Behringer Swords: Dual Morphing Filter für modulare Klangabenteuer

5. Dezember 2024

MILES

Behringer Swords: Dual Morphing Filter für modulare Klangabenteuer

Behringer betritt mit Swords die Arena der Dual-Filter und präsentiert ein Eurorack-Modul, das von Mutable Instruments Blades inspiriert und um analoge 2164-Schaltkreise gebaut ist. Auf dem offiziellen Kanal zeigt Behringer, wie Swords zwischen Filtermodi morpht, für Stereo- oder Serienschaltung verlinkt werden kann und alles von subtiler Klangformung bis zu aggressiv modulierten Texturen liefert. Im Video stehen nicht nur die technischen Daten im Fokus, sondern auch die Musikalität des Moduls – besonders seine Selbstoszillation und Drive-Fähigkeiten. Für alle, die Wert auf praktische Kontrolle und Patch-Flexibilität legen, dürfte Swords schnell einen festen Platz im Rack finden.

Swords: Dualer Analogfilter mit modularem Anspruch

Das Swords-Modul von Behringer betritt die Eurorack-Bühne als dualer Analogfilter, der das Klangspektrum jedes modularen Setups erweitern soll. Im Video wird Swords sofort als Anwärter auf den Stereo-Analogfilter-Thron positioniert, mit Verweis auf seine moderne Schaltungstechnik auf Basis der klassischen 2164-Halbleiter. Dieser Fokus auf analoges Design passt bestens zu Behringers Ansatz, erschwingliche Hardware mit Vintage-Flair anzubieten.

Das Modul wird als Werkzeug für sowohl subtile als auch extreme Klanggestaltung präsentiert. Egal, ob sanfte spektrale Anpassungen oder radikale Filtertransformationen gefragt sind – Swords wird als flexibles Rack-Upgrade beworben. Die Betonung auf Stereo-Betrieb und präziser Kontrolle deutet darauf hin, dass das Modul sich sowohl im Live-Setup als auch im Studio wohlfühlt.


Morphende Filter: Von Lowpass zu Highpass und weiter

Im Kern bietet Swords zwei 12 dB State-Variable-Filter, die jeweils stufenlos zwischen Lowpass-, Bandpass- und Highpass-Charakteristik morphen können. Das ist kein statischer Filter von gestern – durch das Morphen entstehen fließende Übergänge und sich entwickelnde Klangfarben, ein gefundenes Fressen für dynamische Patches und animierte Texturen.

Im Video wird betont, wie dieses Morphing-Verhalten ein breites Spektrum an Klangmöglichkeiten eröffnet. Durch das stufenlose Mischen der Filtermodi lassen sich Sounds formen, die sich elegant zwischen klassischen Filtertypen bewegen – Swords wird so zum vielseitigen Werkzeug für alles von subtiler Bewegung bis zu dramatischen Sweeps.


CV-Steuerung: Jeder Parameter unter Spannung

Ein zentrales Merkmal von Swords ist die vollständige CV-Steuerung aller Parameter. Das bedeutet, dass Cutoff, Resonanz, Morphing, Drive und Routing allesamt extern moduliert werden können. Für Modular-Puristen und Patch-Enthusiasten eröffnet das einen riesigen Spielplatz – von klassischen Filterfahrten bis zu komplexen, sich entwickelnden Modulationen.

Im Video wird gezeigt, wie sich diese Flexibilität klanglich auswirkt: Von geschmeidig-flüssigen Filterklängen bis zu aggressiven, verzerrten FM-Texturen ist alles möglich. Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit, die Resonanz bis zur Selbstoszillation zu treiben, ohne dabei die Bässe zu verlieren – das verleiht Swords eine musikalische Stärke für subtile wie extreme Anwendungen.

Every parameter is CV controllable.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Flexibles Routing: Stereo-Link und serielle Filterkette

You also have complete control over the stereo field, thanks to the continuously variable routing from single to parallel and serious sound…

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Beim Routing zeigt Swords seine besonderen Stärken. Die beiden Filter lassen sich für präzise Stereo-Kontrolle verlinken – ideal, um das Stereobild zu verbreitern oder räumliche Effekte zu erzeugen. Alternativ können die Filter seriell geschaltet werden, sodass der Ausgang des einen direkt in den anderen läuft – für geschichtete Bearbeitung und komplexere Klangfarben.

Im Video wird gezeigt, dass sich diese Routing-Optionen stufenlos einstellen lassen, nicht nur per Schalter. So kann man in Echtzeit zwischen Single-, Parallel- und Serienschaltung morphen und erhält eine direkte Kontrolle über den Signalweg – ein mächtiges Werkzeug für experimentierfreudige Patch-Fans.

Patchbeispiele: Selbstoszillation, CV-Tricks und Klangchaos

Im Demo-Teil taucht das Video in verschiedene Patches ein, die die musikalische Bandbreite von Swords zeigen. Zuerst wird eine Drumloop durch die Filter geschickt, der Drive aufgedreht und die Filter für Stereo-Manipulation verlinkt. Der Präsentator spielt mit den Left-Right-Kanälen, erkundet die Filterzustände und dreht das Stereobild, während das Signal mit verschiedenen Drive-Einstellungen zerschreddert wird.

Anschließend werden die Filter seriell geschaltet: Filter 1 wird in die Selbstoszillation getrieben, Filter 2 dient als Wavefolder. Die Modulation erfolgt per Envelope und Sequencer-CV, und der Main-Output wird sogar genutzt, um den Modus von Filter 2 zu modulieren – ein klassischer Modular-Crosspatch, der zu rauen, animierten Texturen führt.

Zum Abschluss wird das Pingen der Filter knapp unterhalb der Selbstoszillation mit kurzen Triggern demonstriert. Durch das Stimmen der beiden Kanäle und das Verlinken der Filter zeigt der Präsentator, wie Swords präzise musikalische Intervalle zwischen den Pings erzeugen kann. Im Fokus stehen dabei immer Musikalität, Kontrolle und die enorme Klangvielfalt, die durch CV und Drive möglich wird.

I'll put the filter 1 in self-oscillation, with the resonance up, and I'll use the second channel as a wavefolder.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/behringer-swords-dual-morphing-filters-for-modular-adventurers/
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