Behringer Wave: Digitale Wavetable-Power mit Vintage-Charme

11. Dezember 2024

LYRA

Behringer Wave: Digitale Wavetable-Power mit Vintage-Charme

Der Behringer Wave tritt als moderner Wavetable-Synthesizer ins Rampenlicht und kanalisiert den Geist klassischer digitaler Instrumente der 80er Jahre. Im offiziellen Hands-on-Video hebt Behringer die Fähigkeit des Wave hervor, sowohl 8- als auch 12-Bit-Wavetable-Synthese, multitimbrales Layering und eine Vielzahl an Performance-Tools zu bieten. Das Video führt durch Split-Programme, Stereo-Bedienung und eine Auswahl an Presets mit Vintage-Flair und zeigt workflow-orientierte Features wie Sequencer, Arpeggiator und umfangreiche Modifikatoren. Wie immer bei Behringer liegt der Fokus auf zugänglicher Power und direkter Klanggestaltung – diesmal mit einer klar digitalen Note.

Digitale Herkunft: Die Architektur des Behringer Wave

Der Behringer Wave positioniert sich als moderne Hommage an die legendären Wavetable-Synths der 1980er Jahre und bietet sowohl 8- als auch 12-Bit-Klangsynthese. Dieser Dual-Resolution-Ansatz ermöglicht es Nutzer:innen, sowohl die rauen, charaktervollen Texturen früher Digital-Hardware als auch klarere, detailliertere Klangfarben zu erzeugen. Das Video stellt den Wave sofort als vielseitiges Instrument vor, das klassische Klänge beschwören kann, die eine Ära der elektronischen Musik geprägt haben.

Multitimbrales Layering ist ein zentrales Feature: Bis zu acht verschiedene Sounds können gestapelt werden. Das eröffnet komplexe, sich entwickelnde Patches und Split-Keyboard-Setups und macht den Wave sowohl für Sounddesign im Studio als auch für Live-Performances attraktiv. Die Demo deutet die Flexibilität des Instruments an, bleibt aber beim Fokus auf dem Vintage-Digital-Charakter und der direkten Bedienbarkeit.


Split-Programme, Stereo-Tricks und Preset-Spielwiese

Die Bedienoberfläche des Wave stellt essentielle Klangformungs-Controls in den Mittelpunkt. Die Demo zeigt Split-Programme, bei denen Bass- und Pad-Sounds auf verschiedene Tastaturzonen verteilt werden – Bass links, Pad rechts – und so dichte, geschichtete Performances ermöglichen. Besonders auffällig ist der Stereo-Regler, mit dem sich zwischen Mono- und breiten Stereo-Feldern morphen lässt, inklusive cleverer Panorama-Effekte, bei denen Noten abwechselnd links und rechts platziert werden.

Ein Rundgang durch die Preset-Library offenbart einen starken Fokus auf Vintage-Charakter: Glockenklänge, satte Pads und druckvolle Bässe erinnern an digitale Klassiker. Die Möglichkeit, Attackzeiten zu verändern, Pads oder Bässe zu öffnen und das gesamte Klangspektrum zu erkunden, wird hervorgehoben – die Bedienoberfläche ist auf schnelle, intuitive Anpassungen ausgelegt. Während das Video vor allem die Klangpalette betont, wird auch auf tiefere Programmiermöglichkeiten hingewiesen.

I love this vintage sound in this.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Sequencer und Arpeggiator: Grooves bauen mit dem Wave

Of course I can save it in my program yeah. It could be useful when you're playing live concert with this machine.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Der Workflow für Performances steht klar im Vordergrund, wobei der integrierte Sequencer und Arpeggiator des Wave besonders hervorgehoben werden. Der Sequencer arbeitet im Step-Modus, sodass Basslinien und Melodien ohne Echtzeit-Eingabe präzise programmiert werden können – ideal für exakte Patterns. Die Demo zeigt, wie einfach es ist, das Tempo zu setzen, Schritte aufzunehmen und mit einem Klick die Notenaufteilung zu ändern – aus einem langsamen Groove wird so im Handumdrehen eine treibende Sechzehntel-Sequenz.

Ein großer Pluspunkt ist die Möglichkeit, Sequenzen direkt im jeweiligen Programm zu speichern – praktisch für den Live-Einsatz. Das Speichern und Abrufen der Sequenzen ist unkompliziert: aufnehmen, speichern und sofort aus dem Programmspeicher wieder aufrufen. Der Arpeggiator bietet ähnliche Flexibilität und erlaubt schnelles Umschalten von Modi und Notenwerten für abwechslungsreiche Patterns.

Das Video betont, wie diese Tools mit den multifunktionalen Control-Panels des Wave verzahnt sind, sodass sich analoge und digitale Parameter in Echtzeit steuern lassen. Diese enge Verbindung von Sequencing, Sounddesign und Performance-Kontrolle ist ein Highlight, auch wenn die Demo Fragen zu tiefergehender Pattern-Bearbeitung offenlässt.

Modifikatoren und Klangformung: Das kreative Toolkit des Wave

Modifikatoren stehen im Zentrum der Sounddesign-Philosophie des Wave. Das Video zeigt, wie sich Hüllkurven formen, Modifikatoren anpassen und sämtliche Parameter direkt am Panel verändern lassen – alle Änderungen können sofort im Programm gespeichert werden. Die analogen und digitalen Control-Panels bieten Zugriff auf klassische Synth-Parameter ebenso wie auf spezielle digitale Funktionen wie Pitchbend-Range und Wellenformauswahl.

Die Erkundung der Modifikatoren eröffnet ein breites Spektrum an Klangresultaten – von schwebenden, ozeanischen Pads bis zu glitchigen, lo-fi Texturen, die den Charme alter Digital-Synths bewusst ausspielen. Aftertouch, Velocity und Echtzeitsteuerung stehen zur Verfügung und geben Performer:innen expressive Werkzeuge an die Hand. Die Demo streift auch User-Slots und die Flexibilität der Bedienoberfläche, lässt aber die Tiefe der Menüführung und Parameterzuordnung noch offen.

Modifiers are really important in this machine. You can do a lot of with sound with with all these knobs.

© Screenshot/Zitat: Behringer (YouTube)

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/behringer-wave-digital-wavetable-power-with-vintage-attitude/
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