ROLI Airwave Player trifft Equator2: Ein Hybrid-Sounddesign-Spielplatz

23. April 2026

LYRA

ROLI Airwave Player trifft Equator2: Ein Hybrid-Sounddesign-Spielplatz

ROLIs neuestes Video vereint den taktilen Airwave Player mit der leistungsstarken Equator2-Engine und eröffnet damit ein neues Kapitel für praktisches Sounddesign. Mit dem vollständigen Equator2-Editor, der jetzt im Airwave Player integriert ist, können Nutzer endlich über Presets hinausgehen und eigene ausdrucksstarke Klänge formen. ROLIs Sound & Innovation Manager Marcus führt durch die wichtigsten Funktionen: vom Navigieren der vielschichtigen Benutzeroberfläche über die Nutzung von Dimension Curves, LFOs und den einzigartigen Airwave-Gesten. Wer sich für hybride Synthese, Modulations-Routing und performancelastige Workflows interessiert, erhält hier einen aufschlussreichen Einblick, wie ROLIs Architektur Experimentierfreude und Kontrolle gleichermaßen ermöglicht.

Hybride Horizonte: Airwave Player trifft Equator2

Der ROLI Airwave Player, jetzt mit dem vollständigen Equator2-Editor ausgestattet, markiert einen bedeutenden Schritt für alle, die mehr wollen als nur Werkspresets – nämlich eigene Sounds erschaffen. Das Video startet mit Marcus, ROLIs Sound & Innovation Manager, der diese neue Möglichkeit vorstellt und auf eine praktische Entdeckungsreise einstimmt. Durch die Integration erhalten Nutzer direkten Zugang zur tiefen Synthese-Architektur von Equator2 innerhalb des Airwave Players und können so taktile Kontrolle mit einer leistungsstarken Hybrid-Engine verbinden.

Diese Verbindung ist mehr als nur ein technisches Upgrade – sie verändert den Workflow grundlegend. Mit dem eingebetteten Equator2-Editor gibt ROLI Musiker:innen die Werkzeuge an die Hand, eigene Klanglandschaften zu gestalten und sowohl klassische Keyboard-Gesten als auch die einzigartigen Airwave-Dimensionen zu nutzen. Klar wird: Hier geht es nicht bloß ums Tweaken, sondern ums Bauen von Sounds von Grund auf – mit all der Ausdrucksstärke, die ROLIs 5D-Touch-Paradigma ermöglicht.

Wir haben jetzt den vollständigen Equator 2 Editor im ROLI Airwave Player integriert.

© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)

UI-Deep-Dive und Klangquellen-Alchemie

Jeder Sound kann aus sechs unabhängigen Klangquellen bestehen.

© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)

Der Rundgang beginnt mit einer geführten Tour durch die Benutzeroberfläche des Airwave Players, die ihre vielschichtige Struktur und das visuelle Feedback hervorhebt. Nutzer:innen werden vom Visualizer-View begrüßt, der Handposition, Keyboard-Layout und die aktuell aktive Dimension anzeigt – eine hilfreiche Orientierung beim Navigieren multidimensionaler Kontrolle. Im linken Panel können Presets durchstöbert werden, aber das eigentliche Highlight ist der Edit-Button, der die vollständige Equator2-Oberfläche innerhalb des Airwave Players öffnet.

Im Herzen der Engine stehen sechs unabhängige Klangquellen-Slots, die jeweils verschiedene Synthese-Modi beherbergen können: Wavetable für klassische Synth-Sounds, Sampler für analoge wie akustische Samples, Granular für experimentelle Texturen und Noise für zusätzliche Klangfarben. Das Video zeigt, wie diese Quellen flexibel durch Filter und Effekte geroutet werden können – entweder direkt, über Filter oder in parallelen Effektketten. Diese Modularität ist entscheidend für das Erstellen vielschichtiger, sich entwickelnder Patches.

