Korgs KAOSS Replay hat mit dem großen 2.0 Firmware-Update nicht nur ein paar kleine Verbesserungen erhalten – es ist eine komplette Transformation zu einem fortschrittlicheren Performance- und Produktionszentrum. Mit Fokus auf Workflow, erweiterte Effekte und tiefere Sampling-/Looping-Funktionen bleibt Korgs pragmatische, musikerorientierte Philosophie klar erkennbar. Das offizielle Video führt durch alles von anpassbaren Hintergründen bis zu erweiterten Quantisierungsoptionen – und das bei minimalem Menü-Gewühle und maximaler Kontrolle direkt am Gerät. Wir analysieren, wie diese neuen Features die Architektur des KAOSS Replay verändern und was sie für kreative Workflows bedeuten.

26. April 2024
LYRA
Korg KAOSS Replay 2.0: Ein digitales Kraftpaket entwickelt sich weiter
Ein Firmware-Sprung: KAOSS Replay 2.0 ist da
Korgs KAOSS Replay war schon immer ein flexibles Live-Tool, aber die Firmware-Version 2.0 markiert einen echten architektonischen Sprung. Das Update wird als ganzheitliches Upgrade präsentiert, nicht nur als Patch – mit neuen Performance-Effekten, Workflow-Verbesserungen und komplett neuen Funktionen. Von Anfang an macht das Video klar: Hier geht es nicht nur um mehr Sounds, sondern um ein tieferes, integrierteres Performance-Erlebnis.
Das 2.0-Update soll das KAOSS Replay zu einem fortschrittlicheren Produktions- und Performance-Gerät machen. Korgs Ansatz ist es, sowohl die kreativen als auch die praktischen Bedürfnisse der Nutzer zu adressieren – mit einem klaren Fokus darauf, Reibungsverluste im realen Setup zu minimieren. Die Verbesserungen sind nicht nur oberflächlich, sondern tief in den Workflow eingewoben und versprechen ein nahtloseres, ausdrucksstärkeres Erlebnis im Studio und auf der Bühne.
Effekt-Overdrive: 200+ Programme und Vocoder-Feinschliff
Ein zentrales Highlight des Updates ist die massive Erweiterung der Effekte – jetzt insgesamt 209, davon 81 neue Performance-Effekte in jeder Kategorie. Es geht hier nicht nur um Quantität: Die neuen Effekte umfassen signifikante Ergänzungen im Bereich Vocoder und Vocal Processing sowie verspielte Synthesizer-Effekte, die das Klangspektrum erweitern. Das Video gibt einen Vorgeschmack auf diese neuen Programme, macht aber auch klar: Wer alles entdecken will, muss selbst Hand anlegen.
Korg hat außerdem die Vocoder-Programme für eine nahtlosere Integration in Musikproduktionen feinjustiert. Alle Vocal- und Vocoder-Effekte nutzen jetzt eine einheitliche chromatische Skala für die Noteneingabe – anstelle der bisherigen Dur-Skala. Diese scheinbar kleine Änderung sorgt dafür, dass Vocal-Effekte in jedem musikalischen Kontext ohne Skalenprobleme eingesetzt werden können und macht die Vocal-Tools des KAOSS Replay vielseitiger und produktionstauglicher.

"That's several new effects for every category of effect, including vocoders and vocal effects."
© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Sampling und Looping: 16 Pads, Quantisierung und mehr

"Below that, you'll see we also have a metronome now included on the chaos replay."
© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Sampling und Looping erhalten mit 2.0 ein großes Upgrade: Bis zu 16 Pads können nun gleichzeitig gesampelt, abgespielt oder geloopt werden. Diese erweiterte Polyphonie wird durch neue Quantisierungsoptionen und eine größere Auswahl an Taktarten ergänzt – alles bequem im Global-Menü erreichbar. Das Update bringt außerdem einen Sampling-Precount (bis zu vier Takte) und ein Metronom, beide auf den Output-Bus geroutet – Kopfhörer empfohlen für präzises Monitoring.
Auch die Sample-Bearbeitung wurde verbessert: Reverse, Pitch-Shifting und Normalisieren sind jetzt direkt im Utility-Menü möglich. Loop-Längen können bis zu 64 Beats (16 Takte) betragen oder im Free-Beat-Modus variabel aufgenommen werden. Die Dateikompatibilität wurde erweitert – 44,1kHz/24-Bit und 48kHz/24-Bit WAV-Dateien werden jetzt unterstützt, was die Integration mit DAWs und anderem Equipment erleichtert.
Workflow gestrafft: Direktkontrolle statt Menü-Wirrwarr
Korg betont im Video ein zentrales Ziel: Weniger Menü-Wirrwarr, mehr Direktzugriff für einen unmittelbaren kreativen Prozess. Pad-Details wie Bank, Pad-Nummer und Lautstärke sind nun auf einen Blick sichtbar, und die Lautstärke lässt sich direkt einstellen – ganz ohne Untermenüs. Schnelle Aktionen wie das Halten von Shift, um Gate- oder Lautstärkeeinstellungen im laufenden Betrieb zu ändern, machen Live-Performance und Improvisation deutlich flüssiger.
Weitere Workflow-Verbesserungen umfassen einen Trigger-Threshold, der versehentliche Pad-Treffer beim Fingerdrumming verhindert, gezielteres Variable Pitch, sowie die Möglichkeit, Pads vorab Gruppen zuzuweisen – ideal für DJ-Übergänge. Die Trigger Pad Edit-Taste merkt sich das zuletzt verwendete Pad und beschleunigt so das Editieren. Die Auto-BPM-Funktion wurde für schnelleres Tempo-Matching optimiert, und Gate- sowie Playmode-Parameter lassen sich jetzt im Voraus festlegen – kleine Details, die das Instrument spürbar reaktionsschneller machen.

"And now I can select pads and adjust their volume directly without having to go into the trigger pad edit as well."
© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Personalisierung und letzte Details
Das Update betrifft nicht nur die Tiefe der Architektur – Korg hat auch ein anpassbares Wallpaper-Feature hinzugefügt, mit dem sich das Display des KAOSS Replay individuell gestalten lässt. Für den Workflow ist das zwar nicht entscheidend, aber es zeigt, dass Nutzererlebnis und optischer Komfort bei modernen Performance-Tools eine Rolle spielen.
Zum YouTube Video:
Latest articles
Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/KorgOfficial
Links von KorgOfficial:
Werbung – Partnerlinks:
Bei einem Kauf über die folgenden Links erhalten wir ggf. eine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Der Link führt zu einer Amazon-Stichwortsuche. Je nach Verfügbarkeit können andere Treffer angezeigt werden.
🔗 Preis auf Amazon prüfen