Vergiss Disting-Menüwahn – Molten Music Technology stürzt sich mit britischem DIY-Charme auf den Bau von Music Thing Modular Radio Music 2 und 8mu Controller. Wer Lötqualm, Sample-Chaos und Live-Gig-Druck liebt, ist hier richtig. Robin Vincents Bau ist genauso von schlechtem Lötzinn, fehlenden Muttern und der Freude über ein schiefes, aber funktionierendes Modul geprägt wie vom klanglichen Potenzial. Keine klinischen Schritt-für-Schritt-Anleitungen – das ist ein Rave-Bunker, kein Klassenzimmer.

28. September 2026
SPARKY
Molten Music Technology bringt Krach: Radio Music 2 & 8mu DIY-Bau im Test
Radio Music 2: Das klangliche Schweizer Taschenmesser
Molten Music Technology startet mit dem Radio Music 2 – ein Modul, das Samples im Modularsystem wild macht. Kein Gefummel mehr mit dem Disting, nur um ein bisschen Spoken Word oder Vogelgezwitscher abzuspielen: Hier gibt’s Sample-Action pur, SD-Karte rein und los. Die Idee ist simpel – pack alles von Field Recordings bis Synth-Lines auf die Karte und wähle sie wie beim Geisterradio durch.
Radio Music 2 ist kein Nostalgie-Trip, sondern ein scharfes Werkzeug für alle, die unvorhersehbare Texturen ins Set bringen wollen. Robin macht keine halben Sachen – er will seine Sounds schnell und den Workflow noch schneller. Ob Umgebungsgeräusche, Sprachfetzen oder purer Modular-Wahnsinn, alles ist erlaubt. Für Gigs oder Patchen unter Zeitdruck ist das Teil eine echte Street-Weapon.

"Was ich will, ist das echte Teil, und jetzt sind sie zurück, Radio Music ist zurück."
© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
8mu Controller: Hands-on, Chaos bereit
Jetzt kommt der 8mu: ein kompakter Controller, der Radio Music 2 von cool zu absolut gefährlich macht. Das kleine Teil gibt dir direkte Kontrolle über Playback, Geschwindigkeit, Looping und mehr – ganz ohne kryptische Menüs. Robin gibt ehrlich zu, nicht jede Funktion sofort zu kennen, aber genau das macht den Reiz aus. Der 8mu wird einfach eingesteckt und bringt taktile Kontrolle direkt unter die Finger.
Man kann es sich vorstellen wie schnelle Hände fürs Modular – perfekt für Live-Improvisation oder spontane Ideen. Egal ob glitchige Texturen oder mehr Performance-Kontrolle: Mit dem 8mu hast du das Chaos voll im Griff. Die Features muss man gesehen haben – das Video liefert das volle Fader-Drama.
DIY-Bau: Echtzeit-Lötchaos

"Meins ist eher ein Autounfall – ich tauche einfach auf und probiere es aus, ohne vorher zu wissen, wie es zusammengehört."
© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Robin will nicht, dass du dich wegen deines ordentlichen Arbeitsplatzes gut fühlst – hier gibt’s echtes DIY, gefilmt wie es passiert, mit allen Macken. Keine schicken Schnitte; du bekommst den echten Grind: störrisches Lötzinn, fummelige Header und die Erleichterung, wenn endlich was passt. Er stürzt sich in beide Kits – Radio Music 2 und 8mu – mit der Einstellung eines Typen, der vor dem Gig gegen die Uhr kämpft, nicht wie ein YouTuber auf Perfektion.
Erwarte klassische Löt-Klagen – mieses Zinn, LED-Beine überall und die übliche Verwirrung, welche Mutter wohin gehört. Das Handbuch ist okay, aber Robin bemängelt fehlende Details zum Expander-Header und wünscht sich mehr Fotos. Der 8mu-Bau geht noch schneller – hauptsächlich Schieberegler und Schrauben, das größte Problem sind die Gummikappen für die Fader. Das muss man gesehen haben.
Hier geht’s nicht darum, es einfach aussehen zu lassen; sondern zu zeigen, wo es schiefgehen kann, damit du’s besser machst. Wer ein Bauvideo sehen will, das sich wie eine nächtliche Patch-Session mit Koffein und Hoffnung anfühlt, ist hier richtig.
Sound-Upgrade: Von krustig zu knackig
Radio Music 2 ist nicht nur ein Aufguss; die Klangqualität ist ein echter Sprung nach vorn. Robin checkt den verbesserten Output und klar ist: Das Teil kann alles ab, was du ihm gibst – vor allem satte Umgebungs- und Sprachsamples. Das Ergebnis? Viel mehr bühnentauglich und weniger Gefahr, dass dein Set zum Knistern wird.
Ob dezente Hintergrundschichten oder absurde Klangbotschaften mitten im Jam – die neue Hardware sorgt dafür, dass alles sauber durchkommt. Wer noch die alte Version nutzt, sollte langsam das Löteisen rausholen und upgraden.
Sample-Auswahl: Mach’s zu deinem Ding
Die wahre Magie von Radio Music 2 steckt nicht nur in der Hardware – sondern in dem, was du auf die SD-Karte packst. Robin macht klar: Wenn du nur die Standard-Ordner lädst, klingst du wie alle anderen im Bunker. Der Trick ist, deine eigene Library zu bauen – ob skurrile Sprachfetzen, Field Recordings oder deine private Synth-Sammlung.
Achtung: Die richtigen Samples zu finden ist ein Kaninchenbau, und wer einzigartige Sets will, muss sorgfältig kuratieren. Der Prozess macht Spaß und das Ergebnis ist nur so gut wie deine Fantasie. Für den vollen Klang-Impact (und ein paar herrlich chaotische Sample-Suchaktionen) ist das Video Pflicht.

"Jetzt ist das Problem: Wie baue ich meine eigene Library?"
© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
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