Wenn Starsky Carr den Behringer JN80 direkt neben den legendären Roland Juno 60 stellt, ist das kein höflicher Vergleich – sondern ein Synth-Schlagabtausch. Er geht kompromisslos auf den rohen, ungefilterten Sound beider Maschinen ein, sucht gezielt nach Unterschieden, die eine nächtliche Session entscheiden können. Ob Behringers Klon wirklich mit dem Klassiker mithalten kann oder nur eine leere Hülle im schicken Gehäuse ist – dieses Duell nimmt kein Blatt vor den Mund und lässt keinen Filter unangetastet.

19. Oktober 2026
SPARKY
Starsky Carrs JN80 vs Juno 60: Battle der Budget-Boliden
Face-Off: Plastik trifft Legende
Starsky Carr spart sich das Vorgeplänkel – er stellt den Behringer JN80 knallhart seinem geliebten Juno 60 gegenüber und liefert uns das direkte Duell, auf das wir alle gewartet haben. Der JN80 ist kompakter – vier Oktaven statt fünf beim Juno – aber er will nicht nur Eindruck schinden, sondern sich beweisen. Mit beiden Synths Seite an Seite ist es ein visuelles und klangliches Aufeinandertreffen, bei dem Attitüde genauso zählt wie Sound.
Die entscheidende Frage: Klingt der JN80 wirklich wie der Juno 60 oder ist alles nur Blendwerk? Starsky dreht den klassischen Sägezahn auf, haut Chorus drauf und kommt direkt zur Sache. Spoiler: Beim ersten Hören sind die beiden enger verwandt als viele Geschwister nach einer fetten Erbschaft. Wer nur auf den rohen Sound aus ist, bekommt hier genau das, was er will.

"Die klangen sehr, sehr ähnlich. Für mich eigentlich identisch."
© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)
Oszillator-Games und Chorus-Duelle

"Für mich ist das derselbe Oszillator. Man würde den Unterschied nicht merken, oder?"
© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)
Starsky nimmt uns mit durch die klassischen Bausteine: Sägezahn, Puls, Suboszillator und Noise. Der JN80 hält nicht nur mit – er fordert dich regelrecht heraus, Unterschiede zu finden. Sägezahn und Pulswellen sind fast identisch, sogar das Oszilloskop nickt zustimmend. Auch das PWM per LFO ist kaum zu unterscheiden, Sub und Noise? Praktisch identisch – weder Dancefloor noch Hund merken einen Unterschied.
Beim Chorus zeigt der JN80, dass er mehr ist als nur ein billiger Abklatsch. Der Juno 60-Chorus bringt einen kleinen Lautstärke-Boost, der JN80 bleibt zurückhaltender, aber beide liefern diesen satten, schwebenden Stereosound. Einziger Hinweis: Der Behringer schlägt etwas langsamer. Starsky meint, das merkt man nur, wenn beide Synths im Rave-Bunker verkabelt sind. Selbst die Eigenheiten der Chorus-Taster verderben hier niemandem den Spaß.
Envelopes und Filter: Nicht ganz Spiegelbilder
Filter sind die Seele jeder analogen Kiste, und Starsky nimmt beide Maschinen akribisch auseinander. Der Highpass-Filter des JN80 ist geschmeidiger, während der klassische Juno 60 mit seinen Notches mehr Bass wegnimmt. Beim 24dB Lowpass-VCF verliert der JN80 mit steigender Resonanz mehr Bass, aber das lässt sich mit etwas Lautstärke ausgleichen. Das sind Details, die nur Patch-Nerds im dunklen Studio interessieren – und genau das respektieren wir.
Die Envelopes hingegen tanzen beim JN80 aus der Reihe. Die Attack-Zeiten sind viel länger (Slow-Motion-Rave!), das Decay deutlich kürzer. Starsky macht sogar einen kleinen Wissenschafts-Check: Die Unterschiede sind nicht nur „ein bisschen“ – sie sind gravierend. Kein K.O.-Kriterium, aber wer exaktes Juno 60-Feeling sucht, wird stutzig. Vielleicht ein versteckter Gruß an den Juno 106, vielleicht einfach ein Eigenleben. So oder so: Der JN80 hat dadurch seinen eigenen Charakter – Geschmackssache.

"Man sieht, dass die Zeiten deutlich unterschiedlich sind."
© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)
Der rätselhafte Click bei den Transienten

"Und hier unten ist das Click. Da passiert irgendwas."
© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)
Gerade als der JN80 wie der perfekte Klon wirkt, stößt Starsky auf ein Problem. Beim Einstellen des legendären Mr Fingers-Bass taucht ein fieses Click-Geräusch beim Attack auf – wie ein Gremlin im Schaltkreis. Und das ist nicht der gute analoge „Snap“, sondern ein echtes Artefakt, im Logic-Wellenform-View glasklar zu sehen. Es passiert nicht bei jedem Ton, aber wenn, dann nervt es richtig.
Starsky wird zum Detektiv, zoomt in die Transienten und testet verschiedene Wellenformen. Der Übeltäter? Vielleicht ein Double-Trigger oder einfach nur dieses spezielle B-Stock-Gerät. Er bleibt ehrlich: Vielleicht ist es nur dieses eine, vielleicht ein größeres Problem. Er fordert die Community heraus: Wer einen JN80 hat, soll die Einstellungen nachbauen und berichten. Das ist Synth-Journalismus mit Dreck unter den Fingernägeln – und die Ehrlichkeit, die man von Starsky Carr erwartet.
Fazit: Klon, Konkurrent oder Blender?
Nach allen Shootouts, Tests und Wellenform-Analysen: Wo steht der JN80? Starskys Fazit pendelt zwischen Begeisterung und Vorsicht. Für die meisten klassischen Sounds und Anwendungen ist der JN80 verblüffend nah dran – mehr als genug für Gigs, Jams und nächtliche Patch-Sessions. Aber das Click-Problem? Das bleibt ein Joker. Vielleicht nur ein Einzelfall, vielleicht braucht es ein Firmware-Update – oder ein Wunder.
Am Ende gibt Starsky den Ball an die Community weiter: Wenn euer JN80 sich anders verhält, meldet euch. Das Video lässt genug Details für eigene Entdeckungen – besonders für alle, die Nuancen hören und Scope-Bilder sehen wollen. Der JN80 entthront den Juno 60 nicht, ist aber ein ernsthafter Kandidat für alle, die den klassischen Vibe ohne Vintage-Preis wollen.
Zum YouTube Video:
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Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/StarskyCarr
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