tafony, Vancouvers modularer Drahtzieher, nimmt uns mit auf einen epischen Streifzug durch sein ständig mutierendes Eurorack-Live-Setup. Das ist kein gewöhnlicher Gear-Talk – eher ein Outback-BBQ mit Synths in beiden Händen. Von Mixer-Kopfschmerzen bis zu den melodischen Eskapaden des Digitakt 2 gibt’s Chaos, Ehrlichkeit und jede Menge freche Sprüche. Wer Inspiration für das nächste Outdoor-Rave sucht oder wissen will, welche Module die wildesten Gigs überleben, bekommt hier von tafony die ganze Wahrheit (und vielleicht ein bisschen Patchkabel-Spaghetti) im echten DIY-Stil serviert.

22. September 2026
TAS
tafonys Eurorack-Live-Rig: Wie ein Modular-Känguru auf Red Bull
ALM MFD, Archer's Rig, BIA, Bitbox Mk2, Cosmotronic Ophelion, Elektron Digitakt 2, Endorphin.es Ghost, Expert Sleepers MIDI Breakout, F8R, Hermod+, Intellijel Data Bender, Libre Legio, LXR, Modbap Performer, Mutant Brain, Noise Plethora, Ohmforce Boom, OXI META, Pamela's Pro Workout, Snare Lancer, VIC X, Xcelon
Von Preset-Hölle zu Modular-Chaos
tafony startet wie gewohnt mit einem klassischen Gelaber – kein Skript, kein Filter, einfach pure Modular-Ehrlichkeit. Er hat genug davon, immer die gleichen Sequenzen auf Hermod+ und LXR zu spielen und ist bereit, alles aufzumischen wie ein Sturm über dem Outback. Nach unzähligen Gigs mit der alten Setlist hat er jetzt richtig Bock auf neues Klangterrain – und das bedeutet, Workflow und Gear werden komplett umgekrempelt.
Das Motto? Rastlose Innovation. tafony will sich nicht wiederholen oder alte Presets verhätscheln – er will alles durchmischen und Sounds jagen, die den Raum zum Wackeln bringen. Mit anstehenden Gigs und einem Haufen frischer Ideen wird das Rig ordentlich durch die Mangel gedreht. Wer sein Live-Setup schon mal als abgestanden empfand, findet hier einen Gleichgesinnten mit einer ordentlichen Portion biergetränkter Experimentierfreude.
Digitakt 2: Sequencing mit einer Prise Frechheit
Der größte Umbruch? Der Elektron Digitakt 2 marschiert ins Setup und bringt das klassische Elektron-Sequencing-Gen mit. tafony setzt den Digitakt 2 für Basslines und Melodien ein und schwärmt vom Keyboard-Fold-Feature – denn manchmal sollen Melodien so tight sein, dass sie einen Sandsturm überleben, statt wie ein verlorener Dingo herumzuirren.
Aber es läuft nicht alles glatt. Elektron bekommt sein Fett weg, weil Features auf zu viele Kisten verteilt sind. Die Stärken des Digitakt 2 – schnelles Schreiben, Skalenquantisierung und Workflow-Speed – haben tafony voll im Griff. Trotzdem träumt er von einer mythischen Kiste mit allen Elektron-Features, am besten so robust, dass sie auch nach einem Bush-Doof noch läuft.

"Mir ist klar geworden, dass Elektron-Sequencing so in meinem Kopf eingebrannt ist, dass ich das einfach liebe."
© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)
Mixer-Wahnsinn und das Send-Effekt-Drama

"Die größte Veränderung, naja, es gibt zwei riesige Veränderungen. Erstens: Platzmäßig – der Xcelon, der riesige Mixer, braucht ein weiteres Skiff."
© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)
tafony hat beim Mixer aufgerüstet, zähmt das Biest Xcelon und jongliert mit Send-Effekten wie ein BBQ-Chef, der mit einer Hand Würste wendet und mit der anderen Fliegen verscheucht. Der Plan? Zwei Send-Effekte – einmal Distortion, einmal Reverb oder Delay. Die Realität? Distortion als Send-Effekt ist chaotischer als ein Kneipenboden nach der Sperrstunde. Endorphin.es Ghost und Cosmotronic Ophelion überzeugen nicht. Fazit: Distortion gehört als Insert rein – sonst gibt’s nur mehr Rauschen und weniger Dreck.
Hier gibt’s jede Menge Trial & Error und Community-Weisheit, tafony fragt sogar die Discord-Crew nach Tipps. Er steht dazu, wenn was nicht klappt, und die Suche nach dem perfekten Routing ist so chaotisch wie seine Musik. Wer den goldenen Tipp hat, darf sich melden – aber erwartet nicht, dass tafony mit dem Experimentieren aufhört.
Kopfhörer, Lautsprecher und das große Kontext-Dilemma
tafony wird ehrlich, wenn’s um den Unterschied zwischen Kopfhörer-Mix und fetten Club-Lautsprechern geht. Was im Kopfhörer wild und dreckig klingt, kann live fast schon klinisch sauber rüberkommen – und umgekehrt. Es gibt existenzielle Grübeleien über Distortion, EQ und wie viel Punch zu viel ist – besonders, wenn man nur ein Bier vom PA-Kollaps entfernt ist.
Die Lektion? Kontext ist alles. Der beste Patch im Schlafzimmer kann live floppen, und manchmal braucht’s das Adrenalin der Crowd, um zu wissen, ob die Kick die Fenster wackeln lässt oder nur ein paar Ohren kitzelt. tafonys Ansatz ist erfrischend ehrlich: Immer weiter schrauben, den eigenen Ohren vertrauen und keine Angst vor Chaos – Hauptsache, der Laden bebt.

"Im Kopfhörer denke ich, das ist viel zu verzerrt, oder? Aber auf der Bühne fehlt dann plötzlich der Bass oder das Grummeln."
© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)
Live-Demo: Modular-Chaos entfesselt
Zum Schluss gibt’s eine klassische tafony-Live-Jam – ein herrliches Durcheinander aus Breaks, Samples und dreckigen Übergängen. Wer sehen will, wie Gear an seine chaotischen Grenzen getrieben wird, ist hier richtig. Keine Anleitung, kein Schritt-für-Schritt – nur pure, ungefilterte Performance-Energie.
Ehrlich: Worte werden der Demo nicht gerecht – dieser Abschnitt ist der Grund, warum man das Video schaut. Der Groove ist wild, die Übergänge sind waghalsig, und entweder willst du danach dein eigenes Rig umbauen oder gleich das Weite suchen. So sieht Modular-Chaos in Bestform aus.
Zum YouTube Video:
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Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/TafonyYVR
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