Festhalten: Scott’s Synth Stuff jagt den Groove Synthesis 3rd Wave durch den Test-Parcours – und dieser Synth ist alles andere als ein höflicher Gast. 24 Stimmen, echte analoge Filter, Sampling und eine Wavetable-Engine, die Nostalgie einfach auslacht. Scott kennt Hardware, aber selbst er gibt zu: Dieses blaue Biest ist „ein Monster von einem Synth“. Wer sein Live-Setup von dreckigen PPG-Klassikern bis zum modernen Sound-Chaos morphen will – inklusive ein paar Geheimwaffen – findet hier die volle Dröhnung. Warnung: Nach diesem Review willst du das Ding wahrscheinlich haben.

30. Mai 2026
SPARKY
Scott’s Synth Stuff nimmt den Groove Synthesis 3rd Wave auseinander: Polyphonie-Overkill oder Wavetable-Traumwaffe?
Blauer Bunker: Der 3rd Wave landet
Scott’s Synth Stuff verschwendet keine Zeit: Der Groove Synthesis 3rd Wave steht auf dem Tisch und haut direkt mit 24-stimmiger Polyphonie, einem echten analogen Filter und genug digitaler Power um sich, dass PPG-Fans der ersten Stunde feuchte Augen bekommen. Das ist nicht einfach ein PPG-Klon; das ist ein kompromissloser Hybrid-Synth mit entsprechendem Preisschild – Scott nennt ihn „ein Monster von einem Synth“ und ist angenehm ehrlich, was den Preis angeht. Aber nach einem Monat im Einsatz ist klar: „einfach wow“, die Klangqualität ist eine andere Liga.
Gebaut von echten Synth-Nerds, nicht von einem gesichtslosen Großkonzern. Der 3rd Wave sprengt Grenzen und trifft trotzdem diesen ikonischen 80er-Digital-Grit – wer originale PPG-Sounds oder moderne High-Res-Wavetables will, bekommt hier alles. Vierfach-Multitimbralität, Sampling und ein Workflow, der die meisten Menü-Synths alt aussehen lässt. Scott ist ehrlich: Das ist für Leute, die alle Spielzeuge in einer Kiste wollen – und bereit sind, dafür zu zahlen. Die Bedienung ist größtenteils One-Knob-per-Function, und das Anschließen ist Plug-and-Play – kein „Treiber-Horror“. Studio oder Bühne, das Teil ist bereit zu liefern.

"Das ist einfach ein Monster von einem Synth."
© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)
Wave Envelopes: Modulations-Madness

"Damit kannst du durch die Wellenform der Wavetable für diesen Oszillator modulieren."
© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)
Jetzt kommt die Geheimzutat des 3rd Wave: das Wave-Envelope-System. Vergiss langweilige Filterfahrten – hier kannst du jeden Oszillator unabhängig durch seine Wavetable modulieren, mit bis zu sechs Stufen pro Envelope. Das Ergebnis? Evolving, unberechenbare Klangfarben, die man auf anderen Synths nur mit Excel und Kopfschmerzen nachbauen könnte. Es geht schnell, ist direkt und Scott feiert, wie einfach man von statisch zu total abgefahren kommt.
Jeder Oszillator bekommt seine eigene Envelope, die völlig unterschiedliche Wege durch die Tables fährt – und das Ganze kann geloopt werden für endloses Morphen. Wer richtig Chaos will, lässt die Envelope weg und moduliert mit LFOs, dem Wave Surfer-Knob oder einfach allem, was die Matrix hergibt. Genau so wird aus einem „netten“ Synth eine „absolute Waffe“ – und das Video ist voll mit Beispielen, die man einfach hören muss.
Analog trifft Digital: Filter-Faustkampf
Hier zeigt der 3rd Wave seine Muskeln: Dual-Filter-Design. Zuerst ein klassischer Ladder-Style Analog-Tiefpass – Moog-Feeling, aber mit Resonanzkompensation, die den Bass auch bei viel Resonanz nicht absaufen lässt. Kein dünner Bass hier. Danach in Serie ein digitaler State-Variable-Filter, der von Lowpass über Notch bis Highpass morpht, alles mit eigenem Envelope. Scotts Demo macht klar: Das ist kein lascher Digital-Anhang, sondern ein Filter-Duo, das alles von flächig bis Acid abdeckt.
Wer seinen Sound komplett zerlegen will, findet hier ein Paradies. Die Envelopes können linear oder PPG-exponentiell sein, und die Modulationsmöglichkeiten bringen selbst Patch-Nerds zum Grinsen. Ob dreckig, cremig oder chirurgisch – alles drin, und Scotts Walkthrough ist ein Lehrstück, warum Hybrid nicht gleich Kompromiss bedeutet.

"Du kannst mit Sättigung nicht übersteuern."
© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)
Sound-Demos: Straßenwaffe oder Studiokönig?
Scott redet nicht nur – er lässt den 3rd Wave mit einem kompletten Track los, gebaut nur aus den eigenen Engines – inklusive gesampelter Drums und interner Effekte. Das Ergebnis? Fett, druckvoll, roh. Egal ob schimmernde Pads, gummibass oder 80er-Bells – alles ohne externe Bearbeitung, nur der Synth auf Volldampf. So ein Demo lässt dich zur Kreditkarte greifen – und sie dann schnell wieder verstecken.
Auch live punktet der 3rd Wave: Vierfach-Multitimbralität und flexible Ausgänge machen ihn zur echten Bühnenwaffe. Jede Stimme auf einen eigenen Ausgang, Keyboard splitten, binaurale Layer stapeln – der 3rd Wave fühlt sich auf der Bühne genauso wohl wie im Bunker-Studio. Aber ehrlich: Das muss man hören. Kein Text kann diese Soundbeispiele ersetzen.
Stärken & Schwächen: Hype gerecht?

"Die werden einfach von den Möglichkeiten dieses Teils in den Schatten gestellt."
© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)
Scott macht klar, was den 3rd Wave besonders macht: unfassbar flexibel, brutal mächtig, und die Wavetable-Engine ist next level. Importieren, erstellen, spielen – alles so direkt, dass man Software-Editoren vergisst. Die Verarbeitung ist roadtauglich, das UI so logisch, dass Scott kaum ins Handbuch schauen musste. Wer einen einzigen Synth will, der analog, digital, FM und Sampling abdeckt, ist hier richtig.
Aber nichts ist perfekt. Der Preis ist hoch, Sampling etwas menülastig (weil später per Firmware nachgereicht), und Scott mag die Position des Kopfhörerausgangs oder die vollen Preset-Bänke nicht. Trotzdem: Das sind Kleinigkeiten angesichts der kreativen Power. Wer eine Straßenwaffe sucht, die im Studio glänzt und auf der Bühne abreißt, findet im 3rd Wave einen echten Kandidaten – nur ins Backpack oder Sparschwein passt er nicht.
Zum YouTube Video:
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https://www.youtube.com/ScottsSynthStuff
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