Der ELEMENT One von Modal Electronics setzt auf ein durchdachtes Bedienfeld und verzichtet auf tiefe Menüs, damit Musiker sich auf Musik statt Navigation konzentrieren. Im offiziellen Walkthrough zeigt Modal clevere Tricks und Shortcuts, die das Top-Panel zum Steuerzentrum machen. Von Oktav-Resets über schnelles Patch-Speichern, Kategoriemanagement bis hin zu Echtzeit-Zuweisungen ist der Workflow auf Direktheit ausgelegt. Wir beleuchten, wie diese Funktionen demonstriert werden, was sie für kreatives Arbeiten bedeuten und wo das Instrument als zugänglicher, aber dennoch tiefer Synth positioniert ist.

1. August 2026
LYRA
Modal Electronics ELEMENT One: Top-Panel-Workflow freigeschaltet
Erster Eindruck: Ein Synth ohne Menü-Angst
Der Modal Electronics ELEMENT One wird als Synthesizer vorgestellt, der Unmittelbarkeit und direkte Interaktion in den Mittelpunkt stellt. Modals Designphilosophie ist von Anfang an klar: Menü-Tiefen minimieren und maximale Kontrolle über das Bedienfeld bieten. Der Moderator betont, dass das Ziel ist, Musiker „im Moment“ zu halten und ihnen Zugriff auf zentrale Funktionen und kreative Eingriffe zu ermöglichen, ohne den Workflow zu unterbrechen.
Dieses Ethos ist nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit, sondern prägt die Architektur des Instruments. Das Top-Panel dient als primäre Schnittstelle für Sounddesign und Performance und bietet Zugriff auf alles von Pitchbend und LFOs bis zu Filtern und Hüllkurven. Die Botschaft: Egal ob Presets durchstöbern oder eigene Sounds formen – der ELEMENT One will, dass man sich auf die Musik konzentriert, nicht auf das Handbuch.

"Das war einer der wichtigsten Designaspekte: Dir all diese Funktionen und Kontrolle zu bieten, ohne Menü-Tiefen, damit du im Moment bleiben kannst."
© Screenshot/Zitat: Modalelectronics (YouTube)
Oktav-Sprünge, Sustain-Tricks & Instant-Patch-Speichern

"Wir können Sustain tatsächlich direkt vom Bedienfeld aus aktivieren, während wir spielen."
© Screenshot/Zitat: Modalelectronics (YouTube)
Das Video steigt mit praktischen Shortcuts ein, beginnend beim Oktav-Management. Ein einfaches Halten beider Oktav-Tasten setzt das Instrument auf Oktave eins zurück – ein kleines, aber wirkungsvolles Feature für Performer, die schnell zum Ausgangspunkt zurückkehren müssen, besonders live. Diese haptische Herangehensweise an Transposition vermeidet die Reibung von Menü-basierten Workflows.
Auch die Sustain-Aktivierung ist ein Highlight und bietet zwei Modi, die direkt vom Panel aus erreichbar sind. Durch gleichzeitiges Drücken von LFO- und Oszillator-Select wird unendliches Sustain aktiviert; längeres Halten schaltet in den Latch-Modus, ideal für das Wechseln zwischen gehaltenen oder ersetzten Akkorden. Wer kein Pedal zur Hand hat, bekommt hier eine praktische Performance-Lösung. Auch das Speichern von Patches ist vereinfacht: Ein längerer Druck auf die Save-Taste speichert den aktuellen Sound im Slot – unverzichtbar für schnelle Sessions.
Sound-Organisation & Echtzeit-Zuweisungen
Der Soundbrowser des ELEMENT One ist mehr als nur Preset-Scrollen. Drei Navigationsmodi – nach Kategorie, Bank oder Typ – ermöglichen es, Sounds schnell zu filtern und zu organisieren. Das Zuweisen eines Patches zu mehreren Kategorien ist mit einer Taste erledigt, die Page- und Value-Parameter helfen beim Feintuning. Solches Multi-Tagging ist selten und besonders für große Libraries oder genreübergreifendes Arbeiten nützlich.
Auch das Erstellen und Verwalten eigener Bänke ist unkompliziert. Durch Halten der Bank-Taste öffnet sich ein Utility zum Hinzufügen, Umbenennen oder Löschen von Bänken – so lassen sich persönliche Libraries unabhängig von den Werkspresets anlegen. Besonders hervorzuheben ist das Control-Assignment-System: Vier Panel-Drehregler können (per Tastendruck) einer Vielzahl von Zielen zugewiesen werden – Filter, LFO, Effekte oder sogar Arpeggiator-Swing. Alles bleibt am Panel, unterstützt tiefes Sounddesign und spontane Performance-Eingriffe.

"Kategorie ist wahrscheinlich mein Favorit. Es ist eine der mächtigsten Möglichkeiten, verschiedene Sounds zu finden und zuzuweisen."
© Screenshot/Zitat: Modalelectronics (YouTube)
Performance-Optimierungen: Tempo und Arpeggiator im Handumdrehen
Der Moderator geht auf Tempo- und Arpeggiator-Steuerung ein und unterstreicht erneut Modals Fokus auf Direktheit. Das Tempo lässt sich per Drehregler oder durch Antippen (Select + Tap) einstellen – ideal, um sich live an eine Band anzupassen oder spontan die Stimmung zu wechseln. Auch die Arpeggiator-Division ist direkt am Panel veränderbar: Durch Halten der Arp-On/Off-Taste und Verstellen des Tempos lassen sich rhythmische Variationen sofort umsetzen – ein Gewinn für Studio und Bühne.
Diese Performance-Features sind nicht in Menüs versteckt, sondern physisch zugänglich und schnell veränderbar. Das unterstreicht die Live-Tauglichkeit des ELEMENT One. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass das Instrument für Musiker gemacht ist, die in Echtzeit auf Inspiration reagieren wollen – ohne technische Hürden.
Synth für alle: Zugängliche Tiefe und kreative Ermutigung

"Das ist ein Synthesizer für alle. Du musst keine tiefen Synthese-Kenntnisse haben, um den ELEMENT One zu nutzen."
© Screenshot/Zitat: Modalelectronics (YouTube)
Modal schließt das Video mit der Betonung der Zugänglichkeit des ELEMENT One ab. Das Instrument wird explizit als offen für alle Musiker positioniert – Drummer, Keyboarder oder Synth-Neulinge. Kein Expertenwissen ist nötig, um tiefe Funktionen zu nutzen, denn alles ist auf das Top-Panel zentriert.
Diese Fokussierung auf Einfachheit bedeutet keinen Verzicht auf Tiefe. Vielmehr lädt der ELEMENT One zur kreativen Erkundung ein, indem er komplexe Features zugänglich macht. Das Design-Ethos lautet „einfach, leicht und effektiv“, Modal verspricht weitere Inhalte und kontinuierliche Firmware-Unterstützung. Der Eindruck bleibt: Der ELEMENT One will Synthese demokratisieren und eine breite Nutzerschaft zum Experimentieren und Performen einladen – ohne Menü-Frust.
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