Bastl Instruments präsentiert in Zusammenarbeit mit Peter Edwards von Casper Electronics den Softpop SP2 – einen Synthesizer, der die Grenze zwischen Instrument und kreativem Partner verschwimmen lässt. Im Video erläutert Peter die Ursprünge und Philosophie des SP2 und zeigt, wie das Design sowohl Kontrolle als auch Unvorhersehbarkeit fördert. Die Session taucht tief in sein einzigartiges Live-Setup ein, in dem zwei Softpop-Einheiten mit feedbackgetriebenen Mixern und Sequencern geschichtet werden, bevor eine Performance folgt, die den spontanen, charaktervollen Sound des Instruments hervorhebt. Natürlich steht die rätselhafte leuchtende Kugel im Mittelpunkt und sorgt für visuelle Spannung und eine greifbare Verbindung zur Musik. Ein Synth für alle, die Abenteuer im Patch lieben.

8. August 2025
MILES
Bastl Instruments Softpop SP2: Kollaboration, Chaos und die leuchtende Kugel
Bastl Instruments Bossa Popcorn, Bastl Instruments Softpop SP2, LXR Drum Synth, Roland Drum Machine
Vom Studio zum Spielplatz: Die Entstehung des Softpop SP2
Der Softpop SP2 ist kein typischer Desktop-Synth – er ist das Ergebnis eines bewussten Versuchs, das Konzept eines Synthesizers sowohl in Form als auch Funktion neu zu denken. Peter Edwards beschreibt, wie sein Ziel darin bestand, ein Instrument zu schaffen, das Erwartungen herausfordert, nicht nur klanglich, sondern auch in der Art und Weise, wie und wo es eingesetzt wird. Der SP2 wurde als kollaboratives Werkzeug konzipiert, das Nutzer dazu einlädt, mit ihm als musikalischem Partner zu interagieren, statt es nur zu bedienen. Diese Philosophie zeigt sich im handlichen Format und der minimal-maximalen Bedienoberfläche, die zum Erkunden und Spielen animiert.
In enger Zusammenarbeit mit Bastls Vašek Peloušek entwickelte sich das Projekt von einer Reihe experimenteller Ideen zu einem vollwertigen Instrument. Das Team strebte danach, Zugänglichkeit und Komplexität auszubalancieren, sodass der SP2 sowohl direkte musikalische Ergebnisse als auch unerwartete klangliche Abwege ermöglicht. Das Resultat ist ein Synth, der nicht nur die Regeln des Musikmachens befolgt – sondern dazu einlädt, sie zu verbiegen, und eine Plattform für strukturierte Grooves wie für wilde Experimente bietet.

"Ich wollte etwas wirklich Kollaboratives schaffen, bei dem man mit dem Instrument zusammenarbeitet, statt es nur zu kontrollieren."
("I wanted to make something really collaborative, where like you collaborate with the instrument rather than just control it.")© Screenshot/Zitat: Bastlinstruments (YouTube)
Zwischen Ordnung und Anarchie: Die Softpop-Philosophie

