Novation Peak im Live-Rig von SCALER: Digitales Kraftpaket als Herzstück der Hybrid-Performance

7. Mai 2026

LYRA

Novation Peak im Live-Rig von SCALER: Digitales Kraftpaket als Herzstück der Hybrid-Performance

Novations aktuelles Behind-the-Scenes-Video gewährt einen tiefen Einblick in das Live-Setup der Bristol-Band SCALER, in dem der Peak-Synth als zentrales Element den Sound prägt. Mit einem Workflow, der Hardware und Software nahtlos verbindet, nutzt SCALER die digitale Power des Peak – Oszillatoren, Effekte und Performance-Tools – um die Kluft zwischen Studio-Präzision und Bühnen-Spontaneität zu überbrücken. Hier geht es nicht nur um ein klassisches Rig-Rundown, sondern um eine praxisnahe Erkundung, wie ein moderner Hybrid-Synth das sich ständig wandelnde Klangbild einer Band tragen kann – alles im pragmatischen, künstlerorientierten Stil, den Novation auszeichnet. Wer wissen will, wie digitale Synth-Architektur im echten Live-Kontext funktioniert, sollte hier unbedingt reinschauen.

Peak im Zentrum: SCALERs hybrider Herzschlag

Das Video startet mit Alex und James von SCALER, die ihr Live-Setup vorstellen und den Novation Peak sofort als Herzstück ihrer elektronischen Bühne positionieren. Zwar gehören auch ein Roland SP-404 für Samples und eine skurrile Noise-Box zum Setup, doch die Hauptarbeit im Synth-Bereich übernimmt klar der Peak. Das Fundament bildet ein Ableton-basiertes System, in dem alles synchronisiert und sequenziert vom Laptop gesteuert wird – aber das haptische Erlebnis des Peak, mit seinen großen, griffigen Reglern und dem übersichtlichen Layout, macht ihn zur idealen Wahl für Live-Situationen, in denen Sichtbarkeit und Direktzugriff entscheidend sind.

Die Entscheidung für den Peak fiel, weil SCALER eine breite Klangpalette abdecken musste, die im Studio mit verschiedensten Soft- und Hardware-Synths entstanden war. Die Vielseitigkeit des Peak erlaubt es, nahtlos zwischen dreckigen Bässen, flächigen Pads und gläsernen Leads zu wechseln – und das bei gleichbleibender Klangqualität von der Produktion bis zur Bühne. Die Band betont, wie robust und intuitiv der Peak im Live-Einsatz ist und wie er sich in über einem Jahr als zuverlässiges Arbeitstier bewährt hat.

Wir brauchten etwas, das all diese Bereiche abdecken kann. Und der Peak scheint das wirklich gut zu machen.

© Screenshot/Zitat: Novationtv (YouTube)

Oszillatoren, Arps und Effekte: Das Feature-Arsenal des Peak

Was ich an Peak und Summit großartig und wirklich unterschätzt finde, ist, dass sie Arpeggiator-Typen beziehungsweise Arpeggiator-Rhythmen…

© Screenshot/Zitat: Novationtv (YouTube)

Im Detail beleuchtet die Band die wichtigsten Features des Peak: Seine kraftvollen Oszillatoren und der digitale Kern verschaffen ihm einen klaren Vorteil gegenüber günstigeren Synths. Der Sound wird als „teuer“ beschrieben – ein Hinweis auf die Klarheit und Tiefe, die sich auch im dichten Live-Mix behaupten. Besonders hervorgehoben wird der integrierte Arpeggiator, der mit vielfältigen rhythmischen Mustern und Modi (up, down, Akkorde) aufwartet – keine Selbstverständlichkeit bei Hardware-Synths. So kann SCALER live schnell neue Arp-Linien einbauen, ohne Sequenzen in Ableton neu programmieren zu müssen.

Effekte spielen eine zentrale Rolle im Livesound der Band. Der Peak-Distortion etwa wird für ihren Biss und die Durchsetzungsfähigkeit im Arrangement gelobt. Workflow-Vorteile sind offensichtlich: Mit den wichtigsten Parametern direkt auf dem Panel kann die Band Filter fahren, Effekte einblenden und Sounds in Echtzeit formen. Dieser Hands-on-Ansatz ist für die dynamischen Performances essenziell und ermöglicht es, flexibel auf die Stimmung des Moments zu reagieren, statt an statische Presets gebunden zu sein.

