Das neueste offizielle Demo von Moog Music vereint zwei ihrer faszinierendsten sequenzergesteuerten Synths: den Labyrinth und den Subharmonicon. Im Video zeigt Moog, wie sich diese Maschinen zu einem einzigen, sich entwickelnden Instrument verschalten lassen und wie durch das verschlungene Zusammenspiel ihrer Sequencer neue harmonische Möglichkeiten entstehen. Mit Fokus auf Clock-Synchronisation, Utility-Mixer, Quantisierung und cleveres Cross-Patching ist die Präsentation ein tiefer Einblick in polyrhythmische Transpositionen und generative Melodien. Für alle, die Patchkabel und wandernde Spannungen lieben, ist dies ein Paradebeispiel für modulare Synergie.

6. September 2025
MILES
Moog Music: Verschlungene Sequencer – Labyrinth trifft Subharmonicon
Sequencer-Synergie: Labyrinth & Subharmonicon verschlungen
Moog Music eröffnet dieses Demo, indem Labyrinth und Subharmonicon – zwei sequencerstarke Synths – miteinander kombiniert werden, um die besonderen Ergebnisse ihrer gemeinsamen Sequenzierungskraft zu erforschen. Der Fokus liegt sofort darauf, wie ihre jeweiligen Sequencer durch Interaktion komplexe Transpositionsverläufe erzeugen, die weit über das hinausgehen, was jedes Instrument für sich allein leisten könnte. Durch das Synchronisieren des Clock-Ausgangs von Labyrinth mit dem Clock-Eingang des Subharmonicon werden beide Maschinen im Gleichschritt gehalten – die Grundlage für einen Patch, der ganz auf Wechselwirkung und gegenseitigen Einfluss setzt. Das Ziel ist klar: Mit diesen Sequencern soll eine verschlungene, sich entwickelnde Melodielandschaft entstehen, die kreatives Routing belohnt.

"Harness the power of their respective sequencers to create unique and tangled transpositional behavior."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Stimmen mischen: Utility-Mixer als Patch-Zentrale

"Using Labyrinth's utility mixer lets us create one cohesive instrument."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Anstatt beide Synths einfach durch einen Standardmixer oder ein Interface zu schicken, zeigt das Video, wie der integrierte Utility-Mixer des Labyrinth genutzt werden kann, um beide Instrumente zu einer einzigen, kohärenten Klangquelle zu verschmelzen. Der VCA-Ausgang des Labyrinth wird auf Kanal 1 des Utility-Mixers gelegt, während der VCA-Ausgang des Subharmonicon Kanal 2 speist – so lässt sich das Verhältnis und die Interaktion beider Stimmen präzise steuern.
Der Summenausgang des Utility-Mixers geht direkt in einen digitalen Recorder und macht aus den beiden Synths ein vereintes Instrument. Dieser Ansatz vereinfacht nicht nur die Signalkette, sondern fördert auch einen integrierten Performance-Workflow, bei dem die Nuancen beider Synths gemeinsam geformt werden können. Das Video deckt außerdem das grundlegende Stimmen und Pegeln ab, damit beide Stimmen harmonisch aufeinander abgestimmt sind, bevor das Sequencing beginnt.
Quantisierungstricks: Oktaven und mehr
Ein zentrales Feature ist die Quantisierung der Sequencer im Subharmonicon. Mit auf 12-Ton-Gleichstufigkeit eingestellter Quantisierung können die Step-Knobs Spannungen ausgeben, die exakt Oktavintervalle entsprechen – so lassen sich präzise Transpositionen einfach einstellen. Der Bereich jedes Step-Knobs kann auf ±5, ±2 oder ±1 Oktave gesetzt werden; das Video zeigt, wie die Einstellungen auf 12 Uhr, ganz nach rechts oder ganz nach links jeweils 0V, +1V oder -1V liefern – was direkt Oktavsprüngen entspricht.
Mit dieser Quantisierung können beide Sequencer des Subharmonicon einfache Oktavtranspositionen ausgeben, die dann kreativ weiterverarbeitet werden. Die Demo zeigt, wie diese Ausgänge sowohl zur Steuerung der eigenen Oszillatoren als auch – spannender – zur Transposition der Sequenzen im Labyrinth genutzt werden können. So eröffnen sich polyrhythmische und harmonische Möglichkeiten.

"The sequencers on Subharmonicon can be quantized."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Cross-Patching für polyrhythmische Komplexität
Der eigentliche Zauber entsteht, wenn die Sequencer beider Synths miteinander verschaltet werden. Labyrinths Sequencer 1 steuert seinen eigenen VCO, während der Sequencer 2 des Subharmonicon an den 1V/Okt-Eingang des Labyrinth gepatcht wird und so Oktavtranspositionen der Labyrinth-Sequenz ermöglicht. Umgekehrt wird Labyrinths Sequencer 2 an den VCO-1-CV-Eingang des Subharmonicon geschickt, sodass Labyrinth die Melodien im Subharmonicon steuert. In dieser wechselseitigen Anordnung sequenziert jeder Synth sowohl sich selbst als auch den anderen – das Ergebnis ist ein dichtes Netz aus melodischem Wechselspiel.
Noch mehr Komplexität entsteht, wenn der Trigger-Ausgang von Labyrinths Sequencer 2 an den Trigger-Eingang des Subharmonicon gepatcht wird. Wird der EG-Button des Subharmonicon deaktiviert, werden Noten nur noch getriggert, wenn sie durch den Labyrinth-Sequencer aktiviert werden – so entstehen polyrhythmische Muster. Durch das Verstellen der Polyrhythmus-Einstellungen auf beiden Geräten verändern sich die rhythmischen Beziehungen und es entstehen immer neue Transpositions- und Kontrapunktbewegungen.
Generative Harmonik: Der Klang verschlungener Patches

"Combining Labyrinth and Subharmonicon together can provide fascinating harmonic movement."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Das resultierende Klangbild zeigt eindrucksvoll, welche Tiefe entsteht, wenn die generativen Sequencer des Labyrinth mit den quantisierten Transpositionen des Subharmonicon interagieren. Das Video demonstriert, wie man – jenseits einfacher Oktavsprüngen – durch verschiedene Quantisierungsskalen und Step-Einstellungen zu reichen harmonischen Bewegungen und unerwarteten Melodiebögen gelangt. Diese Patch-Strategie macht aus den beiden Synths ein einziges, generatives Instrument, das stundenlang zu kontrapunktischen Entdeckungsreisen einlädt – ein verlockendes Versprechen für alle, die sich gerne in modularen Labyrinthen verlieren.
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