"Ich baue absichtlich Dinge, die Dinge tun, die ich nicht vorhersagen kann, und genau das macht Spaß."
("I purposely make things that do things I can't predict and that just makes it fun.")© Screenshot/Zitat: Bastlinstruments (YouTube)
Im Zentrum des Designs steht eine Philosophie, die Kontrolle und Chaos gleichermaßen umarmt. Edwards erläutert, dass das Instrument zwar für präzise musikalische Ergebnisse gezähmt werden kann, aber ebenso bereit ist, ins Unvorhersehbare abzudriften. Diese Dualität ist gewollt und gibt Musiker:innen die Möglichkeit, vertraute Muster zu erzeugen oder auf neue, unerforschte Klänge zu stoßen. Der SP2 wird als „musikalischer Freund“ beschrieben – einer mit eigenem Verhalten und Überraschungen, der selbst seinen Schöpfer immer wieder herausfordert.
Die Herausforderung, so Edwards, besteht darin, ein Instrument zu bauen, das auch dann gut klingt, wenn es sich danebenbenimmt. Der SP2 schafft das, indem er viele Wege zur Entdeckung bietet: Nutzer:innen können vertraute Pfade beschreiten oder ins Unbekannte abbiegen. Seine Fähigkeit, sowohl lärmend als auch musikalisch, kontrollierbar und wild zu sein, macht ihn zu einer Seltenheit in der Synth-Welt. Wer sich mit seinen Eigenheiten vertraut macht, kann das Chaos für alles von Techno-Bangern bis zu abstrakten Klanglandschaften nutzen.
Patchwork-Basis: Peter Edwards’ Setup und Techniken
Peter Edwards’ Livesetup ist ein Beweis für die Vielseitigkeit des Softpop SP2 und seine Rolle im Zusammenspiel mit weiterem Equipment. Im Zentrum steht ein Mixer, der nicht nur zum Mischen, sondern als Feedback-Generator dient – Ausgänge werden auf Eingänge zurückgeführt, um satte, verzerrte Texturen zu erzeugen. Dieser Ansatz bringt den Mixer an seine Grenzen und sorgt für einen charaktervollen, manchmal widerspenstigen Klangteppich, der die Basis seiner Performances bildet.
Darüber schichtet Edwards zwei Softpop SP2, die jeweils eine eigene musikalische Aufgabe übernehmen: Einer liefert meist Bass, der andere Ambient-Flächen oder Melodien. Mit einem Bossa Popcorn Sequencer werden die Melodien der beiden Softpops gegeneinander versetzt, sodass eine ständig fortschreitende Entwicklung entsteht. Für Drums sorgen eine klassische Roland-Maschine und der LXR Drum Synth, was einen Kontrast aus vertrauten und exotischen Percussion-Elementen bietet. Das Ergebnis ist eine dichte, sich ständig wandelnde Klanglandschaft, in der Feedback, Melodie und Rhythmus miteinander verwoben sind.

"Da nimmt man einfach einen Ausgang, führt ihn zurück in den Eingang, und das war's. Es macht Sound und dann stopft man andere Sounds dazu."
("That's where you just take an output, you feed it back into the input and like, that's it. It makes sound and you then cram other sounds into it.")© Screenshot/Zitat: Bastlinstruments (YouTube)
Improvisationsmaschine: Der SP2 in der Performance
Im Performance-Teil des Videos zeigt sich, wie sehr der Softpop SP2 spontane Kreativität begünstigt. Edwards demonstriert, wie das Design zur Improvisation einlädt, sodass er im Moment reagieren und die Musik in Echtzeit formen kann. Die neue Firmware, die stärker auf kontrollierte Melodiebearbeitung setzt, hat den SP2 noch performanter gemacht und zu einem kraftvollen Werkzeug für Live-Melodien und experimentelle Klangreisen werden lassen.
Im Zusammenspiel von zwei Softpops, Sequencer und feedbackgetriebenem Mixer entsteht ein dynamischer musikalischer Fluss. Edwards beschreibt das Erlebnis als Entdeckungsreise, bei der sowohl Performer als auch Publikum in die sich entwickelnde Energie der Musik hineingezogen werden. Die Fähigkeit des SP2, zwischen Struktur und Chaos zu pendeln, steht dabei im Mittelpunkt – jede Performance wird so zu einer einzigartigen Reise statt zu einer vorgefertigten Routine.
Die Kugel: Visuelle Magie und klangliches Rätsel

"Es ist in gewisser Weise wie der Ursprung des Staunens, dass man weiß, dass etwas zusammenhängt, aber nicht genau weiß, warum."
("It's sort of like the origin of wonder in a lot of ways, that you know something's related, but you don't know why exactly.")© Screenshot/Zitat: Bastlinstruments (YouTube)
Kein Bericht über den Softpop SP2 wäre komplett ohne die leuchtende Kugel – ein Feature, das ebenso rätselhaft wie faszinierend ist. Edwards erklärt, dass die Kugel aus seiner Live-Performance-Praxis hervorgegangen ist und als Fokuspunkt sowohl Performer als auch Publikum ins Geschehen zieht. Ihr pulsierendes Licht ist mehr als nur optischer Reiz; es reagiert auf interne Systemzustände und schafft so eine greifbare Verbindung zwischen Sichtbarem und Hörbarem.
Der Reiz der Kugel liegt in ihrer Mehrdeutigkeit. Es ist klar, dass sie mit der Musik verknüpft ist, aber ihre genaue Funktion bleibt geheimnisvoll und lädt zur fortwährenden Erkundung ein. Edwards nennt sie einen „dreckigen Trick“ – einen visuellen Köder, dem man sich kaum entziehen kann. Mit der Integration der Kugel haben Bastl und Casper Electronics dem SP2 eine unverwechselbare visuelle Identität verliehen und seine Rolle als klangliches wie performatives Zentrum unterstrichen.
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