OXI Instruments meldet sich mit einem frischen Firmware-Update für ihren Flaggschiff-Sequencer, den OXI One MKII, zurück. Das Highlight: der Saga Mode – ein Sequenzier-Paradigma, das das traditionelle Step-Raster sprengt. Inspiriert von stage-basiertem Komponieren eröffnet der Saga Mode eine Welt polyphoner Freiheit, in der jede Stage mit unabhängiger Dauer, eigenen Noten und Performance-Parametern atmen kann. Im ausführlichen Walkthrough zeigt OXI alles von sich entwickelnden Melodien bis zu Kontrapunkt und fraktionierter Taktung – und das alles in einem workflow-orientierten, performancelastigen Ansatz. Wer starre Patterns hinter sich lassen und komplexe, ausdrucksstarke Sequenzen gestalten möchte, findet im Saga Mode einen neuen kreativen Spielplatz.

11. Juni 2026
LYRA
OXI Instruments: Saga Mode auf dem OXI One MKII – Ausbruch aus dem Raster mit Nigrán 2.0
Das Raster sprengen: Das Saga Mode Konzept
Mit dem Saga Mode liefert das Nigrán 2.0 Firmware-Update von OXI Instruments eine innovative Antwort auf klassisches Step-Sequencing. Anstatt Musik an ein starres Raster zu ketten, lädt Saga Mode dazu ein, Sequenzen aus „Stages“ zu bauen – eigenständigen musikalischen Ereignissen, die jeweils durch eigene Noten, Dauern und Performance-Merkmale definiert sind. Dieser Ansatz ist mehr als nur Kosmetik: Er denkt Komposition als eine Abfolge sich entwickelnder Gesten statt als Aneinanderreihung festgelegter Schritte.
Im Video wird die vollwertige Polyphonie von Saga sowie die Unterstützung für Accumulator- und Repetitions-Engines hervorgehoben. Indem melodische Ideen von einer festen Zeitleiste entkoppelt werden, positioniert sich der OXI One MKII als Werkzeug für kreative Erkundung und ermöglicht fließende, dynamische Phrasen, die mit klassischem Step-Sequencing schwer oder gar nicht umsetzbar wären. Die Präsentation macht klar: Saga Mode richtet sich an Musiker:innen, die aus dem Raster ausbrechen und neue musikalische Strukturen entdecken wollen.

"Saga ist unser Ansatz für Stage-Sequencing – eine Möglichkeit, Musik zu komponieren, ohne auf ein festes Raster angewiesen zu sein."
© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)
Stages entfesselt: Unabhängige Dauern und Noten
Der Umgang mit Stages steht im Zentrum des Saga-Workflows. Nutzer:innen können beliebig Pads im 6×16-Raster aktivieren, um eine Stage zu erstellen – eine lineare Reihenfolge ist nicht nötig, übersprungene Stages dienen als gezielte Pausen und bieten so eine intuitive Möglichkeit, Phrasierung zu formen. Jede Stage ist ein kreativer Raum für sich, der nicht nur Noten, sondern auch Parameter wie Velocity, Gate-Länge, Offset, Noten-Zufall und Trigger-Wahrscheinlichkeit enthält.
Die praktische Demo zeigt, wie einfach sich polyphone oder monophone Linien aufbauen lassen – das System ist standardmäßig polyphon, kann aber auf Mono umgestellt werden. Noten werden entweder per Encoder oder über die integrierte Tastatur eingegeben, Harmonien lassen sich ebenso leicht stapeln wie minimalistische Patterns bauen. Saga Mode lädt zum Experimentieren ein: Stages lassen sich schnell hinzufügen, überspringen oder verändern und die Ergebnisse sofort anhören – ohne den kreativen Fluss zu unterbrechen.
Timing, Accumulator und fraktionierte Rhythmen: Das Herzstück von Saga

