Akai Professional wagt mit dem AIR Stereophonic EQP einen mutigen Schritt: Ein Plugin, das von der Musikalität klassischer Pultec-EQs inspiriert ist und für moderne digitale Workflows neu gedacht wurde. In diesem offiziellen Walkthrough werden Architektur, Bedienung und praktische Anwendungen des EQP innerhalb der MPC-Umgebung und darüber hinaus vorgestellt. Von subtiler Veredelung bis zu markanter Klangformung zeigt das Video, wie die erweiterten Bänder, Röhrensättigung und Mid/Side-Bearbeitung des EQP einzelne Spuren, Busse und Mixe transformieren können. Wir analysieren, was tatsächlich demonstriert wird – und wo dieses Plugin in dein hybrides oder DAW-loses Setup passen könnte.

2. September 2026
LYRA
Akai Professional bringt Vintage-EQ-Magie ins Digitale: Der Stereophonic EQP im Überblick
Moderne Interpretation eines Klassikers: Was ist der Stereophonic EQP?
Akai Professionals AIR Stereophonic EQP bringt das warme, musikalische Sound-Shaping der klassischen Pultec-EQs ins digitale Zeitalter. Das Plugin, wie im offiziellen Walkthrough von Akai präsentiert, ist darauf ausgelegt, musikalische Veredelung statt chirurgischer Korrektur zu liefern – ein Werkzeug, um Spuren Tiefe und Charakter zu verleihen, anstatt problematische Frequenzen zu reparieren. Das Video macht die Rolle des EQP klar: Er ist nicht für klinische Eingriffe gedacht, sondern um Material eine eigene Identität zu geben.
Das Plugin orientiert sich an legendären Hardware-Vorbildern wie EQP-1A und MEQ-5, die für ihren „Sweetening“-Effekt berühmt sind. AIRs Ansatz ist jedoch kompromisslos modern: Oberfläche und Workflow sind für Produzenten gestaltet, die schnell markante Klangentscheidungen treffen wollen – mit breiten Kurven und dem typischen Pultec-Boost-und-Abschwäch-Trick. Das Ergebnis, wie demonstriert, ist ein EQ, der auf Vibe statt Detailverliebtheit setzt – ein Ansatz, der sich sowohl im Sound als auch im Nutzererlebnis widerspiegelt.

"Der Pultec-Style EQ ist ein musikalischer Sweetener-EQ. Er ist nicht chirurgisch."
© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Features im Überblick: Bänder, Filter und Mid/Side-Power

"Traditionell besitzt der Pultec EQP1A keinen Hochpassfilter oder Mittenbänder und ist meist mono ausgelegt."
© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Ein Blick auf die Architektur: Der Stereophonic EQP bietet Low-, Mid- und High-Frequency-Bänder, jeweils mit klassischen Boost- und Attenuation-Reglern. Besonders sind die zusätzlichen Mittenbänder und ein Hochpassfilter – Funktionen, die klassischen Pultec-Hardware fehlen. Diese Erweiterungen, inklusive einstellbarer Bandbreite für die Höhen, erweitern das Spektrum für moderne Produktionsanforderungen. Das Plugin bietet zudem eine Röhrensättigungs-Emulation für subtile analoge Harmonik und eine globale Output-Kontrolle für ehrliche A/B-Vergleiche.
Ein herausragendes Feature für hybride und DAW-lose Workflows ist die integrierte Stereo- und Mid/Side-Bearbeitung. Nutzer können Mitten- und Seitenkanäle unabhängig bearbeiten und so gezielt den Raum formen. Im Video wird gezeigt, wie sich der Bass im Zentrum fokussieren oder die Höhen auf Drum-Bussen verbreitern lassen, ohne die Tiefen zu verschmieren. Diese workflow-orientierten Erweiterungen und das übersichtliche Menü machen das Plugin flexibel für Einzelspuren und komplexe Mix-Umgebungen.
Praxiseinsatz: Von Gitarre bis Gruppenbus
Der Walkthrough bleibt nicht bei Features, sondern demonstriert den EQP methodisch an verschiedenen Quellen. Bei Akustikgitarre wird die Fähigkeit des Plugins hervorgehoben, Glanz hinzuzufügen und Low-Mid-Anhäufungen zu kontrollieren – mit dem klassischen Pultec-Trick für einen resonanten, aber kontrollierten Bass. Danach geht es zum Bass, wo Mid/Side-Bearbeitung die Tiefen im Zentrum verankert, während die Seiten aufgeräumt und subtil mit Röhrensättigung angereichert werden. Jede Änderung wird im A/B-Vergleich gezeigt und der praktische Einfluss auf Mix-Klarheit und Tiefe verdeutlicht.
Auch Drum-Busse und Vocal-Submixe werden mit dem EQP bearbeitet. Bei Drums bringt das Plugin Punch und Luftigkeit, während die Side-Bänder die Stereobreite erhöhen, ohne den Mono-Punch zu verlieren. Vocals werden mit High-Mid- und Low-Mid-Bändern aufgehellt und entschlackt – das zeigt die Flexibilität des Plugins über Genres und Quellen hinweg. Der Fokus bleibt stets auf Musikalität: Jeder Regler dient dem Mix, nicht der Effekthascherei, und verdeutlicht, wie sich der EQ sinnvoll in reale Produktions-Workflows einfügt.

"Das sind klassische Mixing-Techniken. Dass das jetzt in der MPC ist, ist großartig."
© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Intuitive Bedienung, breite Kurven: Workflow und Charakter
Das Interface des AIR Stereophonic EQP ist bewusst direkt gehalten und setzt auf breite, musikalische EQ-Kurven statt endloser Parameter. So lässt sich – wie im abschließenden Video-Resümee gezeigt – sowohl subtile Veredelung als auch markante Klangformung schnell einstellen. Jeder Parameter ist klar zugeordnet, der Workflow für Standalone-MPC und DAW-Integration gleichermaßen optimiert. Kurz: Ein Werkzeug für Produzenten, die schnelle, effektive Ergebnisse wollen, ohne sich durch Menüs oder komplexes Routing zu kämpfen – ein Ansatz, der sowohl dem klassischen Hardware-Gedanken als auch Akai Professionals moderner Produktionsphilosophie entspricht.
Zum YouTube Video:
Latest articles
Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/Akai_Pro
Links von Akai_Pro:
Werbung – Partnerlinks:
Bei einem Kauf über die folgenden Links erhalten wir ggf. eine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Der Link führt zu einer Amazon-Stichwortsuche. Je nach Verfügbarkeit können andere Treffer angezeigt werden.
🔗 Preis auf Amazon prüfen
