Behringer taucht mit WAVES tief in die digitale Modulationswelt ein – ein Funktionsgenerator und Tidal Modulator, inspiriert von Mutable Instruments Tides. Im neuesten Video zeigt die Marke, wie dieses Modul weit über das Übliche hinausgeht und ein Werkzeug für alles von geformten LFOs bis hin zu komplexen VCO-Aufgaben bietet. Mit seiner Multi-Mode-Architektur und den praxisnahen Bedienelementen verspricht WAVES, jedem Eurorack-Setup neues Leben einzuhauchen – egal, ob man polyrhythmische Modulationen oder harmonisch reiche Klanglandschaften sucht. Wir werfen einen genaueren Blick darauf, was Behringer demonstriert und wie WAVES kreative Wellen im Modular-Workflow schlagen könnte.

27. November 2024
MILES
Behringer WAVES: Ein Tidal Modulator für das moderne Eurorack
Neue Wellen im Funktionsgenerator-Universum
Behringer eröffnet die Präsentation mit der These, dass Funktionsgeneratoren oft als graue Mäuse der Modularwelt gelten. Während Filter und VCOs meist im Rampenlicht stehen, wird WAVES als deutlich abenteuerlustiger positioniert – ein digitaler Tidal Modulator, der die klassische AD-Hüllkurve neu interpretiert. Der Fokus liegt auf kreativer Modulation mit dem Versprechen, die klanglichen Möglichkeiten weit über das Übliche hinaus zu erweitern.
Das Modul wird als Ozean an Möglichkeiten vorgestellt und deutet damit seine Flexibilität und Tiefe an. Statt sich auf konventionelle Hüllkurvenaufgaben zu beschränken, wird WAVES als Werkzeug für Grenzgänger präsentiert – egal ob für ausgefeilte LFOs, sich entwickelnde Hüllkurven oder als Multi-Wave-VCO. Die Richtung ist klar: Ein vielseitiges und inspirierendes Modul für das Rack.

"From intricately sculpted LFOs and envelopes to a multi-wave shape VCO, this is an ocean of creative possibilities."
© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)
Von Tides inspiriert: Digitale Herkunft und Multifunktionalität

"Based on the fantastic mutable instrument's tides, it can create precisely crafted LFOs and envelopes, and can also be used as a dedicated multi-wave shape VCO."
© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)
WAVES bezieht sich direkt auf Mutable Instruments Tides, ein Modul, das für seine Mischung aus digitaler Präzision und organischer Modulation bekannt ist. Behringer macht deutlich, dass WAVES nicht nur ein Klon ist, sondern eine Neuinterpretation der Tides-Kernideen – insbesondere die Fähigkeit, präzise LFOs und Hüllkurven zu generieren und als Multi-Wave-VCO zu dienen.
Im Video werden die drei Generator-Modi – AD, AR und Looping – sowie vier Ausgangsmodi hervorgehoben, die Shapes, Amplituden, Zeiten und Frequenzen abdecken. Diese Multifunktionalität steht im Zentrum des Konzepts und bietet eine breite Palette an Modulations- und Audio-Optionen für unterschiedlichste Patch-Szenarien.
Modi en masse: Generator- und Ausgangsflexibilität
Im Kern von WAVES stehen drei Generator-Modi: AD (Attack/Decay), AR (Attack/Release) und Looping. Damit kann man zwischen Hüllkurven- und zyklischem Verhalten wechseln, sodass das Modul sowohl als Modulationsquelle als auch als VCO eingesetzt werden kann. Die vier Ausgangsmodi – jeweils mit eigenem Shift-Regler – erweitern die Vielseitigkeit nochmals und ermöglichen alles von klassischen Hüllkurvenformen bis zu komplexen, phasenverschobenen Ausgängen.
Behringer betont das Zusammenspiel dieser Modi, mit Frequenzbereichen von langsamen LFOs bis zu Audio-Raten. Die Architektur lädt zum Experimentieren ein – egal ob für knackige Hüllkurven, sich entwickelnde LFOs oder harmonisch reiche Oszillationen. Generator- und Ausgangsmodi fördern komplexes Signalshaping und Modulationslayering in einem einzigen Modul.

"Now, Waves is definitely more than your average function generator, and it also does work in a unique way, of course, being based on tides."
© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)
Hands-on: CV, Waveshapes und Workflow
WAVES ist mit CV-Eingängen und einem Attenuverter für jede Hauptfunktion ausgestattet und bietet damit ein hohes Maß an Modulationsflexibilität. Hinzu kommen ein Volt-pro-Oktave-Eingang für Tonhöhensteuerung, vier dedizierte Ausgänge mit LED-Feedback sowie Trigger- und Clock-Eingänge zum Synchronisieren oder Retriggern von Hüllkurven und LFOs. Damit positioniert sich WAVES als zentrales Modulationszentrum im Eurorack.
Das asymmetrische Dreieck als Funktionsgenerator bildet das Rückgrat des Moduls, gefolgt von einem Wavetable-Waveshaper, der zwischen linear, exponentiell, logarithmisch, sinusförmig und arc-sinusförmig morpht. Ein zweiter Prozessor bietet entweder ein zweipoliges Tiefpassfilter für Glättung oder einen Wavefolder für harmonische Komplexität. Die Regler für Frequenz und Slope verhalten sich je nach Modus unterschiedlich und erlauben so eine feine Formung von Hüllkurven und Oszillationen.
Behringer zeigt, wie diese Parameter in der Praxis zusammenspielen – etwa wie der Slope-Regler im zyklischen Modus zwischen Sägezahn und Reverse-Sägezahn morpht oder wie der Smoothness-Parameter vom Filtern ins Wavefolding übergeht. Das Gesamtdesign lädt zum Ausprobieren ein und fördert kreative Workflows – sei es zur Modulation von Filtern, zur Erzeugung von Audio-Texturen oder zum rhythmischen Clocken.
Ausgangsmodi: Von Polyrhythmen zu harmonischer Fülle

"Then at low frequencies, it gets even more interesting as it generates polyrhythmic LFOs."
© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)
Die vier Ausgangsmodi zeigen, wie viel Tiefe in WAVES steckt. Im Standardmodus liefert jeder Ausgang eine andere Waveshape – vom vollverarbeiteten Hauptsignal bis zu rohem Dreieck, Square und Pulse. Damit sind klassische VCO-Aufgaben ebenso möglich wie geschichtete Modulation. Der Shift-Regler wirkt je nach Modus als Attenuverter oder Crossfader und gibt zusätzliche Kontrolle über den Output-Mix.
Weitere Modi bieten Crossfading wie in einem Mixer, phasenverschobene Ausgänge und Frequenzverhältnisse. Damit sind alles von polyrhythmischen LFOs bis zu gestapelten Harmonieakkorden möglich, je nach Frequenzbereich und Patch-Kontext. Im Video wird gezeigt, wie das Mischen der Ausgänge oder der Betrieb in verschiedenen Raten alles von satten Bässen bis zu sich entwickelnden Klanglandschaften ermöglicht – WAVES als Modulationskraftwerk und Klangquelle zugleich.
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