"Jede Stage kann eine Dauer von bis zu 100 Steps haben, und die Dauern können auch fraktioniert sein."
© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)
Ein zentrales Merkmal des Saga Mode ist die feingranulare Kontrolle über die Dauer jeder Stage. Dauern können bis zu 100 Steps betragen und – entscheidend – auch fraktioniert sein, was nuancierte Polyrhythmen und Grooves ermöglicht. Die Möglichkeit, Startzeiten zu verschieben, Gate-Längen zu manipulieren und die Gesamtdauer der Sequenz zu steuern, macht Saga Mode zum Spielplatz für alle, die Zeit ebenso gerne formen wie Klang. Die Gesamtsequenzdauer wird stets angezeigt, sodass auch beim Experimentieren die Struktur im Blick bleibt.
Im Video stehen die Repetitions- und Accumulator-Engines im Fokus, die jeweils über eigene Seiten im Stage-Parameter-Menü erreichbar sind. Mit Repetitions kann eine Stage mehrfach durchlaufen werden, bevor es weitergeht; der Accumulator sorgt für systematische Variationen oder Ratcheting über Wiederholungen hinweg. Die Demonstration zeigt, wie sich Stage-Dauer und diese Engines gegenseitig beeinflussen und so sich entwickelnde Patterns entstehen – besonders in Kombination mit Groove- und Zufallsfunktionen. Für alle, die jenseits von Four-on-the-Floor arbeiten wollen, sind diese Tools essenziell.
Sagas Unterstützung für fraktionierte Werte und gebundene Stages erweitert die kompositorischen Möglichkeiten weiter. Durch das Binden von Stages und das Kombinieren von ganzzahligen und fraktionierten Werten lassen sich hochdetaillierte Timing-Strukturen bauen. Neue Stages lassen sich dank Shift-und-Pfeil-Navigation einfach zwischen bestehende einfügen, sodass Patterns stets flexibel und lebendig bleiben. Der Workflow bleibt dabei durchgehend hands-on und direkt – ganz im Sinne der OXI-Philosophie.
Akkorde und Kontrapunkt: Kreative Techniken in Saga
Saga Mode geht weit über das Sequenzieren einzelner Noten hinaus und glänzt beim Aufbau von Akkordfolgen und mehrstimmigen Texturen. Wird eine Stage aktiviert und werden mehrere Noten auf der Tastatur eingegeben, entsteht sofort ein Akkord – jede Stimme reagiert auf den gewählten MIDI-Kanal. Die Anpassung von Stage-Dauern oder Time-Divisions verändert das Gefühl und den Fluss einer Progression drastisch und macht aus simplen Blöcken ausdrucksstarke harmonische Bewegungen. Das polyphone Programmieren ist schnell und gezielt, komplexe Voicings lassen sich in Echtzeit umsetzen.
Das eigentliche Highlight ist jedoch das Kontrapunkt-Potenzial von Saga. Werden mehrere Saga-Instanzen auf verschiedenen Sequencern mit unabhängigen Dauern und MIDI-Kanälen betrieben, lassen sich miteinander verwobene monophone Linien erzeugen, die gegeneinander loopen. So entstehen organisch wechselnde Beziehungen und emergente Melodien – ideal für alle, die generative Musik lieben oder sich von ihren Patterns überraschen lassen wollen. Die Demonstration von vier Sequencern im Kontrapunkt zeigt, wie schnell sich einzigartige, sich entwickelnde musikalische Ideen materialisieren können.

"So lässt sich das Zusammenspiel unabhängiger Melodielinien erkunden und interessanter Kontrapunkt zwischen Stimmen erzeugen."
© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)
Denken jenseits des Rasters: Die Saga-Mentalität

"Saga ist darauf ausgelegt, dich aus dem Raster zu befreien und einen anderen Zugang zur Komposition zu ermöglichen."
© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)
Saga Mode ist nicht einfach nur ein weiteres Sequencer-Feature – es ist eine Einladung, die kompositorische Struktur auf dem OXI One MKII neu zu denken. Indem das starre Step-Raster gegen einen stage-basierten Ansatz getauscht wird, ermutigt OXI Instruments dazu, eingefahrene Muster zu verlassen und musikalische Richtungen zu erkunden, die man im klassischen Raster nie gefunden hätte. Für Produzent:innen, die auf der Suche nach einzigartigen Melodien, sich entwickelnden Rhythmen und hands-on Experimenten sind, könnte Saga Mode schnell zu einem transformativen Werkzeug werden.
Zum YouTube Video:
Latest articles
Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/oxiinstruments
Links von oxiinstruments:
Werbung – Partnerlinks:
Bei einem Kauf über die folgenden Links erhalten wir ggf. eine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Der Link führt zu einer Amazon-Stichwortsuche. Je nach Verfügbarkeit können andere Treffer angezeigt werden.
🔗 Preis auf Amazon prüfen