Die Patch-Erstellung wird Schritt für Schritt demonstriert: Beginnend mit einer Wavetable-Basis, erweitert um Sampler- und Granular-Layer. Der zentrale Bereich der Oberfläche passt sich dynamisch an die gewählte Quelle an und bietet detaillierte Kontrolle. Das Solo-Schalten einzelner Module, das Kopieren und Einfügen von Quellen (mit oder ohne Modulationszuweisungen) sowie ein umfangreicher Sample-Browser fördern einen Workflow, der sowohl zum Experimentieren als auch zur Präzision einlädt.

Modulation: Dimension Curves, LFOs und Hüllkurven in Aktion

Modulation ist das Lebenselixier ausdrucksstarken Sounddesigns im ROLI-Ökosystem – und das Video rückt sie ins Zentrum. Marcus zeigt, wie Hüllkurven, LFOs und vor allem die Dimension Curves nahezu jedem Parameter zugewiesen werden können – per Drag-and-Drop oder über Kontextmenüs. Diese Flexibilität ermöglicht nuancierte Kontrolle über alles von Pitch-Sweeps bis Filterdynamik.

Der Bereich der Dimension Curves ist besonders mächtig: Hier werden sowohl Keyboard-Gesten (wie Strike und Press) als auch Airwave-spezifische Dimensionen (etwa Air Raise, Tilt und Glide) auf Modulationsziele gemappt. Im Video wird gezeigt, wie diese Zuweisungen mit eigenen Kurven feinjustiert werden können – für nichtlineare Reaktionen und ausgefeilte Performance-Verhalten. So wird jede Geste zum Werkzeug für dynamisch-evolvierenden Klang.

Vielleicht am wichtigsten: die Dimension Curves hier.

© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)

Kreative Workflows: Layering, Texturen und Airwave-Performance

Wir haben tatsächlich diese zuweisbaren On- und Off-Lag-Regler für jede der Dimensionen und die sind besonders für die Airwave-Dimensionen…

© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)

Das Herzstück des Videos ist eine praktische Demonstration, wie aus dem Nichts ein komplexer Patch entsteht: Mehrere Klangquellen werden geschichtet, Airwave-Dimensionen für Echtzeitkontrolle genutzt. Marcus fügt einen percussiven Rhodes-Sound per Sampler hinzu, atmosphärische Texturen über weitere Sampler und rhythmische Akzente durch den Granular-Engine mit Vocal-Samples. Jede Ebene wird unabhängig geroutet und mit eigenen Effektketten versehen.

Airwave-Dimensionen wie Air Glide, Flex, Grasp und Slide werden Parametern wie Level, Grain-Rate oder Effekt-Anteil zugewiesen und erlauben gestische Morphings der Klanglandschaft. Das Video zeigt, wie mit Kurven der Ein- und Ausklang dieser Gesten kontrolliert wird, sodass Übergänge fließend bleiben und abrupte Klangabbrüche vermieden werden. Das Instrument reagiert dadurch organisch – auf subtile wie dramatische Bewegungen.

Auch Performance-Makros und Keyboard-Dimensionen werden integriert: Velocity, Pressure und Strike formen Hüllkurven- und Filterverhalten. Das Ergebnis ist ein Patch, der rhythmisch gespielt, atmosphärisch aufgefächert und in Echtzeit transformiert werden kann – ganz ohne Menü-Tiefen oder den Blick für die Architektur zu verlieren.

Speichern, Mod-Matrix und Einladung zur Erkundung

Gegen Ende zeigt Marcus, wie eigene Presets gespeichert und mit Tags für eine bessere Organisation versehen werden. Der Workflow ermutigt dazu, zu experimentieren, zu iterieren und eine persönliche Bibliothek hybrider Klänge zu schaffen, die das Potenzial von Airwave und Equator2 voll ausschöpfen.

Das Video schließt mit einem Blick auf die Modulationsmatrix, in der alle Zuweisungen übersichtlich dargestellt und feinabgestimmt werden können. ROLIs Einladung, eigene Kreationen zu teilen und Teil der Community zu werden, unterstreicht den kollaborativen Geist der Plattform. Auch wenn nicht jedes Equator2-Feature behandelt wird, bietet das Video einen überzeugenden Einstieg für alle, die in hybrides Sounddesign und performancelastige Workflows eintauchen möchten.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/roli-airwave-player-meets-equator2-a-hybrid-sound-design-playground/
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