In diesem Superbooth 2026-Spotlight arbeitet Yamaha Synths Official mit Entwickler John Melas zusammen, um dessen neueste Tool-Suite für den Montage M vorzustellen. Melas präsentiert Workflow-Verbesserungen sowohl für Live-Performer als auch für Sounddesigner, mit starkem Fokus auf nahtlose Integration und effiziente Organisation. Die Session beleuchtet den neuen Performance Editor, ein optimiertes Live-Set-Management und einen hardware-inspirierten AN-X-Editor – alles entwickelt, um das volle Multi-Engine-Potenzial des Montage M auszuschöpfen. Für alle, die sich für Controller-Mapping, Librarian-Funktionen oder die Parameter-Tiefe von MIDI 2 begeistern, bietet dieses Video einen präzisen Einblick, wie Software Hardware-Workflows transformieren kann.

27. Mai 2026
LYRA
Yamaha Synths Official: John Melas Tools heben den Montage M Workflow auf ein neues Level
Die Tools im Fokus: Superbooth-Premiere für den Montage M
Das Video beginnt mit John Melas, der auf der Superbooth 2026 die Bühne betritt und als langjähriger Entwickler von Software-Tools für Yamaha-Synthesizer vorgestellt wird. Melas arbeitet bereits seit 2005 an Tools für eine breite Produktpalette, darunter Montage, ModX, Motif und Yamahas Stage Keyboards. Dieser historische Kontext unterstreicht den Fokus auf Workflow-Optimierung – Melas‘ Tools richten sich klar an Sounddesigner, die granulare Kontrolle benötigen, und Live-Spieler, die schnellen, zuverlässigen Zugriff auf ihre Sounds verlangen.
Direkt im Anschluss wird der neue Live Set Editor für den Montage M vorgestellt, mit dem sich Patches per Drag-and-Drop organisieren und sequenzieren lassen. Melas demonstriert, wie dieses Tool die Setlist-Erstellung vereinfacht, indem Patches neu angeordnet, farblich markiert und sortiert werden können – alles mit sofortigen Updates am Instrument. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Reduzierung von Reibungsverlusten bei der Performance-Vorbereitung, und die Tools werden als unverzichtbare Begleiter für alle positioniert, die komplexe Setlisten oder mehrere Projekte jonglieren.
Performance Editor: Tiefgreifende Bearbeitung, vertraute Oberfläche
Das Herzstück des neuen Toolkits von Melas ist der Performance Editor, eine dedizierte Anwendung für das tiefgehende Sound-Editing am Montage M. Die Benutzeroberfläche ist bewusst so gestaltet, dass sie Nutzern früherer Melas-Software vertraut erscheint, passt sich aber an die erweiterten Parameterbereiche und die Architektur der aktuellen Montage M-Hardware an. Diese Konsistenz ist ein kluger Schachzug, da sie bestehenden Nutzern einen sanften Umstieg ermöglicht und gleichzeitig die neuen 16-Bit-MIDI-2-Parameterbereiche des Montage M integriert.
Melas führt durch die Unterstützung der Engines AWM2, FM-X und des neu hinzugekommenen AN-X. Besonders auffällig ist die erweiterte Elementverwaltung – AWM2 unterstützt jetzt bis zu 128 Elemente, die zur besseren Übersicht gruppiert werden. Der Workflow ist visuell klar strukturiert und reaktionsschnell, sodass Nutzer Insert-Effekte, Controller-Zuweisungen und Performance-Parameter bearbeiten können, ohne sich durch Menüs am Gerät zu kämpfen. Der Fokus liegt klar darauf, Anwendern zu ermöglichen, das volle Synthese-Potenzial des Montage M bequem am Computer auszuschöpfen.
Live-Set-Management, Controller-Editing und Librarian-Magie
Ein zentraler Bestandteil der Melas-Software-Suite ist die effiziente Verwaltung von Live-Sets und Patches. Der Live Set Editor ermöglicht nicht nur das Umordnen per Drag-and-Drop, sondern führt auch Farbcodierung und fortgeschrittene Sortierfunktionen ein – ideal, um Songs nach den Anforderungen eines Gigs zu gruppieren oder zu kennzeichnen. Besonders praktisch: Änderungen im Editor werden in Echtzeit an den Montage M übertragen, sodass das Instrument stets den aktuellen Organisationsstand widerspiegelt, ohne dass manuell synchronisiert werden muss.
Das Librarian-Tool bietet Bulk-Management für User-Slots, inklusive Funktionen zum Umordnen, Umbenennen und Controller-Editing über mehrere Patches hinweg. Ein wichtiger Workflow-Vorteil ist die Möglichkeit, Controller-Zuweisungen (wie Fußschalter oder Mod-Wheel) für ganze Setlisten auf einmal zu ändern – ein klarer Pluspunkt für Live-Performer, die zwischen Gigs ihr Setup wechseln. Der Librarian kann zudem als Live Set Editor fungieren und erlaubt so die schnelle Umwandlung organisierter Patches in performancebereite Sets. Insgesamt helfen diese Features, weniger Zeit mit Verwaltungsaufgaben und mehr Zeit mit Musikmachen zu verbringen.

"Und alles wird gleichzeitig im Instrument aktualisiert."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
AN-X Editor: Hardware-Feeling für digitale Soundkreation

"Ich wollte, dass es wie ein Hardware-Synthesizer aussieht."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Ein Highlight des Videos ist die Demo des AN-X Editors, der von Grund auf für Yamahas neue Analog-Modeling-Engine im Montage M entwickelt wurde. Melas erklärt, dass er das Workflow-Gefühl eines Hardware-Synths nachbilden wollte – Oszillatoren, Mixer, Filter – alles in einer klaren, visuell intuitiven Oberfläche. Wichtige Performance-Tools wie Unison, Mono und Portamento sind direkt zugänglich, sodass sich Sounds ohne Menü-Tiefen schnell gestalten lassen. Sogar partspezifische Einstellungen wie Monopoly und Master-Portamento sind für effizientes Lead- oder Bass-Patch-Design erreichbar.
Der Editor eröffnet tiefe Modulationsmöglichkeiten, etwa durch dedizierte Hüllkurven für Oszillator-Sync und Pulsbreite, LFO-Zuweisungen pro Oszillator und einen integrierten Wavefolder. Diese architektonischen Details erinnern an die Flexibilität modularer Systeme, werden aber durch eine Software-Oberfläche bereitgestellt, die alle Parameter griffbereit macht. Für alle, die schnelle, kreative Exploration des AN-X suchen, scheint dieser Editor die Lücke zwischen haptischer Hardware und digitaler Tiefenbearbeitung zu schließen.
MIDI 2 Integration: Die Parameterwelt wächst
Das Video geht kurz, aber prägnant auf die MIDI-2-Unterstützung des Montage M ein, die eine erweiterte Parameterauflösung und größere Wertebereiche ermöglicht. Melas merkt an, dass der Performance Editor entsprechend angepasst wurde – von 8-Bit- auf 16-Bit-Parameterwerte. Das eröffnet Sounddesignern und Performern feinere Kontrolle.
Diese Integration bedeutet, dass komplexe Bearbeitungen und Performance-Anpassungen mit höherer Präzision übertragen werden können und Hardware und Software enger verzahnt sind als in früheren Generationen. Auch wenn das Video nicht auf alle technischen Details von MIDI 2 eingeht, wird klar, dass diese Verbesserungen die Montage M-Workflows zukunftssicher machen und ein neues Maß an Automatisierung und Ausdruck ermöglichen.

"Also unterstützt es MIDI 2 und alle Parameter sind jetzt größer."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
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