarsenal

Damit kommst du einfach viel schneller zum Ziel.

© Screenshot/Zitat: Metamyther (YouTube)

Zuerst der Osiris. X- und Y-Regler für die Wavetable-Fahrt, acht Bänke (vier Werk, vier User) und ein Sub, der die Bässe wieder fett macht, wenn’s zu glasig wird. Der Decay-Regler sitzt direkt am Panel – kein Gefummel mit Extra-Hüllkurven – und ein Fidelity-Regler sorgt für Crunch nach Wunsch. Timbre-Modi wie Unison, Bend, Wavefold, Sync, Noise und FM sind alle am Start und machen das Teil überraschend performativ. Der Quantizer hält alles musikalisch, und der Sub-Ausgang ist ein echtes Plus, auch wenn der Decay darauf keinen Einfluss hat (was ehrlich gesagt etwas seltsam ist).

Piston Honda MKIII kommt mit drei Schiebereglern für X-, Y- und Z-Achse – hier wird nicht nur durch ein Wavetable gescannt, sondern durch einen Würfel navigiert. Zwei Stimmen, zwei Ausgänge plus Mix-Out, und du kannst Presets morphen oder zufällig generieren. Im Unison-Menü lassen sich Oszillatoren in Oktaven oder Quinten stapeln, dazu gibt’s FM und einen Tuner. Die Bedienung ist etwas eng, aber Morphing und Preset-Tricks sind einzigartig – das Teil hat Tiefe, wenn man sich auf Menü-Tauchgänge einlässt.

Performance: Vom Studio auf die Bühne

Four Seas ist hier der Joker. Vier Ausgänge, jeder kann Audio oder LFO sein, und du kannst die X-, Y- und Z-Achsen spreizen, um an jedem Ausgang andere Timbres zu bekommen – Akkorde, schräge Intervalle oder einfach totales Chaos. Der Smooth/Interpolate-Button rettet vor steppigen Übergängen, und der Tune-Lock ist ein Traum für Live-Musiker. Zwölf Bänke sorgen dafür, dass dir das Rohmaterial nicht ausgeht.

Metamyther zeigt, wie der Spread-Modus zu glücklichen Unfällen und Akkordbeziehungen führt, auf die man sonst nie gekommen wäre. Es gibt lineares FM, Phasenmodulation und drei Sync-Typen (Hard, Soft, Flip) plus drei Oszillator-Modi. Wer ein Modul sucht, das von flächigen Pads zu metallischem Geklingel in Sekunden wechselt, ist hier richtig. Und ja, Metamyther nimmt das Ding mit auf die Superbooth – also definitiv bühnentauglich.

Das kann wirklich interessante Zufälle und tonale Beziehungen schaffen, auf die du sonst nie gekommen wärst.

© Screenshot/Zitat: Metamyther (YouTube)

Spec-Sheet-Schlagabtausch

Diese Module sind so verdammt unterschiedlich. Das Einzige, was sie gemeinsam haben, ist eigentlich nur, dass sie Wavetables nutzen.

© Screenshot/Zitat: Metamyther (YouTube)

Jetzt kommt der Scorecard-Teil: Osiris bietet zwei Ausgänge (Main und Sub), Piston Honda A- und B-Layer plus Mix, und Four Seas protzt mit vier Ausgängen, die Audio, LFO oder beides sein können. Osiris und Piston Honda nutzen 256 Samples pro Wellenform, Four Seas fährt mit 2048 auf. Speicher? Osiris hat acht Bänke, Piston Honda speichert acht Presets, Four Seas bringt zwölf Bänke.

Metamyther feuert die Features im Schnellfeuer: Osiris ist eine komplette Stimme mit Quantizer und Timbre-Modi, Piston Honda bringt dreidimensionales Morphing und einen eingebauten Tuner, und Four Seas setzt auf multidimensionale Madness und Performance-Tricks. Wer das volle Nerd-Breakdown will, sollte sich das Spec-Chart im Video anschauen – da fliegen die Toaster wirklich tief.

Geschmack, Bias und das letzte Wort

Jetzt wird’s persönlich. Metamyther tut nicht so, als gäbe es einen klaren Gewinner – die Module sind völlig unterschiedlich, und dein Geschmack entscheidet, wer im Rack regiert. Osiris ist kompakt und direkt, Piston Honda tiefgründig, aber fummelig, und Four Seas ein Spielplatz für Experimentierer.

Wer ein Display sucht, vermisst es bei Osiris und Four Seas. Wer Shift-Funktionen und Mini-Displays hasst, wird mit Piston Honda nicht glücklich. Und wer sich im Spread-Modus verlieren will, ist bei Four Seas goldrichtig. Die wahre Antwort? Video schauen, Sounds hören und das eigene Rave-Bunker-Gefühl entscheiden lassen. Und: Unbedingt das eigene Urteil in die Kommentare hauen – das ist ein Straßenkampf, kein Uni-Seminar.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/wavetable-rumble-metamyther-throws-down-osiris-piston-honda-mkiii-four-seas/
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