Schon mal einen Synth gesehen und gedacht: „Der gehört ins Spielzeugregal, nicht ins Studio“? Scott’s Synth Stuff nimmt sich den Stylophone Gen X-2 vor – einen analogen Taschensynth, der weniger kostet als ein Abend im Pub – und jagt ihn durch den Härtetest. Erwartet ungefilterte Meinungen, dreckige Tricks und einen Realitätscheck, ob dieser kleine Underdog im Rave-Bunker bestehen kann. Spoiler: Unter der Haube steckt mehr Dreck als gedacht. Mal sehen, ob das Teil knallt oder nur klappert.

19. Juli 2026
SPARKY
Scott’s Synth Stuff vs. Stylophone Gen X-2: Billiger Spaß oder klangliche Geheimwaffe?
Kleingeld, große Ansagen
Scott’s Synth Stuff macht keine halben Sachen – endlich bekommt ein Synth unter 100 Dollar Rampenlicht und beantwortet die Rufe aller klammen Producer. Vergiss die High-End-Monster; diesmal muss sich der Stylophone Gen X-2 im Toaster-Fight beweisen. Das Intro ist gespickt mit Anspielungen auf legendäres Budget-Gear, das Musikgeschichte schrieb – der Gen X-2 hat also große, dreckige Fußstapfen zu füllen.
Mit einer Geschichte bis in die 70er und dem Ruf als halbes Spielzeug, halbes Studiogeheimnis, verschwimmt beim Stylophone schon immer die Grenze. Scott gibt zu, dass er das Teil nicht auf dem Schirm hatte, aber als Stylophone ihm freie Auswahl bot, griff er zum neuesten Gen X-2. Kann diese kleine Kiste denselben Underground-Vibe liefern wie ihre Vorfahren? Zeit, das Ding aufzureißen und es rauszufinden.
Feature-Overkill: Mehr als nur ein Spielzeug
Das hier ist nicht Omas Stylophone. Der Gen X-2 bringt einen resonanten Filter, echtes LFO, Delay, Sub-Oszillatoren und sogar CV/Gate-Anschlüsse für die Modular-Fraktion. Scott hebt sofort das Dual-Wave-LFO, die Pulsbreitenmodulation und das Ribbon hervor, das nur darauf wartet, im Live-Set missbraucht zu werden. Sogar ein Lautsprecher ist drin – perfekt fürs Busking im Park oder um die WG zu quälen.
Erstaunlich, was alles in das kleine Gehäuse gequetscht wurde – Batteriebetrieb, Expression-Strip, mehrere Oktaven und Filter-CV-Eingang. Scott testet alles direkt und ohne Handbuch. Es gibt ein paar Meckerpunkte (kein USB-Power? Ernsthaft?), aber das Feature-Set lässt viele Einsteiger-Synths wie Fisher-Price-Spielzeug aussehen.

"Es ist ein echter Synth mit Oszillator, Filter und allen nötigen Reglern."
© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)
Kann das Teil wirklich böse klingen?

"Und es ist ein resonanter Filter."
© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)
Kommen wir zum Sound. Nachdem Scott mit miesen Batterien gekämpft hat, startet der Gen X-2 und spuckt sofort Sägezahn-Attitüde aus. Das Envelope ist anders als erwartet – es ist ein Pitch-Envelope, kein Amplituden-Envelope, was die gewohnten Patch-Gewohnheiten durcheinanderbringt. Aber richtig geroutet, liefert das Teil fiese Filterfahrten, die für einen so kleinen Synth ordentlich reinhauen.
Der Filter ist wirklich resonant, und mit aufgedrehter Resonanz verschwindet der Bass wie es sich gehört. Die Sub-Oszillatoren sorgen für echten Punch, und das PWM wird überraschend fett – fast wie ein zweiter, verstimmter Oszillator. Das Delay ist mehr als nur ein Gimmick; man kann es in Feedback treiben und bekommt sogar diesen Tonhöhen-warpenden Tape-Delay-Vibe. Wer hören will, wie dreckig und wild das Teil wirklich werden kann, muss Scotts Video-Jams erleben – Text kann das Chaos nicht einfangen.
CV/Gate: Anschluss an den Rave-Bunker
Jetzt wird’s spannend. Scott stöpselt den Gen X-2 per CV/Gate an seinen ASM Leviasynth – und plötzlich läuft der Taschensynth mit den Großen mit. Arpeggiator, externe Sequenzierung, Filtersteuerung – jetzt sind wir im Modular-Spielplatz, nicht mehr nur beim Bedroom-Noodling. Der Gen X-2 kann CV/Gate senden und empfangen, ist also nicht nur Klangquelle, sondern ein echtes Teammitglied im komplexeren Setup. Wer will, dass sein Billig-Synth im Rave-Bunker mitspielt, bekommt hier fürs Geld richtig was geboten.
Spielzeug oder Straßenwaffe?
Scott fasst sich im Fazit kurz: Er ist ehrlich überrascht, wie viel der Gen X-2 kann – vor allem dank CV-In auf der Rückseite, weit mehr als man für den Preis erwarten würde. Klar, es gibt Macken und Polyphonie ist nicht drin, aber das Teil ist kein Gag. Scotts Urteil: Wer einen billigen, dreckigen und flexiblen Analogsynth sucht, bekommt mit dem Stylophone Gen X-2 keine Spielerei, sondern eine straßentaugliche Waffe für Studio und Bühne.

"Das Teil ist wirklich cool."
© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)
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