Modor Music, die belgischen Spezialisten für digitale Drum-Designs, melden sich mit einem Firmware-Update zurück, das weit mehr als nur Fehlerbehebung ist. Das OS012-Upgrade für den DR-2 bringt drei neue Drum-Modelle – jedes mit eigenem Sound-Charakter – sowie eine parametrische EQ-Stufe, die Kicks druckvoller und Hi-Hats präziser machen soll. Im offiziellen Walkthrough zeigt Marcel von Modor, wie diese Features den DR-2 noch kreativer machen und Club-Rumble mit chirurgischer Frequenzformung verbinden. Wer synthetische, aber hands-on Beats liebt, sollte dieses Update genauer anschauen.

13. April 2024
MILES
Modor Music DR-2 OS012: Rumble, Filter und ein clevererer Drumcomputer
Firmware OS012: Neue Modelle und EQ für den DR-2
Das neueste OS012-Firmware-Update für den DR-2 Drumcomputer von Modor Music ist weit mehr als ein Wartungs-Release – es erweitert das Instrument um echte Klangwerkzeuge. Im Mittelpunkt stehen drei neue Drum-Modelle und eine parametrische Equalizer-Stufe, die dem digitalen Drum-Programming mehr Flexibilität und Tiefe verleihen.
Wie für Modor typisch, handelt es sich nicht um bloße Nachbauten klassischer Analog-Schaltungen. Stattdessen nutzt man die Möglichkeiten digitaler Signalverarbeitung, um Sounddesign-Optionen zu bieten, die über das Übliche hinausgehen. Das Update wird mit klarem Fokus auf praktische, hands-on Verbesserungen für elektronische Musiker vorgestellt, die ihre Drums präzise formen wollen.
Rumble Kick: Club-Gewicht mit kontrolliertem Raum
Das neue Rumble-Kick-Modell übernimmt einen Trick aus der Techno-Produktion: Es kombiniert einen druckvollen Kick mit einem Reverb-Tail, der per Kompressor geduckt wird, sodass das Reverb den Attack nicht verwischt. So bleibt der eigentliche Kick klar und präsent, während der Hall erst danach einsetzt – das vermittelt echtes Club-Feeling, ohne dass der Groove leidet.
Modor geht noch weiter und filtert den Reverb-Tail mit einem Lowpass, damit er sich klanglich vom Rest des Mixes absetzt. Das Ergebnis ist ein tiefer, gewichtiger Kick, der auch in dichten Arrangements durchsetzungsfähig bleibt. Dieses Modell richtet sich an alle, die ihre Drums raumfüllend, aber trotzdem präzise wollen – und das Video zeigt, wie sich das mit wenigen Parametern im DR-2 realisieren lässt.

"Wenn man einen Reverb auf eine Kick legt und den Reverb mit einem Kompressor zum Haupt-Kick duckt, kommt der Reverb-Tail dem eigentlichen Kick nicht in die Quere."
("When you put a reverb on a kick drum and make the reverb sound duck with a compressor to the main kick sound, the reverb tail does not get in the way of the main kick sound.")© Screenshot/Zitat: Modormusic (YouTube)
Filter-Claps und Hi-Hats: Slope-Kontrolle für präzisen Sound

"Beide Modelle verwenden einen Filter mit einstellbaren Filterflanken in Schritten von 6 oder 12 dB/Oktave."
("These models both use a filter with adjustable filter slopes in steps of 6 or 12 dB/octave.")© Screenshot/Zitat: Modormusic (YouTube)
Die Modelle Filter-Claps und Filter-Hi-Hats bringen beide einstellbare Filterflanken mit, die detaillierte Kontrolle über das Frequenzspektrum der Percussion erlauben. Bei den Claps gibt es eine sanfte Flanke im Bassbereich und einen extrem steilen Lowpass – bis zu 96 dB/Oktave –, der alles oberhalb der Cutoff-Frequenz rigoros abschneidet. Das Ganze wirkt auf eine breite Noise-Quelle und ermöglicht Klatschsounds von natürlich bis radikal geformt, je nach Einstellung.
Die Filter-Hi-Hats gehen noch weiter: Hier sind bis zu 84 dB/Oktave sowohl für Lowpass als auch Highpass möglich. Man kann Cymbal-Noise mit Pink Noise mischen und die Cutoff-Frequenzen voneinander trennen – so entstehen Hi-Hat- und Cymbal-Sounds, die bewusst synthetisch und kantig klingen. Modor macht klar: Es geht nicht um Realismus, sondern um kreative Kontrolle und neue Klangfarben.
Parametrischer EQ: Punch und Feinschliff für jede Drum
Die neue parametrische EQ-Stufe findet sich im After-Treatment-Bereich des DR-2, zwischen Distortion und Tilt-Filter. Jeder der sechs Instrumenten-Slots bekommt seinen eigenen EQ, sodass man jede Stimme individuell formen kann. Besonders bei Kicks ist das praktisch: Schneidet man einen bestimmten Bereich in den unteren Mitten, wird der Sound deutlich druckvoller und klarer.
Statt das Feature nur dem Rumble-Kick zu spendieren, hat Modor den EQ für alle Drum-Modelle freigeschaltet. Mit einstellbarer Center-Frequenz, Q-Faktor und einem Gain-Bereich von -36 bis +36 dB bietet diese Stufe eine Präzision, wie man sie sonst eher aus dem Studio kennt. So wird der DR-2 nicht nur zum vielseitigen Drum-Generator, sondern auch zum Werkzeug für den letzten klanglichen Feinschliff.

"Und so gibt es für jeden der sechs Instrumenten-Slots im Modor Audio 2 einen dieser Equalizer."
("And so there is one of these equalizers available for each of the six instrument slots on the Modo Audio 2.")© Screenshot/Zitat: Modormusic (YouTube)
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