Behringer BM-12 Ring Modulator: Klassisches Chaos für moderne Patch-Fans

25. Juli 2025

MILES

Behringer BM-12 Ring Modulator: Klassisches Chaos für moderne Patch-Fans

Behringer steigt in den Ring – im wahrsten Sinne des Wortes – mit dem BM-12 Ring Modulator, einem Pedal, das den Geist eines klassischen Effekts aus den 2000ern wiederbelebt und mit moderner Flexibilität versieht. Im offiziellen Walkthrough zeigt sich Behringers typische Mischung aus Zugänglichkeit und klanglicher Abenteuerlust, wenn Adam demonstriert, wie der BM-12 alles von Gitarrenriffs bis zu Synth-Linien in metallische, außerirdische Texturen verwandelt. Mit umfangreichen Ein- und Ausgängen, aktivem Preamp und Modulationsmöglichkeiten ist der BM-12 nicht nur etwas für Nostalgiker – sondern ein Werkzeug für alle, die ihre Signalkette in unerforschte Gefilde schicken wollen. Schauen wir uns an, wie Behringers neueste Kiste für Patch-Experimente, Modulation und kreativen Unfug genutzt werden will.

Eine moderne Hommage an eine klangliche Kuriosität

Der Behringer BM-12 Ring Modulator wird als Pedal vorgestellt, das nicht nur einen klassischen Effekt neu interpretiert – sondern dessen Eigenwilligkeit feiert. Das Video betont von Anfang an den Ruf des Ringmodulators als seltenes und eigensinniges Wesen, das in den Händen von Experimentierfreudigen aufblüht. Schnell wird klar: Dieser Effekt ist weit mehr als ein einfacher Klangfärber; er ist ein Störenfried, der selbst die harmlosesten Signale in metallische und unkenntliche Klänge verwandelt.

Von seinen Ursprüngen im Radiolabor über die berüchtigten Dalek-Stimmen bis hin zu Tony Iommis legendären Gitarrensoli wird der BM-12 als Brücke zwischen Synth- und Gitarrenwelt positioniert. Die umfangreichen Ein- und Ausgänge werden als Schlüssel zur Vielseitigkeit hervorgehoben und eröffnen kreative Möglichkeiten für traditionelle wie experimentelle Musiker. Egal ob man das bedrohliche Chaos klassischer Sci-Fi sucht oder den melodischen Wahnsinn avantgardistischer Synth-Experimente – der BM-12 will liefern.

Metallisch, außerirdisch – es kann Melodien und Akkorde in etwas völlig Neues verwandeln.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Drive, der niemals schläft

Gut zu wissen ist, dass das auch funktioniert, wenn das Pedal im Bypass ist.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Ein herausragendes Merkmal des BM-12 ist der Drive-Regler, der sowohl Pegel als auch Sättigung steuert. Im Video wird demonstriert, dass diese Schaltung nicht nur aktiv ist, wenn der Effekt eingeschaltet ist – der Drive bleibt auch im Bypass-Modus erhalten. So kann der BM-12 als lebendiger Preamp dienen und dem Signal unabhängig vom Ringmodulationseffekt Charakter und Wärme verleihen.

Gerade für diejenigen, die nur gelegentlich zum Ringmodulator greifen, eröffnen sich dadurch neue Einsatzmöglichkeiten: Das Pedal wird zum vielseitigen Werkzeug, das sich gleichermaßen als Klangfärber oder als vollwertiges Modulationsmonster eignet. Ein subtiler, aber wichtiger Hinweis auf echte Pedalboard- und Modular-Workflows, in denen Flexibilität oft mehr zählt als Einspurigkeit.

Frequenzkontrolle: Von subtil bis gnadenlos

Im Zentrum des BM-12 steht die Frequenzkontrolle, die bestimmt, mit welcher Trägerfrequenz das Eingangssignal bearbeitet wird. Bei niedrigen Einstellungen erinnert der Effekt an Tremolo und pulsiert sanft durch das Signal. Mit steigender Frequenz taucht das Pedal in extreme Gefilde ab und erzeugt glockenartige oder metallische Obertöne, die alles andere als dezent sind.

Ein spezieller Schalter wechselt den Frequenzbereich: Im Low-Modus reicht das Spektrum von 0,6 Hz bis 80 Hz, im High-Modus von 30 Hz bis 4 kHz. So kann man schnell zwischen subtiler Modulation und vollem Klangangriff wechseln. Das Video macht deutlich, dass diese Kontrolle entscheidend für den Charakter des BM-12 ist – egal, ob man nur einen Hauch von Bewegung oder eine komplette Klangtransformation sucht.

Dadurch wird die Frequenzkontrolle entscheidend für die Gestaltung des Gesamtsounds – von subtilen Modulationseffekten bis zu radikalen…

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

LFO: Modulation für Abenteuerlustige

Der BM-12 belässt es nicht bei statischer Modulation – ein eingebauter LFO bringt Bewegung ins Spiel. Der LFO kann die Trägerfrequenz modulieren und so rhythmische oder sich entwickelnde Effekte erzeugen. Nutzer können zwischen Rechteck- und Sinuswellenform wählen und so entweder abrupte oder geschmeidige Modulationsverläufe erzielen.

Gerade Synth-Fans werden sich über diese Funktion freuen, aber auch Gitarristen werden zum Experimentieren eingeladen. Das Video zeigt, wie der LFO – besonders im niedrigen Frequenzbereich – komplexe Tremolo-Rhythmen und unvorhersehbare Texturen erzeugen kann. Ein Feature, das zum Ausprobieren einlädt und diejenigen belohnt, die gerne an Reglern drehen und hinhören.


CV, Expression und Patchbarkeit: Die Verbindung zum Modular

Damit kannst du externe Steuerspannungen oder ein Expression-Pedal einspeisen, um Parameter im Pedal zu steuern.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Richtig spannend wird es beim BM-12 durch die Unterstützung externer Steuerspannungen und Expression-Pedale. Über die Rückseite lassen sich CV oder Expression anschließen, um Parameter in Echtzeit zu steuern – ideal für Modular-Setups oder komplexe Pedalboards. Die Möglichkeit, das interne Trägersignal auszugeben, einen externen Carrier einzuspeisen und den internen LFO auszugeben, erweitert die Integrationsmöglichkeiten zusätzlich.

Im Video wird ein Patch mit dem Sample-and-Hold-Ausgang eines Behringer Neutron gezeigt, der die Frequenz des BM-12 moduliert und so einen zufälligen Tremolo-Effekt erzeugt. Mit robusten Ein- und Ausgängen, Holzseitenteilen und Metallgehäuse präsentiert sich der BM-12 als ernstzunehmendes Werkzeug für Klangforscher – eines, das zum Experimentieren einlädt und kreatives Patchen belohnt.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/behringer-bm-12-ring-modulator-classic-chaos-reborn-for-modern-patchers/
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