Devin Belangers Synth-Prophezeiungen: Nischenmaschinen, KI-Albträume und Marken-Mashups

7. Mai 2026

SPARKY

Devin Belangers Synth-Prophezeiungen: Nischenmaschinen, KI-Albträume und Marken-Mashups

Devin Belanger, der Synth-Head aus Vancouver hinter Miles Away, packt die Kristallkugel aus und nimmt kein Blatt vor den Mund. In seinem neuesten Video haut er drei Prognosen raus, wohin die Synth-Welt steuert – und das ist nicht nur eitel Sonnenschein und Filter-Sweeps. Vom Tod des generischen Polysynths über die KI-Plugin-Invasion bis hin zum Traum von Synth-Marken-Supergroups: Devin hat Meinungen und scheut sich nicht, ein paar LFOs zu verärgern. Wer keine Lust mehr auf sichere Wetten hat und wissen will, was beim nächsten Gear-Kauf wirklich für Wirbel sorgen könnte, bekommt hier die Zukunft auf den Punkt. Rave-Brille auf und abtauchen!

Generische Synths sind tot – Es leben die Freaks

Devin startet direkt mit der Ansage: Die Zeit der Allzweck-Hardware-Synths ist endgültig vorbei. Wer noch auf einen weiteren langweiligen analogen Polysynth mit den üblichen Zutaten – zwei Oszillatoren, Filter, digitale Effekte – hofft, kann das vergessen. Laut Devin ist der Markt mit soliden, sicheren Optionen gesättigt, jeder Hersteller bringt Geräte raus, die einfach „gut genug“ sind. Das eigentliche Geschehen? Das spielt sich jetzt in der Nische und im Abgedrehten ab.

Als Paradebeispiel nennt er den Frap Tools Magnolia – eine Maschine, die ein Statement setzt, Risiken eingeht und sich nicht davor scheut, die Masse zu verschrecken. Die Zeiten des sicheren Fahrwassers sind vorbei; jetzt zählen Synths, die genau wissen, für wen sie gebaut sind, und denen der Rest egal ist. Wer wissen will, was als Nächstes kommt, muss nach den Außenseitern und Risikofreudigen Ausschau halten. Und ja, alle würzigen Beispiele gibt’s natürlich nur im Video.

Die Zeit, in der man einfach einen analogen Polysynth oder Monosynth im Hardware-Format rausbringen konnte, ohne Risiken einzugehen, ist…

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

KI-Plugins vs. Hardware: Kampf um deine Seele

Ich persönlich bin kein Fan von KI-Plugins und bekomme gefühlt eine Million Anfragen für KI-Plugin-Videos und gesponserte KI-Plugin-Inhalte…

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

Als Nächstes verteilt Devin ordentlich Seitenhiebe auf den Hype um KI-gestützte Plugins. Er wird mit Sponsoring-Anfragen für KI-Kram regelrecht bombardiert und hält davon herzlich wenig. Die Plugin-Welt, warnt er, steuert knallhart auf KI zu – ob man’s mag oder nicht, das ist der Trend.

Aber hier kommt der Clou: Je mehr Plugins zu Roboter werden, desto wichtiger werden Hardware-Synths für alle, denen der Entstehungsprozess von Musik wichtiger ist als nur das Endergebnis. Devin macht keinen Hehl aus seiner Haltung: Er will, dass seine Synths menschlich, haptisch und schön unberechenbar bleiben. Wer auf Hands-on-Chaos steht, findet in Hardware die letzte Bastion gegen den Algorithmus-Wahnsinn. Die ganze Tirade gibt’s natürlich im Video – besonders empfehlenswert für alle, die KI genauso skeptisch sehen wie Devin.

Marken-Collabs: Kommt die Synth-Supergroup-Ära?

Devin prophezeit als Drittes: Synth-Marken sollten endlich aufhören, Einzelkämpfer zu sein, und anfangen, gemeinsam zu jammen. Im Gitarrenpedal-Universum sind Marken-Kollaborationen längst Standard – Chase Bliss mit Maris oder King of Tone zum Beispiel. In der Synth-Welt dagegen herrscht Funkstille. Klar, es gab mal Dreadbox und Polyend, aber das hat keinen Hype ausgelöst.

Er träumt von einer Zukunft, in der ASM mit Novation zusammenarbeitet oder Sequential und Oberheim-Partnerschaften zur Regel werden. Einfach ist das nicht – Kapitalismus und Egos stehen im Weg –, aber das Potenzial für abgefahrene, genre-sprengende Maschinen ist riesig. Wenn die Synth-Community nicht in tausend Inseln zerfallen will, ist jetzt die Zeit, solche Collabs zu feiern und zu sehen, was für klangliche Straßenwaffen dabei rauskommen. Die Möglichkeiten überlässt Devin eurer Fantasie – oder besser: seinem Video.

Wie cool wäre es, einen Synthesizer zu sehen, der von ASM gebaut wurde, aber mit Effekten von Novation.

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

Synths brauchen Community, nicht nur Gear

Am Ende betont Devin noch einmal, wie wichtig mehr Community in der Synth-Welt ist. Es geht nicht nur um Maschinen, sondern darum, Leute – und Marken – zusammenzubringen. Wenn die Szene lebendig bleiben und nicht in lauter Mikro-Nischen zerfallen will, ist Zusammenarbeit der Weg nach vorn. Die Synth-Welt gewinnt, wenn alle gemeinsam im Rave-Bunker stehen.


Jetzt seid ihr dran: Zukunftstipps (und IRL-Meetup)

Zum Schluss gibt Devin das Mikro an die Zuschauer weiter. Er will eure heißen Takes, wilden Prognosen und Superbooth-Meetup-Zusagen. Ob ihr zustimmt, widersprecht oder eure eigene Synth-Prophezeiung habt – jetzt ist der Moment, sie rauszuhauen. Und wer zur Superbooth kommt: Devin freut sich auf Austausch und vielleicht ein paar gemeinsame Filter-Sweeps.


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