Modor Music, die belgischen Vorreiter digitaler Hardware, haben ein bedeutendes Firmware-Update für ihre DR-2 Drum Machine veröffentlicht. OS013 ist weit mehr als ein Bugfix – es ist ein kreativer Sprung nach vorn, der dedizierte Bassline-Synth-Modelle und zahlreiche Verbesserungen im Sequencing mitbringt. Von MIDI-Track-Schaltungen über globale Akzentsteuerung bis hin zu längeren Taktlängen – die DR-2 bewegt sich nun noch stärker in Richtung Hybrid-Groovebox. Wir werfen einen genauen Blick darauf, was das Update bringt, wie sich die neuen Bassline-Engines verhalten und was das für hands-on Elektronikmusiker bedeutet.

11. Oktober 2024
MILES
Modor Music DR-2 OS013: Basslines und mehr für die digitale Drum Machine
Firmware-Evolution: Basslines für die DR-2
Die Modor DR-2, ohnehin schon ein digitaler Spielplatz für Percussion-Fans, erhält mit Firmware OS013 eine bemerkenswerte Erweiterung. Dieses Update ist mehr als nur ein paar kleine Tweaks – es markiert die Einführung dedizierter Bassline-Synthese-Modelle, ein Novum für die DR-2. Modor Music, bekannt dafür, ihre Hardware gern in neue Gefilde zu führen, lädt die Nutzer nun ein, Rhythmus und Melodie in einer Box zu vereinen.
Ursprünglich war die DR-2 als reine Drum Machine gedacht, doch mit den stetigen Firmware-Updates hat sie sich immer mehr zum Hybrid entwickelt. Mit OS013 erhält der Sound-Engine und Sequencer neue Tricks, die ihre Rolle im Live- und Studio-Setup erweitern. Das Video stellt diese neuen Möglichkeiten direkt in den Mittelpunkt und bereitet den Boden für einen tieferen Einblick in die Neuerungen.

"Especially that adds bassline synthesis."
© Screenshot/Zitat: Modormusic (YouTube)
MIDI-Track-Steuerung: Binär und benutzerfreundlich

"A value of 38 means that instruments F, C and B are enabled."
© Screenshot/Zitat: Modormusic (YouTube)
Eine der praktischeren Neuerungen ist die Möglichkeit, Sequencer-Tracks per MIDI CC oder MIDI-Noten zu aktivieren oder zu deaktivieren. Das eröffnet flexible Fernsteuerungsoptionen – egal, ob die DR-2 von einer DAW oder einem Hardware-Sequencer angesteuert wird.
Wer sich mit Binärzahlen auskennt, kann mit CC 95 die Tracks per Wert schalten – praktisch für Bit-Tüftler. Für alle anderen gibt es nun die Möglichkeit, mit MIDI-Noten im Oktavbereich C0–B0 die Tracks ein- oder auszuschalten. Dieser doppelte Ansatz bedient sowohl die Technik-Nerds als auch die Musiker und macht die DR-2 anpassungsfähiger in komplexen MIDI-Setups.
Akzente und Taktlängen: Neue rhythmische Freiheiten
OS013 führt einen globalen Akzentwert ein, mit dem sich die Intensität der globalen Akzente unabhängig von den Einzelinstrumenten-Akzenten einstellen lässt. So kann man den Punch seiner Grooves feinjustieren, ohne für jede Spur einzeln nachregeln zu müssen. Die bisherige Akzent-Programmierung – Akzent-Taste halten für Step-Akzente oder einmal tippen für globale Akzente – bleibt erhalten, wird aber nun um eine zusätzliche Nuance erweitert.
Ebenfalls willkommen ist die Möglichkeit, längere Taktlängen zu setzen und damit die alte 16-Step-Grenze zu sprengen. Egal ob man in krummen Metren wie 5/4 oder 7/4 arbeitet oder 64-Step-Pattern bastelt – die DR-2 unterstützt jetzt auch komplexere rhythmische Strukturen. Über die Page-Tasten greift man auf zusätzliche Steps zu und kann wie gewohnt Variationen oder Fill-ins reservieren. Diese Flexibilität kommt allen zugute, die gerne mit verschachtelten Patterns oder Polyrhythmen experimentieren.

"The global accent level sets determines the intensity of these global accents alone, apart from the single instrument accents."
© Screenshot/Zitat: Modormusic (YouTube)
Bassline-Synthese: Vier neue Tiefgang-Modelle
Das Highlight von OS013 ist zweifellos die Ergänzung von vier dedizierten Bassline-Synth-Modellen. Modor Music spendiert der DR-2 einen subtraktiven Saw-Synth, einen Square-Synth, einen Sine-Synth und einen FM-Synth mit zwei Operatoren. Jeder bringt seinen eigenen Charakter mit: Die Saw- und Square-Modelle liefern klassische, gefilterte Basssounds, während der Sine-Synth drei Oszillatoren im Oktavabstand für mehr Fundament und etwas Drive kombiniert.
Der FM-Synth sorgt für metallische, perkussive Bässe, wie man sie von digitaler FM kennt. Bemerkenswert: Der Transienten-Click der Drum-Modelle wird durch einen Portamento-Parameter ersetzt, der Slides und Glides zwischen den Noten ermöglicht. Dieser Designwechsel rückt den Fokus von perkussivem Attack hin zu melodischer Phrasierung – die Basslines der DR-2 werden dadurch ausdrucksstärker und lebendiger im Sequencer.
Pitch-Locking und melodische Flexibilität

"The pitch parameter locks work relative to the root note, so that it becomes easy to transpose the baseline, by just turning the pitch knob or sending it a controller value."
© Screenshot/Zitat: Modormusic (YouTube)
Das Parameter-Locking für Pitch, das bereits in früheren Firmware-Versionen eingeführt wurde, erhält nun ein melodisches Upgrade. Pitch-Locks sind relativ zum Grundton, sodass sich eine komplette Bassline ganz einfach per Pitch-Regler oder MIDI-Controller transponieren lässt. So kann man mit Tonartwechseln oder dynamischen Modulationen experimentieren, ohne sich im Menü zu verlieren.
Das neue Portamento sorgt zudem für fließende Slides zwischen den Noten – ein Muss für klassische Bassline-Programmierung. Diese Verbesserungen machen den DR-2-Sequencer zu mehr als nur einem Rhythmus-Tool: Er wird zur Spielwiese für melodische Experimente und verwischt die Grenzen zwischen Drum Machine und Groovebox.
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