Behringer BMX: 80er-Drum-Maschine-Nostalgie neu verkabelt für Patch-Fans

7. Februar 2026

MILES

Behringer BMX: 80er-Drum-Maschine-Nostalgie neu verkabelt für Patch-Fans

Mit der BMX Drum Machine bringt Behringer den Punch und das Knistern klassischer EPROM-Boxen der 1980er in moderne, hands-on Workflows. Wie man es von Behringer kennt, wird die BMX als klanggetreue Nachbildung und zugleich als flexibles Werkzeug präsentiert – mit anschlagdynamischen Pads, Multi-Out-Routing und eingebautem Sampling. Das offizielle Video führt durch Design, Soundpalette und Performance-Features der BMX und verneigt sich dabei vor den legendären Vorbildern. Wer Vintage-Grooves sucht, aber moderne Kontrolle will, bekommt mit der BMX eine Brücke zwischen den Jahrzehnten – ohne Patchbay- oder Portemonnaie-Schmerzen.

Zurück in die Zukunft: BMXs 80er-Revival-Mission

Die Behringer BMX wird als moderne Drum Machine vorgestellt, die sich einer klaren Mission verschreibt: Die ikonischen Sounds der frühen 80er-EPROM-Drumcomputer für eine neue Produzentengeneration wiederzubeleben. Das Video spannt den Bogen zurück ins Jahr 1982, als zwei legendäre Drum Machines den Sound von Pop, Hip-Hop und Electro prägten. Behringer positioniert die BMX als Fortsetzung der eigenen Nostalgie-Reihe – nach RD-8, RD-9, RD-6, RD-78 und der LM Drum.

Die BMX ist dabei mehr als nur ein optisches Retro-Zitat. Der Sprecher geht direkt auf Online-Spekulationen ein und stellt klar: Behringer hat die originalen Voice-Schaltungen und Filter nachgebaut, um ein authentisches Sounderlebnis zu liefern – kein simples Re-Skinning früherer Modelle. Ziel ist es, den Punch und Charakter von Platten wie denen von New Order, Madonna oder frühen Hip-Hop-Pionieren zugänglich zu machen, ohne Vintage-Preise zahlen zu müssen. Die BMX ist zudem Drum-Sampler – eigene Samples lassen sich durch die Vintage-Schaltung jagen.

Wir sind hier den ganzen Weg gegangen und haben die originalen Voice-Schaltungen und Filter für eine wirklich authentische moderne…

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Hands-On-Grooves: Pads, Swing und Dynamik

Natürlich das schöne, kräftige Array von 24 anschlagdynamischen Pads, die bis zu 12 verschiedene Samples gleichzeitig laden können.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Im Zentrum des Workflows stehen die 24 anschlagdynamischen Pads der BMX, die ein ausdrucksstarkes Einspielen von Beats ermöglichen. Das Video zeigt, wie jedes Pad bis zu 12 verschiedene Samples gleichzeitig triggern kann – für Layering und Performance-Spielereien in Echtzeit. Die Pads dienen nicht nur zum Einspielen, sondern auch zur Kanal- und Menü-Navigation, was das Interface angenehm direkt macht.

Groove-Shaping wird durch Swing- und Temporegler unterstützt, sodass Patterns humanisiert und der richtige Vibe eingestellt werden kann. Jede Drum-Stimme lässt sich dynamisch steuern – mit Panning, Fadern und Encodern für Sample-Auswahl und Parameter. Insgesamt entsteht der Eindruck einer Maschine, die für hands-on Beat-Bastler gebaut ist, bei der jeder Anschlag und jede Drehung im Groove spürbar wird.

Klangbibliothek der Klassiker: 121 Drum-Samples in mehreren Bänken

Die BMX kommt mit einer üppigen Bibliothek von 121 Drum-Samples, verteilt auf mehrere Soundbänke. Das Video führt durch diese Bänke – von der BMX-eigenen Signaturbank über BX, R10, R5, Latin, Electro bis hin zu afrikanischen Percussion-Sounds. Jede Bank bringt ihren eigenen Charakter mit, von klassischen Analog-Hits bis zu exotischeren Percussion-Texturen.

Diese Soundvielfalt ermöglicht schnellen Zugriff auf ikonische 80er-Klänge und ein breites Spektrum für moderne Produktionen. Die Sample-Bänke lassen sich bequem über Channel-Encoder durchscrollen, und die Mischung aus Klassikern und weniger verbreiteten Kits zeigt: Die BMX will mehr als nur Retro sein. Für Patch- und Beat-Bastler eröffnet das jede Menge Spielraum zum Erkunden.

Die BMX kommt mit 121 Drum-Samples, inklusive der BMX-Bank.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Sequencing & Performance: 16 Steps, Ratchets und Jam-Modi

Jam-Modi, die Step Repeat, Note Repeat, Auto Fill und natürlich auch Solo- und Mute-Modi für Kanäle zum Jammen on the fly beinhalten.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Das Herzstück der BMX ist der integrierte 16-Step-Sequencer. Patterns werden direkt über die Pads gebaut, mit der Möglichkeit, auf bis zu 64 Steps zu erweitern. Der Sequencer bietet Auto-Scrolling und programmierbare Ratchets für schnelle Wiederholungen und sich entwickelnde Rhythmen, die über simples Step-Programming hinausgehen.

Performance-Tools stehen im Fokus: Step Repeat, Note Repeat, Auto Fill sowie Solo- und Mute-Modi für Kanäle sind für Live-Jams direkt erreichbar. Das Video zeigt, wie diese Modi Spontaneität und Variation in Patterns bringen – ideal für Bühne und Studio. Mit Platz für 192 Patterns und einfachem Import/Export per App ist die BMX für schnellen Spaß wie für ausgefeilte Arrangements gerüstet.

Studio-Ready: Multi-Outs und Sampling-Power

Abgerundet wird das BMX-Feature-Set durch umfangreiche Anschluss- und Sampling-Optionen für den Studioeinsatz. Jeder der acht Drum-Kanäle hat einen eigenen Ausgang auf der Rückseite – ideal, um einzelne Sounds extern zu bearbeiten oder zu mischen. Dazu gibt es einen Main-Out in Mono/Stereo, Kopfhörerausgang und analoge Trigger für die Synchronisation mit anderem Gear.

Sampling ist direkt integriert: Über einen eigenen Line-In mit Gain-Regler können neue Sounds direkt aufgenommen werden. Alternativ lassen sich Samples per USB und App laden – so wächst das Klangspektrum weit über die Werksbänke hinaus. MIDI- und USB-Anbindung machen die BMX zum flexiblen Zentrum für DAWless-Jams wie für Studio-Produktionen – bereit für unterschiedlichste Setups.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/behringer-bmx-80s-drum-machine-nostalgia-rewired-for-the-modern-patchhead/
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