Ableton-Integration und Launch Control: Workflow in Bewegung

SCALERs Live-Workflow ist ein Paradebeispiel für hybride Integration. Ableton Live fungiert als Zentrale, die alle Elemente der Performance sequenziert und synchronisiert. Novation Launch Control und Launch Control XL sorgen für den direkten Zugriff auf Ableton-Parameter, während zusätzliche MIDI-Controller wie der Midi Fighter Twister noch mehr Flexibilität ins Spiel bringen. So kann die Band alles von Patch-Wechseln bis zu Echtzeit-Effektfahrten steuern, ohne während der Show zur Maus greifen zu müssen.

Die Arbeitsteilung ist dabei entscheidend: Ein Bandmitglied bedient den Computer, feuert MIDI ab und steuert die Sequenzen, während ein anderes sich auf das Feintuning der Synth-Patches und Performance-Details konzentriert. Das reduziert Komplexität und Verwirrung – gerade beim Aufbau komplexer Live-Sets. Das Ergebnis ist ein flexibles und robustes Setup, das den Anforderungen einer kompletten Band-Performance gerecht wird, ohne Spontaneität oder Kontrolle einzubüßen.


Vom Studio auf die Bühne: Signature-Sounds mit dem Peak reproduzieren

Ein großer Vorteil des Peak im SCALER-Setup ist seine Fähigkeit, Studiosounds live originalgetreu wiederzugeben. Die Band zeigt, wie Patches aus der Produktion – etwa der Hauptsynth in „Cold Storage“ – unverändert auf die Bühne gebracht werden können, was für klangliche Konsistenz sorgt. Diese Verlässlichkeit ist für eine Band, deren Sound auf detailreichen Synth-Texturen basiert, entscheidend.

Performance-Tools wie die Animate-Buttons werden hervorgehoben, weil sie Modulationen und Effektfahrten live ermöglichen – etwa in „Broken Entry“. Die Möglichkeit, Modulationen mit einem Tastendruck zu halten oder zu schalten, gibt der Band Ausdrucksstärke ohne Menü-Tiefen. Für Songs wie „Mirage“ sorgen die drei Oszillatoren, Detune-Möglichkeiten und der fette Chorus des Peak für breite, flächige Pads, die sich klar von den Gitarren abheben. Auch das Gain-Staging und die flexible Platzierung von Overdrive und Distortion im Signalweg werden als Pluspunkte genannt, die das Klangspektrum erweitern.


Zusammenspiel und Kontrolle: Der menschliche Faktor im elektronischen Live-Setup

SCALERs Ansatz für ihr elektronisches Setup ist stark kollaborativ geprägt. Ein Rig mit so vielen Komponenten – Hardware-Synths, Controller, Ableton, Outboard-Effekte – verlangt nach klarer Kommunikation und Aufgabenverteilung. Die Band betont, wie wichtig es ist, mehrere Leute in Patch-Design, MIDI-Sequencing und Live-Tweaking einzubinden, um Verwirrung zu vermeiden und jedes Detail der Performance optimal abzustimmen.

Diese Teamarbeit setzt sich beim Sounddesign und der Live-Arrangierung fort: Gemeinsam wird entschieden, wann und wie Synths wie der Peak oder der Oberheim TEO-5 ins Set kommen. Das Layern der Instrumente, das Ausnutzen ihrer unterschiedlichen Filtertypen und Features wie Morph-Regler und Cross-Modulation ermöglichen es SCALER, auf der Bühne dynamische, sich entwickelnde Klanglandschaften zu schaffen. Das Video macht deutlich: Selbst das ausgefeilteste digitale Setup profitiert vom menschlichen Faktor – erst die Zusammenarbeit verwandelt technisches Potenzial in packende Live-Musik.

Es ist wirklich hilfreich, das mit jemand anderem zu machen, weil es so viele bewegliche Teile gibt – besonders jetzt mit dem Ableton-Rig…

© Screenshot/Zitat: Novationtv (YouTube)

Zum YouTube Video:


Zum YouTube Video: